Stiegl-Eigentümer Heinrich Dieter Kiener als Gastgeber und River and Natute Trust-Initiator Peter Schröcksnadel luden am 26. Mai 2026 zum zweiten „Tag der Bachforelle“ ins Stiegl-Gut Wildshut. Nach der erfolgreichen Erstauflage 2025 beim Stanglwirt wurde die Initiative des River and Nature Trust heuer im Dreiländereck Oberösterreich, Salzburg und Bayern fortgesetzt – mit prominenten Persönlichkeiten aus Sport, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, die gemeinsam auf die dramatische Situation unter Wasser aufmerksam machten.
Die Bachforelle gilt als Leitfisch für intakte Flüsse und Bäche. Doch zahlreiche heimische Arten wie Bachforelle, Äsche, Huchen oder Flussperlmuschel sind massiv bedroht. In manchen Regionen Österreichs sind die Bestände in den vergangenen Jahrzehnten um bis zu 90 Prozent zurückgegangen. Der „Tag der Bachforelle“ möchte dieser unsichtbaren Krise eine öffentliche Stimme geben und gleichzeitig Lösungsansätze für den Schutz der heimischen Gewässer aufzeigen.
„Unsere Flüsse verlieren ihre Balance. Wenn wir jetzt nicht handeln, verlieren wir unwiederbringlich Lebensräume und Arten, die Österreich über Jahrhunderte geprägt haben“, erklärt Peter Schröcksnadel, Initiator und Präsident des River and Nature Trust.
Gastgeber Heinrich Dieter Kiener stellt dafür mit dem Stiegl-Gut Wildshut bewusst einen Ort zur Verfügung, der für Nachhaltigkeit, regionale Kreisläufe und naturnahes Wirtschaften steht. Das erste Biergut Österreichs verbindet Landwirtschaft, Handwerk und Biodiversität – und wird damit zur idealen Kulisse für eine Veranstaltung, die Naturbewusstsein und gesellschaftliche Verantwortung vereint. Sein Kommentar:
„Sauberes Wasser verbindet uns alle. Es ist Lebensgrundlage und Naturraum. Unsere Flüsse sind weit mehr als Gewässer – sie sind wertvolle Lebensadern, die Biodiversität ermöglichen und Lebensqualität schaffen. Hier am Stiegl-Gut Wildshut ist bestes Wasser zugleich elementare Grundlage für das Brauen besonderer Biere und für unsere Bio-Landwirtschaft. Es zu schützen, ist unsere gemeinsame Verantwortung“.
Ein große Rolle spielten und spielt auch der Stiegl Freundeskreis, der im letzten für Projekte des River and Natur Trust 24.000.- Euro mit virtuellen Bierkapseln sammelte. Das zeigt, dass Investitionen in die Nachhaltigkeit auch eindrücklich in der Community einer Marke verankert werden können.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Ernennung des ehemaligen Slalom-Weltmeisters Reinfried Herbst zum offiziellen Botschafter des River and Nature Trust für das Land Salzburg. Mit seiner engen Verbundenheit zur alpinen Natur und den heimischen Gewässern wird Herbst künftig öffentlich für den Schutz der Flüsse und ihrer Artenvielfalt eintreten.
Große Aufmerksamkeit galt auch den wissenschaftlichen Beiträgen des Abends. Dr. Kurt Pinter von der BOKU Wien präsentiert erstmals den Plan zu einer neuen, potenziellen „Gamechanger“ Studie zur Balance der Arten an Österreichs Flüssen. Das Forschungsprojekt soll die Wechselwirkungen zwischen Fischbeständen, Prädatoren, Gewässerstruktur und menschlichen Eingriffen umfassend analysieren und neue Grundlagen für den Gewässerschutz schaffen.
Die RNT Bachforelle des Jahres 2026
Zudem wurde Dr. Nikolaus Medgyesy, international bekannt als Entdecker der sogenannten „Urforelle“, mit der Auszeichnung „RNT Bachforelle 2026“ für sein wissenschaftliches Lebenswerk geehrt. Der River and Nature Trust würdigt damit seine jahrzehntelange Forschung und seinen bedeutenden Beitrag zur Erforschung ursprünglicher Fischpopulationen im Alpenraum.
Der „Tag der Bachforelle 2026“ versteht sich nicht nur als gesellschaftlicher Treffpunkt, sondern auch als Plattform für konkrete Lösungen. Wissenschaft, Fischerei, Wirtschaft und Öffentlichkeit sollen gemeinsam Wege finden, um Österreichs Flüsse wieder stärker in Balance zu bringen.
Mehr zum Artenschutz unter Wasser: Homepage River and Nature Trust




