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Europas KI-Chance beginnt dort, wo allgemeine Chatbots nicht mehr genügen

Europas Unternehmen müssen bei künstlicher Intelligenz nicht einfach den großen Plattformen aus den USA oder China hinterherlaufen. Jivka Ovtcharova und Martin W. Drexler sehen eine andere Chance: spezialisierte Modelle für technische Aufgaben, geschützte Unternehmensdaten und eine Industrie, in der Menschen, Maschinen und Algorithmen gemeinsam arbeiten.

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Podcast14.04.2025

Ein mittelständisches Unternehmen entwickelt ein neues Produkt. Seine technischen Spezifikationen, Konstruktionsdaten und Produktionsverfahren sind wertvoll – und vertraulich. Soll es dieses Wissen in ein allgemein verfügbares KI-System eingeben, dessen Datenverarbeitung außerhalb Europas stattfindet? Für Jivka Ovtcharova ist das keine theoretische Randfrage. Genau an diesem Punkt entscheidet sich, ob künstliche Intelligenz im industriellen Alltag tatsächlich brauchbar wird.

Die Professorin am Karlsruher Institut für Technologie und KI-Expertin diskutiert im Podcast mit dem Innovationstreiber Martin W. Drexler über eine Entwicklung, die weit über Textgeneratoren und neue Kreativtools hinausgeht. Ihr gemeinsamer Blick richtet sich auf technische Anwendungen, den europäischen Mittelstand und die Regeln, die eine sinnvolle Nutzung erst ermöglichen. Die Leitfrage lautet daher nicht, ob Europa den nächsten weltweit dominierenden Chatbot baut. Wichtiger ist: Kann Europa seine industrielle Erfahrung in eine eigene Form von KI-Stärke übersetzen?

Allgemeine Sprachmodelle kennen nicht jedes Fachproblem

Ovtcharova widerspricht schon beim Begriff der künstlichen Intelligenz einer verbreiteten Vorstellung. Hinter den Algorithmen stehe der Mensch; in diesem Sinn handle es sich um maschinelle Intelligenz, die von Menschen entwickelt und mit Daten trainiert wird. Wer ein System beurteilen will, müsse deshalb fragen: Wer hat es für welchen Zweck programmiert, und welche Daten wurden dafür verwendet?

Allgemeine generative Systeme können Texte erzeugen und mit Nutzerinnen und Nutzern in einen Dialog treten. Diese Interaktion macht sie zugänglich und erklärt einen Teil ihrer Wirkung. Für anspruchsvolle Ingenieuraufgaben reicht das laut Ovtcharova jedoch nicht. Öffentlich verfügbare Internetdaten enthalten weder automatisch das nötige Fachwissen noch garantieren sie die Präzision, die bei technischen Spezifikationen, Normen oder sicherheitsrelevanten Entwicklungen erforderlich ist.

Dazu kommt das Vertraulichkeitsproblem. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen verfügen über sensible Entwicklungs- und Produktionsdaten, wollen diese aber nicht unkontrolliert an externe Anbieter weitergeben. Ein nützliches industrielles Modell müsste daher auf die jeweilige Fachsprache trainiert sein und zugleich sicherstellen, dass Rechte und Daten im Unternehmen beziehungsweise im europäischen Raum bleiben.

Aus einer Spezifikation könnte schneller ein Modell werden

Was eine solche spezialisierte KI leisten soll, beschreibt Ovtcharova an einem Zukunftsbild aus der Produktentwicklung. Technische Anforderungen liegen häufig als Text vor. Ein darauf trainiertes System könnte daraus einen ersten dreidimensionalen Entwurf ableiten, den Fachleute anschließend prüfen und verbessern. Bei komplexen Gesamtsystemen wie Fahrzeugen oder Flugzeugen sei das noch keine seriös einlösbare Abkürzung, betont sie. Doch schon eine bessere Verbindung von Spezifikation, Konstruktion und Simulation könnte Entwicklungszeiten verkürzen.

Drexler sieht ein ähnliches Potenzial in Forschung und Industrie: Wenn geeignete Daten vorliegen, können Algorithmen Varianten schneller durchrechnen und Fachleute bei aufwendigen Suchprozessen unterstützen. Ovtcharova rückt dabei Simulationen in den Mittelpunkt. Industrielle KI soll nicht bloß gefällige Texte liefern, sondern technische Aufgaben lösen und Versuche gezielter vorbereiten.

Das verändert auch die Rolle der Menschen. Sie geben nicht einfach Verantwortung an ein System ab, sondern arbeiten iterativ mit dessen Vorschlägen. Für kreative Arbeit verwendet der Gastgeber im Gespräch das Bild eines neuen Pinsels: Die KI kann den ersten Widerstand beim Einstieg in ein Projekt verringern und Material für die weitere Arbeit liefern. Die tragfähige Idee entsteht aber weiterhin in der Auseinandersetzung – und gemeinsam mit anderen Menschen.

Industrie 5.0 stellt den Menschen wieder in die Mitte

Ovtcharova fasst die nächste Entwicklungsstufe als Zusammenarbeit von Mensch, Maschine und KI. Während Industrie 4.0 vor allem intelligentere, stärker vernetzte Fabriken versprach, soll Industrie 5.0 nach ihrer Darstellung ausdrücklich menschzentriert sein. Kollaborative Roboter sind ein sichtbares Beispiel dafür: Nicht mehr der abgeschirmte Automat allein, sondern das Zusammenspiel im gemeinsamen Arbeitsprozess steht im Vordergrund.

Damit werden Fragen der Ethik konkreter. Welche Arbeiten soll Technik erleichtern? Wo kann sie Menschen entlasten, und wo drohen Überwachung oder Ausbeutung? Wer darf welche Systeme für welchen Zweck verwenden? Ovtcharova plädiert für Regeln und Qualifikation, sinngemäß für eine Art KI-Führerschein. Wie beim Autofahren brauche es Kenntnisse, Verantwortlichkeit und Grenzen, weil ein falscher Einsatz nicht nur Einzelne, sondern auch Unternehmen und Gesellschaft gefährden könne.

Diese Regeln dürfen aus ihrer Sicht allerdings nicht so starr werden, dass jede Datennutzung blockiert wird. Daten seien die unverzichtbare Ressource der digitalen Welt. Die Aufgabe besteht daher nicht darin, alles unterschiedslos wegzusperren, sondern sensible Informationen zu schützen, Nutzungsrechte zu klären und verantwortbare Zugänge zu schaffen. Schutz und Innovation sind in diesem Verständnis keine Gegensätze. Sie müssen gemeinsam gestaltet werden.

Europas Regeln können ein Standortvorteil sein

Drexler wendet sich gegen die Erzählung, Europa stehe sich mit Datenschutz und digitalen Bürgerrechten nur selbst im Weg. Persönliche Daten, Gesundheitsinformationen oder kulturelle Wissensbestände dürften nicht allein nach der Logik der finanzstärksten Plattformen behandelt werden. Der scheinbar kostenlose Zugang zu digitalen Diensten werde vielfach mit Daten und persönlichen Vorlieben bezahlt. Europa brauche deshalb Spielregeln, ohne den technologischen Fortschritt abzuwürgen.

Ovtcharova erkennt darin sogar die Chance auf eine führende Rolle. Die erste Stärke Europas liegt für sie in der Verbindung von technischer Entwicklung und verantwortlicher Nutzung. Die zweite liegt in seiner industriellen Struktur: Viele spezialisierte mittelständische Unternehmen verfügen über Fachwissen, das allgemeine Modelle nicht einfach ersetzen können. Allein sind diese Betriebe jedoch oft zu klein, um eigene leistungsfähige KI-Systeme aufzubauen.

Die Konsequenz ist Kooperation. Forschung und Wirtschaft müssen Daten, Regeln und Entwicklung in geeigneten Konsortien zusammenbringen. Offene Software kann dabei ein Weg sein, weil der Quellcode zugänglich wird und eine Community gemeinsam weiterarbeitet. Ein anderer Weg sind geschützte Ökosysteme, in denen Wissen nicht nur ausgetauscht, sondern gemeinsam aufgebaut und im vereinbarten Rahmen gehalten wird.

Aus vielen Spezialisten muss ein Ökosystem werden

Zum Zeitpunkt der Aufnahme berichtete Ovtcharova von einer Initiative für ein Open Innovation European Institute, die sich noch in Gründung befand. Die Idee dahinter: Europas Vielfalt an Ländern, Sprachen, Kulturen und Fachgebieten nicht länger nur als Hindernis zu betrachten, sondern strategisch zu verbinden. Aus einzelnen „Perlen“ des Mittelstands soll eine Kette werden, die gemeinsam sichtbar und handlungsfähig ist.

Das ist ein anspruchsvollerer Weg als das Kopieren eines bestehenden Plattformmodells. Unternehmen müssten klären, welche Daten sie teilen können, welche im geschützten Bereich bleiben und welche konkreten Anwendungen einen wirtschaftlichen Nutzen bringen. Forschung müsste Modelle näher an Normen, Spezifikationen und reale Prozesse führen. Politik und Institutionen müssten verlässliche Grenzen setzen, ohne jede Erprobung im Ansatz zu ersticken.

Europas KI-Chance liegt damit nicht trotz seiner Vorsicht, seiner industriellen Spezialisierung und seiner Vielfalt, sondern möglicherweise genau darin. Wenn Fachwissen, Datenschutz und Zusammenarbeit praktisch zusammenfinden, muss der Kontinent nicht den lautesten Hype gewinnen. Er kann Systeme entwickeln, die dort bestehen, wo allgemeine Antworten nicht genügen: im vertraulichen, komplexen und verantwortungsreichen Alltag von Unternehmen.


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[00:00] Hallo und gratuliere dir! Du bist bei Forerunners Network gelandet. Good People, Good Stories statt täglich neuer Skandale. Also, besuche unsere Homepage. Dort triffst du viel mehr gute Dinge als sonst irgendwo. Lösungen, Ideen und Innovationen, Masterclasses und die besten Stories zum Wandel. Werde auch du ein Forerunner und besuche uns auf forerunners.network. Und jetzt viel Spaß beim Podcast. Wie sieht die Infrastruktur von morgen in Österreich aus? Straßen, Schienen, digitale Netze, aber auch Energieversorgung und Bildung. Wer sind die Menschen, die heute schon an morgen denken? Welche Herausforderungen warten auf uns? Und in welche Richtung wollen wir uns bewegen? Sei dabei und lass uns unsere Zukunft gemeinsam gestalten. Auf Forerunners Network der ESG und Infrastruktur Plattform. Herzlich Willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer, Seherinnen und Seher. Ihr wisst ja, Videocast heißt bei Forerunners Network auch gleich Podcast. Und ich habe heute tolle, tolle Gäste bei mir zu Gast. Nämlich, Schivka Ovtscharova. Sie ist dreifache Doktorin, Diplom-Ingenieurin und Professorin in Karlsruhe am KID, das Karlsruher Institut für Technologie. Aber vor allem, sie ist

[01:25] Keynote-Speakerin, die auf allen größeren Events auf diesem Globus ihre Meinung zu dem Thema kommt und darf, nämlich KI, worüber wir heute sprechen. Zusätzlich ist sie auch noch Senatorin im Senate of Economy Europe. Herzlich Willkommen, Schivka. Danke, dass ich nicht alle Titel sagen muss, sondern dass du mir das Du erlaubt hast für heute. Liebe Christoph, das hat gereicht. Vielen Dank. Also ich bin sehr froh, dass ich heute wirklich hier als Gast dabei bin. Ja und neben ihr sitzt der Mann mit dem wirren Haar. Das ist Martin W. Drechsler. Auf das W legt er Wert. Er berät Forerunners Network immer wieder in Sachen IT-Trends und Innovationen. Er ist auch der Mann, der mit Simme Vienna das erste richtige IT- und Innovationsfestival in Wien initiiert hat. Er ist Inputgeber beim berühmten DLD in München und in Israel, in Tel Aviv, wo das jährlich stattfindet.

[02:35] Und er ist ebenfalls zu Gast, weil wir heute ein bisschen über die ganz normale KI herausgehen wollen. Das heißt, wenn ihr erwartet, dass ihr von uns lernt, wie man Katzenvideos besser macht, seid ihr ein falschen Dampfer, dann geht zu JetGPD. Der macht das mit euch. Hier reden echte Menschen über die KI. Schiffka, gehen wir einmal auf deine forschende Seite ein. Die Hörerinnen, Seherinnen wollen ja auch immer wissen, was hat die denn drauf? Woher kommt die? Darf die mir das überhaupt sagen? Erzähl kurz etwas über die Forscherin Schiffka Ovtcharowa und ihren Weg hierher ins Studio. Ja, das ist tatsächlich der richtige Einsatz. Wir sprechen hier über eine technologische Entwicklung, also manche sagen eine Technologierevolution. Und man sollte tatsächlich wissenschaftlich vorgehen. Und ich behaupte hier in deinem Studio, dass ich mich tatsächlich sehr, sehr gut auskenne, weil ich einfach eine Ingenieurin bin und in erster Linie.

[03:47] Und man weiß, dass wirklich ein Ingenieurstudium immer mit Mathematik und Physik wirklich mit der Grundlage zu tun hat, für jede eigentlich Wissenschaft. Also eine Grundlage, auf die man auch aufbaut. Das heißt, Ingenieure beherrschen die Grundlagen, aber die bemühen sich oder sie streben an, etwas aufzubauen, etwas wirklich für die Praxis, für das reale Leben. Ich bin auch Informatikerin. Das heißt, die Informatik ist die zweite Seite oder zweite Dimension, kann man auch sagen, in meiner Bildung und meiner Forschung. Und die Informatik gibt mir die Möglichkeit, wirklich das Abstrakte im Leben zu verstehen. Das heißt, es gibt ja diese physische Welt. Die Ingenieure sind in der physischen Welt auch unterwegs. Aber es gibt auch eine digitale oder sogar virtuelle Welt. Und da brauchen wir wirklich diese mathematische Abstraktion, die uns die Informatik auch gibt als Möglichkeit. Und durch die Unterstützung der Informatik können wir natürlich auch auf der anderen Seite der Welt schauen

[04:58] und auch etwas Praktisches aufbauen. Und ich habe noch eine dritte Seite, das ist die Visualisierung in Virtual Reality. Das ist mir sehr, sehr wichtig, weil der Mensch hat eine Vorstellungskraft, die eigentlich nur in unserem Kopf bleibt. Und die virtuelle Realität gibt die Möglichkeit, das, was man sich vorstellt, auch das zu kommunizieren, nach außen zu zeigen. Daher bin ich wirklich sehr froh, dass ich wirklich diese drei verschiedene Themen einfach zusammenführe. Wie gesagt, als einen Raum, einen Denkraum mit drei Dimensionen. Ist dieser eine Denkraum auch der Raum, in dem sich der Mensch mit der KI heute und morgen bewegen wird und kann? Der Mensch ist schon da. Der Mensch war immer da. Also wenn man sich überlegt, in den Ingenieurwissenschaften ist der Mensch, der wirklich das Engineering auch vorantreibt. Und letztendlich kreiert der Mensch wirklich diese unglaublich komplexen und innovative Produkte in unserer modernen Welt.

[06:09] Der Mensch steckt hinter den Algorithmen, die wir intelligent nennen. Künstliche Intelligenz gibt es nicht. Das ist eine Maschinelle Intelligenz. Das ist die Intelligenz, die von Menschen in die Maschine auch übertragen wird. Und der Mensch ist natürlich in der virtuellen Realität drin, weil die passt sich an die Menschen an. Das heißt, er ist der Mittelpunkt. Der Mensch ist da. Jetzt habe ich da hinten eine Folie aus einem deiner Vorträge aufgerufen, nämlich Transformers für Unternehmen. Wie gesagt, wir reden heute nicht von der spielerischen KI, von den Experimenten, die man daheim macht oder auf der Uni oder bei der Schularbeit oder wie auch immer, sondern wie sie tatsächlich Homo sapiens oder Homo sapiens die KI weiterentwickelt. Du bezeichnest das als Transformers für Unternehmen. Was kann man darunter verstehen? Ja, Transformers kommt einfach aus der Informatik. Das ist eine Art, künstliche Intelligenz, Algorithmen für künstliche Intelligenz auch zu entwickeln.

[07:17] Das heißt, die Geschichte geht wie folgt. Der Begriff künstliche Intelligenz kommt aus dem Jahr 1956. Damals ging es wirklich um komplexe Automatentheorie, die man nicht so leicht zu erklären war. Und das war ein amerikanischer Computerwissenschaftler, also eigentlich Softwareentwickler, John McCarthy, der diesen Begriff auch ins Spiel gebracht hat. Er hat gesagt, ach, das ist zu komplex. Lassen wir es einfach künstliche Intelligenz nennen. Das ist ein Oxymoron. Das klingt ein bisschen interessant, ein bisschen sexy kann man sagen. Und seitdem verwendet man auch diesen Begriff. Das heißt, die traditionelle Entwicklung der sogenannten künstlichen Intelligenz basiert auf Simulationen oder von Programmierung von neuronalen Netzwerken. Und es gibt ja verschiedene Weiterentwicklungen. Also das, was wir heute als KI, also generative KI-Methoden verstehen, das sind so basiert auf der sogenannten Theorie der Transformers. Das ist im Klartext, geht es wirklich um Interaktion. Das heißt, der Mensch führt nicht Algorithmen aus, nur,

[08:28] sondern der Mensch tritt in Interaktion mit der KI. Jetzt in diesem Fall natürlich Chachepity besonders bekannt. Auch die PSYG kommt, also die Software kommt aus China, ist es auch in der letzten Zeit auch bekannt geworden. Das heißt, Transformer, das ist wirklich eine Theorie, die man verwendet, um die Next Generation KI-Methoden an die Menschen nahe zu bringen. Das heißt, der Mensch tritt in Dialog, in Interaktion mit Algorithmen. Das hat eine enorme Auswirkung auf die industriellen Entwicklung, weil auf diese Weise kann man interaktiv auch Produkte entwickeln für verschiedene Zwecke. Weil das ist das Künstlerische. Das heißt, der Mensch ist ja auch durch die Kunst immer, er probiert etwas aus. Das heißt, es gibt verschiedene Interaktionen, bis man wirklich ein Endergebnis erreicht. Und das erlaubt uns wirklich diese Theorie der Transformers, also basierend auf sogenannten Long Language Models, gibt uns auch die Möglichkeit,

[09:34] das Kreative in den Menschen wirklich anzuregen, anzusprechen. Und das wird auch enorme Wirkung haben. Das heißt, wir sprechen einfach nicht nur über Technologien, sondern wir sprechen über transformative Technologien, und so kurz ausgedruckt Transformers. Und diese Transformers erscheinen eigentlich nicht nur in Form von Text, sondern auch in Form von Avataren. Das heißt, das ist auch ein Forschungsfeld von mir, auch virtuelle Menschen, die in Form von Transformatoren auch in der virtuellen Welt gewisse Interaktionen mit realen Menschen auch ausüben. Also das Gleiche übertragen wir auch auf virtuelle Maschinen. Das heißt, es entsteht eine neue Welt. Ich bin zunächst einmal sprachlos, und werde es einmal kurz an den Martin weitergeben. Wir waren vor zwei Jahren, glaube ich, rund um diese Jahreszeit ein bisschen früher in Tel Aviv beim DLD. Und ich weiß schon nicht einmal, war das vor Corona, nach Corona. Wir sind dort gewesen.

[10:41] Und es war eine hochinteressante Zeit. Ich kann mich erinnern, alle haben damals über TikTok gesprochen. TikTok, TikTok, TikTok. Und so ein bisschen kam schon ChatGPD durch. Und war auch ein Thema, aber überhaupt noch nicht so richtig, weil alles das, was man damit machen kann, und was man damit machen kann, werden wir heute noch hören, ja noch nicht herausen war. Da hat es, glaube ich, die 1.0-Version von Sam Oldman gegeben und war ein besserer Kochrezeptgenerator wie immer. Trotzdem hat damals so eine Art Hype begonnen. Und jetzt frage ich dich so ein bisschen mit dem Spektrum auch der Zeitgeschichte in der Technik. Wie ordnest du die KI ein? Ist sie eine Revolution, gemischt mit einem übergroßen Hype? Könnte man noch mehr hypen? Erzähl ein bisschen was aus der IT, wie soll ich sagen, philosophischen Sicht. Zum einen darf ich dir für die Anmoderation bei mir danken.

[11:47] Ich war bedingt beim DLD in München mit einigen Sprechern, wie zum Beispiel beim legendären Grafiker Stefan Sagmeister, Inputgeber und noch anderen. Und daraus hat sich dann auch die Einladung vom Mitbegründer, dem Yossi Wadi ergeben, der mich dazu nicht gebraucht hat, weil der Yossi Wadi ist eigentlich der Godfather of Digital und hat ja eigentlich Tel Aviv zu dem gemacht, was es mal war und nach wie vor ist in diesem Digitalbereich. Zu deiner Frage. Wir haben ja leider das Jahr davor nicht erlebt, wo ich zum Beispiel in ein geheimes Kämmerlein, eben da unten in diesem Hartacher nahe, bei diesem ehemaligen Bahnhof beim DLD eingeladen worden bin und durfte den für mich ersten Chatbot sehen, von dem ich dann angenommen habe, das wäre sofort irgendwas für einen Sportverein, wo man dann in Kommunikation mit den Stars von einem Fußballklub, wenn auch immer, in Interaktion treten kann.

[13:07] Das, was du richtig gesehen hast und ich auch, war der Beginn einer Revolution, die aber im Grunde genommen in den Menschen seit jeher steckt. Alles das, was wir heute sehen und vieles, wie zum Beispiel Digital Twins oder sonst irgendwas, Wünsche sind ja bereits schon in Märchen, in Sagen manifestiert, seit jeher, seit der Menschheit. Ich versuche es kurz zu fassen. Allein die Tatsache, die geistige Kraft und die Arbeitskraft auszulagern an Maschinen ist jetzt gerade in diesem essentiellen Zeitalter drin oder eigentlich Jahrzehnte. Das hat sich in den letzten Zeiten hier quasi täglich etwas überschlagen, wenn wir uns anschauen. Die Möglichkeiten, die sich durch Boston Dynamics ergeben haben, dass wir plötzlich eigentlich tierische und humanoide Roboter haben, die Salte schlagen, die über große Distanzen springen können, die Dinge aufheben und die für uns Dinge entwickeln, weil du ja gesagt hast, besseres Kochstudio, die für uns schon kochen können und die diversen Essenszustände vorbereiten.

[14:38] Aber wir sind hier bei JET-GPT und bei diesen Denktaransätzen, die die Schiffker hier in sehr eindrucksvoller Weise besprochen haben. schon sehr, sehr weit für viele natürlich eine Angst, was passiert, mein Arbeitsplatz und so weiter. Ich kann die Leute beruhigen, wenn sie sich damit beschäftigen und wenn sie das lernen, wird derjenige oder diejenige Person, die es nicht lernt, ersetzt werden und die Person, die es kann, nicht ersetzt werden. Und wir werden, so wie wir es bei der Industrie-Revolution vor allem, weil wir hier in Österreich sitzen, plötzlich sind die Bauernhöfe, die großen, mit den vielen Mägden und Knechten, die dann plötzlich umgerüstet haben auf Dampfmaschinen oder Feuerwände und auf irgendwas, haben sich die Leute dann auch in anderen Berufsgruppen neu orientiert und haben eine neue Arbeitsweise erfunden. Also ein logischer, oder für uns, für dich, ein logischer Schritt, wo wir als Wissende keine Angst haben

[15:51] vor dem, was passiert. Und was die Zukunft bringt, dass das natürlich missbraucht werden kann, ist wieder ein anderes Thema. Naja, soweit ist es. Du hast mich mit einbezogen, weil meine Rolle ist ja auch die des Zweiflers, des Fragers und da kommt noch was. Gehen wir einmal zur Schiffka und zur Legacy der KI. Als wir uns vorbereitet haben in einem Dreiertag, kam von dir das Wort Tech-GPT. Kannst du das vielleicht uns ein bisschen erläutern? Ja, also, Chart-GPT ist ja bekannt als eine generative KI, die seit November 2022 für Furore gesorgt und es wird hauptsächlich in einer Art Text, also funktioniert auf Basis von Textgenerierung. Das heißt, man stellt Fragen, bekommt Antworten. Eine Sache, das, was auch Martin gesagt hat, ist extrem wichtig. Menschen haben Angst vor Dingen, die sie nicht verstehen. Das ist verständlich, ja. Das ist, ja, man hat ja definitiv Angst.

[17:08] Also, um das zu verstehen, muss man tatsächlich erst mal schauen, was steckt dahinten. Das sind Algorithmen, geschrieben von Menschen. Punkt eins. Zweitens. Man sollte sich die Frage stellen, wer hat diese Algorithmen geschrieben und warum? Mit welchem Zweck? Und auf welche Datensätze wurden diese Algorithmen trainiert? Das ist, und dann bekommt man auch eine etwas einfache Antwort. Das Ziel von Charge-GPT ist, auf Internet basierte Daten Texte zu generieren. Daten, die wirklich für alle zugänglich sind. Das sind keine geheimen Daten, Ingenieurdaten und so weiter und so fort. Das heißt, im Klartext geht es wirklich um Unterhaltung. Also hier geht es wirklich nicht um tiefgreifende wissenschaftliche Arbeiten, weil die Datenbanken, wo wirklich wissenschaftliche Ergebnisse auch gespeichert sind, da kann man einfach diese Datenbanken nicht einfach so rein. Also hat man keinen Zugriff auf diese Datenbanken. Das heißt, also es ist klar, diese Charge-GPT, aber auch die Psyk,

[18:20] das ist die Software aus China, die sind trainiert für die Massennutzer, für Unterhaltung hauptsächlich und können nicht präzise, also haben keinen Anspruch auf Präzision. Sie lügen auch, wenn man sagt lügen. Ja, genau, halluzinieren. Halluzinieren ist es wirklich tatsächlich unpassend, weil halluzinieren Menschen, nicht Algorithmen. Die Algorithmen sind deterministisch, das heißt, man weiß wirklich, was rauskommt, wenn ein Algorithmen sozusagen auch läuft und am Ende liefert ein bestimmtes Ergebnis. Nur die sind trainiert, nicht wirklich exakte Antworten zu geben, sondern trainiert, um Menschen zu unterhalten. Und das reicht für die Ingenieurwissenschaften nicht aus, aus mehreren Gründen. Also Grund Nummer eins, diese Algorithmen wurden nicht auf Ingenieurdaten trainiert, das heißt, da fehlt wirklich die Expertise, wenn man diesen Begriff auch nutzen kann. Mit JTGPT-Brücke jetzt über… Genau, das ist Punkt eins. Das heißt, die sind gar nicht wirklich auf diese Daten trainiert. Zweitens, es sind, warum auch kleine,

[19:36] besonders kleine Mittelständler-M-Denämmen diese generative Methoden nicht nutzen und Angst haben, die zu nutzen, ist, weil sie auch sehr sensitive Daten haben. Die sind mit Entwicklung von neuen Produkten, also verbunden mit Geschäftsmodellen, mit Produktion. Das heißt, wenn, das muss jeder Mensch wissen, wenn man JTGPT nutzt, alles, was man mit JTGPT erstellt hat, landet einfach bei dem Entwickler. Das heißt, die kleinen Mittelständler-Unternehmen wollen nicht, dass deren sensitive Daten wirklich auch nach USA oder nach China geschickt werden. Das ist Punkt eins. Das heißt, wir brauchen eigene Sprachmodelle und trainiert wirklich für unsere Terminologie, für die Ingenieurwissenschaften und kann man natürlich domain-spezifisch vorgehen, für Bauwesen, Automotive und so weiter, Anlagebau, Maschinenbau. Und drittens, wir brauchen auch Regeln für die sichere und auch für die sichere Kommunikation. Das heißt, irgendwie muss man sich einigen, wer darf das nutzen, wer nicht, das muss ja geregelt werden,

[20:46] auch aus Sicherheitssicht. Und was ich noch für extrem wichtig hatte, warum diese Modelle wir brauchen, und ich arbeite an der Entwicklung so eines Sprachmodells für Ingenieurwissenschaften, deutschsprachiges Modell. Das ist auch sehr wichtig, weil nämlich das Native Language spielt eine extrem wichtige Rolle. Man kann natürlich übersetzen, aber nicht zu vergessen, Chat-Tippity funktioniert am besten, wenn Fragen gestellt werden auf Englisch. Natürlich Übersetzungen laufen, aber die sind nicht so exakt. Das heißt, was steckt wirklich, was ist der Vorteil, definitiver Vorteil von diesen Modellen, die wir entwickeln? Der Vorteil ist, dass es erstmal, dass wir auch die Rechte und die Rechte für die Nutzung gesichert werden, dass die Daten bei uns bleiben, also ich spreche einfach Deutschland oder im europäischen Raum. Drittens, diese Algorithmen werden trainiert auf Daten, die wirklich sehr, sehr präzise sind. Das sind technische Spezifikationen, das sind Normen, das sind verschiedene Regeln.

[21:51] Das ist Patentenamt zum Beispiel, also Patente, wie formuliert Patente, das ist eine bestimmte Sprache. Das heißt, wir brauchen, richtig, man braucht die Spezifik von den Anwendungen, sodass man den Algorithmen auf diese spezifischen Begriffe auch trainiert, sodass es wirklich tatsächlich sinnvoll ist, diese generative Methoden auch für Entwicklung zu nutzen. Und das kann wirklich tatsächlich enorme Vorteile bringen. also ich möchte einfach nur ein Beispiel geben, das funktioniert nicht, noch nicht, weil das ist ziemlich komplex, komplexe Aufgabe, aber stellen Sie sich vor, man entwickelt ein neues Produkt, basierend auf einer technischen Spezifikation, die ist ja beschrieben wirklich in Form von Text. Und aus diesem Text generiert man dann ein dreidimensionales Modell des zukünftigen Produktes. Also ich möchte sagen, dass es Komplexität natürlich für allgemeine, für kleine Bauteile könnte es auch wahrscheinlich auch klappen, aber wirklich für komplexe Systeme, wir haben System of Systems,

[22:52] ja, ein ganzes Fahrzeug oder Flugzeug, das ist natürlich extrem komplex, wirklich aus einer Spezifikation, so ein Flugzeug abzuleiten. Das ist, ich spreche nicht über diese Art und Weise, das wäre nicht seriös, aber es wäre auch möglich in den nächsten, natürlich wenn man solche generative Methoden verwendet für technische Entwicklung, es wäre wirklich absolut genial, wenn man aus einer Spezifikation sehr schnell wirklich auf ein dreidimensionales Modell kommt. Und der Mensch kann natürlich dieses Modell auch verbessern und so weiter, aber diese Zeitverkürzung wäre wirklich phänomenal. Aber wer füttert das? Füttert das die Wissenschaft oder die Wirtschaft? Wirtschaft kann man vorstellen, dass die nichts reinfüttern will, weil sie unter einem Wettbewerbsvorteil bedacht ist. Ja gut, das ist definitiv eine Art, wo wirklich in Konsortien gearbeitet wird. Wir arbeiten eng zusammen mit der Wirtschaft, weil besonders große Firmen haben Entwicklungs-, also Forschungsabteilungen, ich habe mehrere

[23:57] Doktoranden bei der Firma Simmons und das kann auch im Rahmen von Doktorarbeiten, aber auch im Rahmen von Forschungsprojekten kann man wirklich solche vorausschauende Entwicklungen machen. Martin, du wolltest auch zu dem Punkt etwas sagen. Ja, gerne. Das Füttern durch die Wissenschaft und durch die Wirtschaft glaube ich, können wir sehr, sehr genau nachvollziehen in einem ganz einfachen Beispiel. zum Beispiel die Manpower, um physikalische oder chemische Formeln oder in der Chemie, in der Biotech-Chemie, wo Wien ja eine sehr tolle Vorreiterrolle spielt in Europa, bräuchte, um neue Dinge zu finden, die auch funktionieren, Menschenjahre, um das zu analysieren. Und das kann man in einem reichen Modell, wenn man die richtigen Daten dazu hat, relativ schnell bekommen, auch in der Physik, bedeutet, dass wir uns enorme Einsparungen in den ganzen Forschungen ersparen. Ich sage jetzt mal, wir haben in Österreich eine ganz tolle Firma gehabt,

[25:30] die die Zeckenimpfung gemacht hat. Also die Firma gibt es ja neu, ist ja noch gekauft worden. Wenn du hier diese ganzen Daten richtig einbringst, wenn sie öffentlich sind oder genehm sind, kannst du theoretisch an so einem Modell, wenn ich das jetzt nehmen darf, sehr schnell und viel schneller an noch besseren Ergebnissen kommen. Und das in breiterster Form, in anderen Sparten, eben zum Beispiel auch, du kannst in der Automobilindustrie viel schneller ein neues Produkt machen. Und das, was die Schiff gesagt hat, auch mit diesen kleinen Produkten, du kannst theoretisch, wenn es so weit ist, sprachgesteuerte Außenspiegel oder Türen oder sonst irgendwas machen. Das, was heute noch Zukunftsmusik ist, aber bereits in Märchen bei den Brüder Grimm vorgekommen ist. Aber heißt das, dass eine gewisse Basic Knowledge dann eigentlich fast so wie Open Source allen Firmen, die Zahlen teilnehmen, mitfüttern, was auch immer,

[26:40] zur Verfügung stünde und damit eben eigentlich quer über den Wirtschaftsraum, in dem das arbeitet, enorme Ressourcen frei werden für andere Dinge. Ja, Open Source ist eine Möglichkeit. Wir arbeiten gerne in diesem Bereich, in der Forschung, weil wir auf diese Weise auch mit Source Code Zugriff zu Source Code haben. Wir haben auch Community, die wir auch mitentwickeln. Das ist, ich habe auf diese Weise in meinem Institut auch PolyVR, das ist eine Open Source Software für Virtual Reality, auch für Ingenieuranwendungen entwickelt. Eine andere Möglichkeit ist natürlich, wie damals im CAD kam, also vor 30, 40 Jahren, entstehen erstmal Forschungsergebnisse, die dann auch schnell in kommerzielle Lösungen entwickelt werden. Entscheidend ist natürlich, dass man das berücksichtigt, dass sich die Technologien wahnsinnig schnell entwickeln. Also, wie gesagt, die erste Version von Jaxi PT haben wir zum Kennenlernen bekommen im November 2020. Und seitdem gibt es

[27:52] wirklich eine unglaubliche Flut an verschiedene Produkte, Apps und natürlich jetzt steigen auch die Chinesen ein mit Dipsig. Das muss man einfach berücksichtigen, dass wir wirklich tatsächlich in einer sehr, sehr dynamischen Zeit leben, wo keiner alleine wirklich was entwickeln kann und wirklich so ein Monopol schaffen kann für diese Technologie. Da muss man wirklich in Konsortien zusammenarbeiten, sich zusammensetzen. In diesem Zusammenhang würde ich dann später auch unsere neueste Initiative kurz vorstellen. Das kommt noch. Aber wenn man jetzt zurückkommt zu diesem Tech AI, technische Entwicklung der generativen Methoden, macht es sehr viel Sinn, was auch Martin gesagt hat, Zeitverkürzung in der Entwicklung, Zeit ist Geld, mehrere Versuche zu automatisieren, mit weniger Versuchen wirklich an den Punkt zu gelangen. Und besonders wichtig sind immer noch die Simulationen. Das heißt, es geht tatsächlich nicht wirklich um Texte, die man verwendet, sondern es geht um technische

[28:59] Aufgaben zu lösen mit KI. Und das ist natürlich viel komplexer als das, was wir heute unter generativen KI-Mathoden verstehen. Das heißt, diese Erfahrungen, die wir jetzt machen mit Chachi-Piti oder mit anderen Produkten, das ist nur der Anfang. Und eine Sache möchte ich noch hinfügen, weil viele Menschen wissen nicht, also man hat den Eindruck, wenn man eine Frage stellt, man hat den Eindruck, da sitzt oder steht ein Mensch wirklich hier auf dem Bildschirm und antwortet diese Frage. Aber das, was tatsächlich anderes ist, wir sind alle individuelle Menschen, wir sind ohne Karte. und die Antwort, die wir bekommen, die wird generiert von einem super Gehirn, quasi ein super KI, basierend auf dem Wissen der Gesamtmenschheit für die Gesamtzeit der Menschheit. Das heißt, das muss man immer daraus denken, weil man wundert sich, ja, es ist so schnell, so intelligent ist diese künstliche

[29:54] Intelligenz. Ja, klar, natürlich, die wurde gefüttert mit dem Wissen der ganzen Menschheit. Internet, das macht natürlich, ja, das macht, natürlich, das ist sehr, sehr von Vorteil, aber ich möchte von vorne sagen, es können nicht alle Aufgaben auf diese Weise gelöst werden. Die Kreativität, kreativ bedeutet, etwas zu entwickeln, was es noch nicht gegeben ist, ja, und das kann, natürlich kann man mit KI gewisse Produkte oder Texte generieren, die ähneln einfach, zum Beispiel, wenn man jetzt im Bereich Kunst sich überlegt, Zeichne wie Van Gogh oder Schreibmusik wie Mozart, ja, wie, wie, also die Referenz ist gegeben, aber die Frage ist, was passiert, wenn es diese Referenz nicht gibt. Da gehen wir vielleicht gleich zum Martin in seiner Vergangenheit als Professor an der Grafischen, deine Meinung zu der Kreativität und KI und vielleicht solltest du dich schon gespielt haben mit Sora, Runway und Co.,

[31:03] wie du diese Dinge oder den Stand dieser Dinge, also von der Unterhaltungskai, wie du das gesagt hast, Schiffka, wie du den Stand im Augenblick betrachtest. Ich habe das Glück gehabt, dass ich an einer richtigen Institution lernen durfte und in Wirklichkeit auch mit irrsinnig interessanten Kolleginnen, Kollegen und Studierenden arbeiten durfte, weil wir ein Aufnahmeprüfungsverfahren hatten, also da wurden schon diejenigen ausgewählt, die schon mal sehr kreativ sind. Die Kreativität der einzelnen Personen ist jetzt nicht wichtig, weil sie quasi ein Copyright ist, weil es eigentlich ein Alleinstellungsmerkmal einer Person ist, ein Schriftbild wie ein Schiele, ein Klimt, ein Picasso, was immer auch. Aber wenn hier jetzt mit all diesen Dingen, die du zum Beispiel angedeutet hast, mit den verschiedensten Kreativtools, die jetzt am Markt sind, und da kommen ja täglich weitere dazu, ich kann ja schon gar nicht mehr mein Postfach beantworten und aufmachen,

[32:20] weil du hast das schon gehört und probier das und jenes. Jetzt gibt es so Blistermännchen, die man schnell mit einem tollen, also wo man sich selbst im Blister darstellt, auf ChatGPT, mit ganz einfacher Sprachsteuerung, also die kreativen Alternativen werden immer schneller, werden immer besser und sie sind tatsächlich eine Gefahr für, bist du ja selbst aus der Werbung, wir haben uns da ja ewig getroffen, gematcht, unterhalten, dass das jetzt auch für Models, du hast mir ja jetzt vorgestern dich selbst in einem Drehschwenke gezeigt oder geschickt, wo du plötzlich jemand anderer bist oder von einem Parfum, von einem weltweit einzigartigen oder sehr bekannten einen Werbespot, wo nur mehr quasi aus der KI, ich sage jetzt mal ja aus der Cloud, um für diejenigen, die sich da noch nicht auskennen, ein bisschen das zu umschreiben, ist ein Werbespot aus der KI entstanden, oder

[33:39] Entschuldigung, einmal Landschaften, das war der berühmte Roger Dean gemacht hat, diese wunderbaren Landschaften, die dann bei den Yes Songs auf den LPs oben waren oder bei anderen Musikgruppen, die da berühmt, das waren fantastische Landschaften, die ähnlich waren dem, was jetzt geht, aber das war eine Einzelperson, jetzt kriegst das auf Knopfdruck von eben einem dieser chemischen Substrate, die halt anders ausschauen, aber austauschbar sind. Ja, eben auf einer Referenz arbeiten. Da möchte ich aber eins dazu sagen, jetzt für mich als jemanden, der immer wieder kreativ sein muss, für mich ist es halt ein neuer Pinsel, den ich super verwenden kann, wenn ich keine großen Brennstormrunden mehr habe, sondern da rede ich mit der KI und wenn die mal fertig ist und mir die erste Überwindung genommen hat, in ein Projekt einzusteigen, dann setze ich auf dem auf und versuche dann gemeinsam mit

[34:43] Menschen neue Ideen herauszuentwickeln. Das habe ich erst heute frisch erlebt und ist wirklich ein wunderbarer neuer Pinsel, da kann man nichts dagegen sagen. gehen wir jetzt wieder zu der KI der MINT Menschen, weil die haben ja das alles erfunden, worüber wir heute diskutieren. Schauen wir jetzt noch einmal den Bogen an, den du Schiffker zu Beginn gehabt hast, weniger jetzt auf die TechGPD, sondern die ersten Rechenmodelle, Deep Blue and so on und es geht alles viel schneller, schneller, schneller. Was wird denn, was ist denn die KI von heute und die KI von morgen, was das Hirn, das Unendliche der Techniker, Einstein war ein Techniker und so weiter, was dem entspringt. Was gibt das für ein Bild von in einem Jahr oder in zehn Jahren? Erklärt da die Visionen, die Träume der Mindler, der Wissenschaftler? Das würde mich jetzt wahnsinnig interessieren. Ja,

[36:02] das ist eine sehr, sehr gute Frage und die kann man eigentlich relativ einfach auch beantworten, weil man sieht, dass die KI und der Mensch sich annähern. Man spricht natürlich über Chips im menschlichen Gehirn und so weiter, Bio-Ki und so weiter. Ich würde auch darüber nicht sprechen, sondern die Zukunft gehört wirklich der Mensch-Maschine-Ki-Kooperation oder Kollaboration. Also es ist schon auch ein Begriff bekannt, Industrie 5.0. Ich fliege morgen nach Sofia, wo ich da übermorgen auch in einem Panel bei dem Business Forum in Sofia. Das werde ich mal klar auch über ethische Aspekte von KI, wenn ich darf, auch was sagen. Ich wollte einfach nur sagen, deine Frage gefällt mir auch sehr gut, weil man die Richtung schon sieht. Früher war es so, es gibt Mensch und eine dunkle Blackbox und da steckt auch ein KI oder Gehirn und so weiter. Da gab es

[37:12] immer so eine Grenze oder einfach ein Zaun zwischen KI und Mensch. Dieser Zaun verschwindet und wir wissen, es gibt sogenannte Cobots. Die Cobots sind kollaborative Roboter. Die industriellen Roboter arbeiten, Roboter zählen und da darf der Mensch sich nicht einmischen, sonst wird er tot. Es wird getötet. Also wir haben jetzt natürlich die Cobots, die kollaborative Robotik, die wird immer intelligenter natürlich, die Verbindung KI mit Robotik. Weil das ist die Zukunft. Der Mensch plus Maschine plus KI arbeiten wirklich zusammen, kollaborativ. Und die befrüchten sich auch gegenseitig. Das heißt, die Maschinen werden intelligenter, natürlich die Algorithmen werden besser, aber der Mensch entwickelt sich auch weiter. ! Deswegen, ich würde an dieser Stelle tatsächlich eine sehr, sehr optimistische, positive Nachricht verbreiten. Keine Angst von KI, sondern der Mensch entwickelt sich ja weiter. Und Berufe, jetzt durch KI auch gefährdet werden, die will auch keiner

[38:19] haben. Das heißt, die Zukunft verbinde ich wirklich mit sehr, sehr positiven und optimistischen Perspektiven. und die Zukunft, wie gesagt, jetzt, was passiert in den nächsten Jahren, wahrscheinlich in den nächsten zehn Jahren, wenn man jetzt die Entwicklung der Industrie 4.0 verfolgt, der Begriff ist ja aus dem Jahr 2011, das heißt, jetzt sind wir 14, 15 Jahre danach. Ich kann mir gut vorstellen, dass in den nächsten drei bis fünf Jahren wirklich ein wirklich rasanter Sprung erleben werden in Richtung Industrie 5.0. Was ist der Unterschied? Man kann auch ganz klar sagen, Industrie 4.0 bedeutet, Maschinen machen die Fabriken intelligenter. Da war der Mensch wirklich nicht so präsent. In Industrie 5.0 muss der Mensch wirklich im Mittelpunkt stehen. Das heißt, die Hauptidee ist, menschzentrierte, intelligente, industrielle Entwicklung zu schaffen. Das heißt, wieder dieses Zusammenspiel Maschine, mit Mensch, mit KI, in Interaktion, machen die Fabriken

[39:31] intelligenter. Mensch steht im Mittelpunkt, das bedeutet eigentlich eine Fülle von weiteren Fragen. Ethik, was darf, was darf nicht, was ist auch aus Sicht der Arbeitswissenschaft erlaubt. Und wir wissen, dass jede Innovation zwei Seiten hat. Es gibt die positive Seite, die die Menschen entlastet, aber es gibt die negative Seite, wo wirklich Menschen ausgebeutet werden, das wollen wir nicht. Das heißt, hier ist es wichtig, dass man aus verschiedenen Wissenschaften sich mit dieser Problematik befasst. Und wenn man jetzt über die Ethik spricht, dieses Beispiel hier war mit einem an krebs erkrankten Computerspezialist, genau, das ist Michael Bommer, der war unheilbar krank und er wollte wirklich sein Vermächtnis, digitales Vermächtnis schaffen, sodass er wirklich, dass die Familie von ihm was hat. Auch nach seinem Tod entwickelt sich sein Wissen weiter und er kann Ratgeber geben, was heißt seine Intelligenz. Das ist möglich und speziell

[40:44] Herr Bommer wurde in verschiedenen Interviews wurde die Art und Weise erfasst, wie er denkt, wie er sich ausdrückt, seine Stimme und so weiter, was dann auch nach seinem Tod sich weiterentwickeln musste, diese quasi Intelligenz von ihm, sodass er für seine Familie noch dabei ist. Also aus der ethischen Sicht war wirklich die Absicht, das, was jetzt das Experiment gemacht wurde mit ihm, dass nur seine Familie zur Verfügung steht, das heißt, sein Gedächtnis ! Und jetzt die Frage ist, wie schützen wir das? Weil auf der anderen Seite sehen wir Rob Lasky, er möchte Geschäfte machen, damit, und er sagt, ja, kommt zu mir und mach mal das auch und wir erfassen eure Gedächtnisse und eure Erfahrungen und so weiter. Das ist wirklich eine ethische Frage, deswegen jetzt auch in dieser fünften Industrie Revolution müssen wir uns wirklich sehr, sehr tiefgründig mit ethischen

[41:47] Fragen befassen. Ja. Da frage ich gleich den ausgewiesenen Ethiker Martin. Europa mit Datenschutz etc. sehr, genau mit digitalen Bürgerrechten sehr genau weiter auf diesem Kurs und sich möglicherweise überholen lassen oder einen neuen Kurs für die ganze Welt vorgeben. Wie siehst du im Augenblick das schlechtreden der europäischen IT-Intelligenz? Wir haben derzeit aufgrund des Hungers der Großen, der Majors, die hier dieses JetGPT, die KI weiter antreiben mit den verschiedensten Modellen, die hier geprägt wird von also diese Datenmodelle, die gefüttert werden, kommen ja aus Büchern, kommen aus der geschriebenen und aus der gesungenen Sprache. Wir haben ja schon verschiedenste, der Walter Werzower hier in Österreich hat ja die zehnte Symphonie von Beethoven nachgebaut aufgrund von den Beginnern und so weiter und so fort. Also wir haben hier einen legitimen Anspruch, diese Technik weiterzuentwickeln, aber so wie ich es jetzt, oder wie wir es

[43:21] mitbekommen haben, dass ein ganz großes US-amerikanisches Unternehmen dann plötzlich die Daten filtert mit Wikipedia und das ist ein ausgewiesenes Non-Profit-Unternehmen, ist das schon sehr problematisch oder ich sage jetzt mal eine Möglichkeit, wir haben, um auf die Frage wirklich einzugehen, wir haben die Möglichkeit, dass jetzt irgendjemand, theoretisch könnte es sein, geht ein Unternehmen in die österreichische Nationalbibliothek, sagt, wir scannen deine Bücher, liebe Nationalbibliothek, das geht ja schon, hat die Österreicherin erfunden, diese Umblättermaschine, die Sofique Videnus, wird gleichzeitig gescannt, gelesen und in den richtigen Kontext gebracht, so jetzt ist die Frage, sollte das passieren, was passiert mit den Inhalten, die sich jetzt auf den Server geladen haben, könnte jetzt der österreichischen Nationalbibliothek, das ist ja immer in einem Wissensschatz, ein österreichischer, ein europäischer, in einer Welt, ich sage jetzt mal die Klöster, das ist aber eine Privatorganisation, wir reden von einer nationalen

[44:35] Institution, wir haben 1848 die Möglichkeit gehabt, Zeitungen zu machen, Bücher zu schreiben, wenn man darunter schreibt, wer der Urheber ist, das sollte meiner Meinung nach sowieso kein Thema sein, und die Macht des Stärkeren, der uns hier vorgibt, oder die uns hier vorgeben, dass wir ewig die Letzten sind, und ewig nur Hemmnisse machen, und uns selbst im Weg stehen, kann ich so nicht, nicht nur nicht nachvollziehen, sondern unterschreiben, weil wir brauchen einfach Spielregeln, die Sache, wenn große Unternehmen einfach die Daten von einer Versicherung kaufen, oder von einem Healthcare-Unternehmen, werden, weil die Geld brauchen, oder das große Geld widern, was machen die mit diesen scheinbar anonymisierten Daten, wofür, das heißt, die haben nicht nur die Daten von dir und mir, der Schiffka und sonst jemanden, harmlose, ja, ich habe jetzt gerade einen Gallenstein gehabt, ist das harmloseste, oder ich habe gerade Schnupfen

[45:47] gehabt, bis hin zu lebensbedrohlichen, oder wie man es gerade sagen, letalen Krankheiten, die ja einen Namen haben, ein Geburtsdatum, ein Leben, wie kann man das schützen, dass das so nicht verwurschtet wird, wie man es schön auf Wienerisch sagt, sondern dass hier ethisch umgegangen wird, und das dürfen wir uns doch bitte nicht nur auch von den Großen, die uns scheinbar einen gratis Zugang zur Kommunikation geben, dieser scheinbare gratis Zugang zur Kommunikation ist, wie wir in der Zwischenzeit auch wissen, nicht gratis, sondern wird mit unseren Daten und unseren persönlichen Vorlieben bezahlt. Ich stelle es auch einmal in die Luft als schönen Welt, auf die du uns einstimmst, vorbereitest, nicht nur von der technischen Seite soll sie schön sein, sondern auch von der Seite der Ethik. Ich würde mir wünschen, dass jeder Mensch als Teil seines Menschenrechts vielleicht eine zusätzliche Satzung noch, Recht

[47:04] auf einen Basic Knowledge bei KI hat, auf die er zugreifen darf, kann, aber natürlich auch dasselbe Recht auf Intimität. Das wäre schön, nur ich glaube natürlich, dass die im Kampf der Kontinente, den wir im Augenblick in der Wirtschaft sehr stark erleben, dass das vielleicht noch sehr, sehr lange dauern könnte. Ich befürchte das. Ja, also das wird wahrscheinlich auch lange dauern, aber ich denke, dass es hier auch die Chance besteht, dass Europa wieder eine führende Position übernimmt. Also das, was jetzt wir erleben in Erfahrung mit der Künstlichen Intelligenz, ist wirklich im wilden Westen. Jeder darf alles ausprobieren, da gibt es keine besonderen Regeln, aber da ist wirklich Europa die erste, also wirklich aus Europa startet man eine Initiative für sogenannte KI-Führerschein. Also ich habe gerade gestern hatte ich Führungsklausur mit Kollegen im Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe, wo wir auch sehr, sehr

[48:16] detailliert uns wirklich mit dieser Aufgabe befasst haben. Wer darf nutzen, wer darf nutzen, was, wofür und so weiter. Das heißt, wenn man Auto fährt, muss man erstmal wirklich zugelassen werden. Ich meine, also man muss einen Führerschein haben. Man darf ja wirklich auch die Gesellschaft nicht gefährden. So ist es auch mit der KI. Man darf die Gesellschaft oder die Wirtschaft nicht gefährden, dadurch, dass wirklich KI auf andere Weise genutzt wurde. Das heißt, eine Art Regelethik, aber auch speziell für die Wirtschaft. Es ist sehr wichtig, dass man so eine Art, ich will das jetzt pauschal sagen, Führerschein definiert wird, so dass es wirklich von vorn an geregelt wird, wie man mit KI umgeht, für welche Zwecke und so weiter. Das ist, wir wissen bekanntlich, solche Regeln werden nicht sofort funktionieren, die müssen sich etablieren, es müssen auch Kontrollmechanismen geschaffen werden und so weiter,

[49:21] ohne es wirklich zu übertreiben, weil die andere Seite ist natürlich dieser Datenschutz, den wir im Moment haben. Man darf wirklich die Datennutzung nicht bremsen, weil ich, wenn ich mir erlauben darf, ich arbeite gerne mit Metaphern und für mich ist das Internet die digitale Atmosphäre, das ist ja im Prinzip, wenn man auf unsere Erde aus der Mond Perspektive schaut, es umhüllt unsere Erde wirklich von mehreren Satelliten und die generieren diese wirklich lückenlose Internetverbindung in manchen Länder ist lückenlos, in manchen nicht, aber das sieht wie eine digitale Atmosphäre und die Daten sind der digitale Sauerstoff, das heißt keine Daten, kein Leben, das muss man einfach nur begreifen, aber man kann wirklich nicht alle Daten schützen, das ist eine Ressource, die wir definitiv brauchen, das ist ein bisschen philosophisch, aber das ist ja visuell denke ich für jeder klar, dass man in Zukunft

[50:24] mehr und mehr wirklich im digitalen oder virtuellen Welt unterwegs sind, aber das ist wirklich nicht im Gegenteil von physischen Welt, sondern unsere Welt entwickelt sich weiter, natürlich übergeht, das physische übergeht, das digitale, virtuelle, das heißt unsere Realität expandiert, also wenn ich auch diesen Begriff verwende. Wäre es nicht dann noch schön, übrigens, liebe Seherinnen und Seher, heute, wir haben zwar eine Trump-Frage da stehen, ich lasse Sie weg, wir reden heute nicht über Trump, Sie können sich entspannen, herrlich, nicht? Noch eine zweite Geschichte, auf Vorrangers Network steht eine nette Story, nämlich eine Preisankündigung in Island, das Europäische Patentamt schreibt heuer wieder den Europäischen Innovationspreis in mehreren Kategorien aus. Schaut bitte in deren Homepage rein, zuerst natürlich auf Vorrangers Network und schaut euch an, was Europa alles drauf hat. Da sieht man nämlich die Gewinnerinnen, Gewinner, Einreicher der letzten Jahre, aus Österreich, aus Deutschland

[51:32] und dann stellt euch vielleicht wieder ins Beisel und schimpft mit über Europa, aber ihr werdet es nicht können. Ja, genau. Eine Frage an euch beide, ich würde es mir wünschen und kann man so was machen, das sage ich vielleicht auch die Technikerin unter uns. Ich hätte ja gerne eine KI, die man als Filter drüber lassen könnte über Social Media, die dann vielleicht den Trash, der uns ja alle aggressiv, dumm zu mördern werden lässt, wenn du jetzt die radikalisierten armen Jugendlichen siehst, wäre sowas nicht die KI, die Europa vielleicht einmal bräuchte oder die Menschheit bräuchte, weil wir haben vorher den Amerikaner hier gesehen, es scheint ja ohnehin möglich zu sein, eben durch die viel zu große jeden Trash irgendwo ablassen zu können. Machen wir das? Ja, also das ist erst verständlich, die ganze Entwicklung geht in diese Richtung, das ist wie bei

[52:50] YouTube, gibt es auch Filter, wenn man sich mit Geschäftsbedingungen auch von Chachepitie, von OpenAI befasst, ist es natürlich dort auch klar definiert, dass man alles, was man generiert, nicht anderen Menschen gefährden sein soll, das ist natürlich so schön gewollt, aber solche Schutzmechanismen werden natürlich auch eingesetzt und ein gutes Beispiel ist natürlich die PSIG, das ist die chinesische Variante, zum Beispiel darf man keine Fragen stellen, die wirklich gegen die Regierung sind, also irgendwie mit der Regierung in Verbindung sind, das heißt, das ist ganz klar, es gibt diese Filter und die werden natürlich auch noch feiner werden, weil das was tatsächlich für mich persönlich das größte Problem ist, das sind diese Fake News, weil man die so schnell generiert, ja, und das klar, das ist nicht von heute auf morgen das Problem zu lösen, weil die Fake News generieren und verbreiten, die sind auch sehr,

[53:47] also, die entwickeln sich ja weiter, die sind sehr finderisch, ja, wie die Verbrecher im Internet, also, ich meine, das ist eine menschliche Entwicklung letztendlich, aber das geht in diese Richtung, ja, es geht in diese Richtung, wir müssen uns einfach wirklich mit diesen Themen auseinandersetzen und nicht warten, dass irgendjemand für uns diese Probleme lösen wird und deswegen, das ist sehr, sehr gut, dass du über Europa gesprochen hast, Europa ist unser Kontinent und wir wollen auch hier eine führende Rolle übernehmen, ich möchte es jetzt nicht so unglaubwürdig klingen, aber das können wir, ja. Wir kommen aus einer Zeit, wo wir noch Wildscheiben hatten und wo wir begonnen hatten, eben über die Geschichte mit HTTPS ins Internet einzusteigen, Modem und so weiter, was wir da hatten, am Handy, Entschuldigung, am Festnetz angehängt und da gab es sowas wie BGB, wenn ihr euch erinnern könnt,

[54:52] das heißt Pretty Good Privacy, da hat man einfach noch auf Privatheit geachtet, nicht zu große Datenmengen zu schicken, nicht zu schimpfen, nett zueinander zu sein, das war so wirklich Harmonizing und das erste Erlebnis und die E-Mails untereinander und so, warum so schnell kann ich Brief verschreiben. Ja, es war ganz normal und das war auch absolut, man hat sich dann entschuldigt, wenn bei den anderen das Internet wieder abgestürzt ist, weil man irgendwie drei Wörter Dokumente weggeschickt hat und das ist heute alles nicht mehr der Fall. So, ich gehe jetzt zum Schluss, es gibt nämlich so ein kleines Geheimnis und da halte ich mal dieses Buch in die Kamera, das da Pauli schön zoomen kann, das hast du mir in die Hand gedrückt, warum hast du Zukunftsbilder als Lösungsansatz für eine Union mitgenommen? Dankeschön, das ist ein Buch, das im Senat der Wirtschaft

[55:59] und Senat der Wirtschaft für Europa entstanden ist, wo ich auch einen kleinen Beitrag geliefert habe. Mehr Europa wagen. Wir wollen einfach Europa wieder wettbewerbsfähig machen und es reicht nicht nur zu reden, zu debattieren, sich zu beschweren oder einfach schöne Ideen zu haben, man muss es machen, einfach nicht wissen, nicht nur wissen, sondern können. Und diese Initiative, die ich wirklich sehr, sehr begrüße, die kommt aus dem Senat der Wirtschaft und Senat der Wirtschaft für Europa, wie gesagt, die gehören zusammen. Und wir wollen auch aus diesem Kreis, ist auch eine sehr wertvolle Diskussion entstanden, was können wir tun für Europa, um einfach im Wettbewerb nachzuholen und sogar dort, wo es geht, auch Führerschaft zu übernehmen. Und so ist auch die Initiative entstanden für die Gründung eines Open Innovation European Institutes. Das Thema Open Innovation, dieses Konzept ist schon 20 Jahre alt, kommt von

[57:07] einem US-Professor und wurde aber mehr aus wirtschaftlicher Sicht initiiert, dass die Innovationsprozesse sich öffnen für externes Wissen, Wissen auch von anderen Firmen, dass man zusammenarbeitet, etwas, was wir wissen, sehr gut im Silicon Venue praktiziert wird. Nur in Europa haben wir wirklich dieses Konzept noch nicht richtig umgesetzt. Und es gibt auch wahre Gründe dafür. Die Gründe sind, wenn man auf die Karte von Europa schaut, Europa ist sehr vielfältig. Wir sind verschiedene Länder, wir haben Kulturen, Traditionen, Sprachen, die gibt es seit Tausenden von Jahren. Und unsere Frage jetzt ist, wie können wir diese Besonderheit von Europa jetzt zu unserem Vorteil machen? Und durch dieses Institut für Open Innovation, was eigentlich jetzt tatsächlich mehr auf Kair gesetzt wird, wollen wir Europa wieder vereinigen, und zwar im digitalen Raum. Und die Hauptidee dahinten steckt, genau diese Vielfältigkeit von Europa zusammenzuführen, und zwar wirklich auf eine

[58:27] strategische Art und Weise. Warum wir es bis jetzt nicht geschafft haben, wir haben in Europa, und das ist wirklich ein Alleinstellungsmerkmal von Europa, insbesondere von Deutschland, haben wir unsere stolze kleine mittelständige Unternehmen, unsere Hidden Champions. Die sind so einzelne Perlen, und wahrscheinlich alleine schaffen sie es nicht wirklich zu glänzen, aber wenn man sie wirklich in eine Perlenkette zusammenführt, dann bekommen sie eine neue Bedeutung. Wir wollen eine Perlenkette bilden mit unserem Open Innovation European hilft mit KI, in der Nutzung von KI, und dass wir gemeinsam wirklich nach dem Prinzip Win-Win unseren Mittlerstand, natürlich auch die großen Unternehmen, aber wir sehen besonderen Bedarf im Mittlerstand, die einfach zu befähigen, KI mehr spezifisch für deren Unternehmen schnell zu nutzen und auch zu gewinnen. Martin, die Schiffga hat jetzt sehr oft wir gesagt, wir machen das, wer ist wir, ist das wir, die Wissenschaft,

[59:37] sagt das vielleicht mal zu Beginn, nur ihr beide. Also wir sind Europa, die Deutschen sagten mal, wir sind Papst, als es mal einen Papst aus Deutschland gab, wir sind Europa, wir sind überkonfessionell, wir sind an keine Ethnien gebunden, was ja das Tolle ist, weil wir alle vereinen, das ist ja auch wichtig in Zeiten wie diesen, nicht gegenseitig aufeinander zu haken, sondern miteinander an einem Strang zu ziehen, denn wir sind Europa und der größte Wirtschaftsraum der Welt, den man sich nicht verkraulen sollte. Das ist einmal extrem wichtig. Also, du hast gesagt, wir reden heute über eine bestimmte Person nicht, das hat dieser Mann, den man in der Jugend offensichtlich ganz übel mitgespielt hat, dass er jetzt so liederlich ist und alle fertig machen will, darf er nicht vergessen. Was unter wir steht, ist ein Netzwerk an interessanten Menschen aus verschiedenen Nationen,

[60:47] die aus den verschiedensten Berufsgruppen, den verschiedensten Wissenschaftsbereichen kommen, und dieses Open Innovation Institute werden wir auch über die verschiedensten europäischen Konferenzen präsentieren, um hier in jedem Land einen Chapter zu haben. Ich habe das Glück, dass ich das in Österreich machen darf. Zuerst müssen wir mal eine Website machen und das Ganze noch auf Beine bringen, weil das ist noch ganz jung. Wir sind gerade in Gründung. In Gründung, und wenn wir das dann soweit haben, bist du der Erste, der es erfährt. Und wir dürfen dann auch verkaufen. Natürlich genauso. Auch dazu möchte ich sagen, Europa für uns ist nicht nur die Europäische Union. Wir sprechen über Europa als Kontinent und wir werden uns freuen, wenn wirklich alle europäischen Länder hier auch vertreten werden. Der Sitz ist, versteht sich bei mir am Carlser Institut für Technologie und wir werden aber solche Chapter in

[61:54] verschiedenen europäischen Ländern haben, die dann auch die Flexibilität und Freiheit haben werden, landesspezifisch dieses Thema voranzutreiben. Im wahrsten Sinne des Wortes Netzwerk, aber sogar Meeresnetzwerk. Wir wollen auch ein Ökosystem schaffen. Und der Unterschied zwischen Netzwerk und Ökosystem ist, dass im Ökosystem entstehen verschiedene Interaktionen, also man arbeitet zusammen und das Wissen bleibt im Ökosystem. In einem Netzwerk geht es wirklich um Kommunikation. In einem Ökosystem geht es wirklich um Generierung von Mehrwert. Wir wollen gemeinsam etwas aufbauen, weil wir Wissen und Daten aufbauen, die bei uns in unserem Ökosystem bleibt. Ja, liebe Hörerinnen und Hörer, Seherinnen und Seher, eigentlich so richtig mit einer Faden, da spricht schon wieder jemand über KI begonnen. Auf einmal würden wir mit unserem europäischen Herzen am liebsten laut aufschreien und sagen Gemma, Gemma wie beim Fußball und dass ihr uns diese Stimmung hier gebracht habt. Und natürlich das

[63:08] Open Innovation European Institute wird sich hoffentlich an uns melden, werden wir mehr erzählen und zeigen können. Aber in diesem Sinn, dass ihr dahinter euch sogar blau beleuchten lasst. Ich sage ja, Europe comes today. Ich bedanke mich einmal bei dir ganz herzlich lieber Martin fürs Kommen und ganz besonders auch bei dir liebe Schivka Ovtscharova, dass du dich in den Fliegel gesetzt hast, da irgendwo im Nirgendwo von Wien gelandet bist. Ich hoffe, du, ihr habt es genossen. Ich habe es auf jeden Fall. Absolut, herzlichen Dank. Vielen herzlichen Dank, lieber Christoph. Wir kommen wieder. Okay, und ihr schaut zu.

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