Impulse für Europas Innovationszukunft: TU Austria und TU9

Bild: © Olivia van der Beken
Anastasios Kentarchos (Advisor to the Director at the Common Policy Centre DG RTD), Jens Schneider (Präsident TU Austria und Rektor TU Wien), Angela Ittel (Präsidentin TU Braunschweig), Peter Middendorf (Rektor Universität Stuttgart und TU9-Co-Präsident), Andrea Höglinger (Vizerektorin für Forschung TU Graz), Mattias Björnmalm (Generalsekretär CESAER), Maive Rute (Deputy Director-General DG GROW), Inken Dose (Stellv. Geschäftsführerin TU9) , Elke Standeker (Generalsekretärin TU Austria) und Gerhard Kramer (Vizepräsident für Forschung und Innovation TUM)

Technische Universitäten fokussieren Chancen und Herausforderungen des zehnten EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation (2028-2034)

Am 2. März 2026 folgten rund 100 hochrangige Vertreter*innen aus dem EU-Parlament und EU-Institutionen, europäischen Universitätsverbänden sowie der Wirtschaft der gemeinsamen Einladung von TU9.

Im Zentrum standen die laufenden Verhandlungen zum nächsten EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (FP10), die angestrebte Verzahnung mit dem geplanten Europäischen Wettbewerbsfonds (ECF) sowie die Frage, wie technische Universitäten ihre Rolle als Brückenbauer zwischen Grundlagenforschung, industrieller Anwendung und gesellschaftlichem Nutzen künftig weiter stärken können.

Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig und TU9-Co-Präsidentin, sowie Peter Middendorf, Rektor der Universität Stuttgart und TU9-Co-Präsident, betonen:
Als starke Netzwerke technischer Universitäten in erfolgreichen Innovationsökosystemen setzen wir uns für ein eigenständiges, international anschlussfähiges FP10 ein. Es ist Europas wichtigstes Instrument für exzellente und kooperative Forschung und Innovation. Zusammen mit Erasmus+, dem Europäischen Wettbewerbsfonds und guten Verbindungen zwischen diesen Instrumenten stärkt es die Wettbewerbsfähigkeit der EU nachhaltig. Dazu gehört auch, dass Europa Talente anzieht und hält. Unsere forschungsbasierte Bildung, die Ausbildung von Doktorand*innen und das lebenslange Lernen sind dabei klare Wettbewerbsvorteile.“

Jens Schneider, Präsident von TU Austria und Rektor der TU Wien, ergänzte:
„Um Europas technologische Souveränität langfristig zu sichern, braucht es konsequente Investitionen in Forschung, Talente und Innovationsräume. Technische Universitäten stehen bereit, ihre Expertise und ihre starken Partnerschaften einzubringen, damit FP10 und ECF gemeinsam einen spürbaren Mehrwert für Wissenschaft und Wirtschaft schaffen.“

Technische Universitäten: Innovation, Exzellenz und europäische Wettbewerbsfähigkeit im Fokus

Das hochkarätige Programm umfasste Keynotes von Maive Rute, Deputy Director-General DG GROW, sowie Anastasios Kentarchos, Advisor to the Director at the Common Policy Centre DG RTD. Beide betonten die Bedeutung einer engen Abstimmung zwischen EU-Forschungsprogramm, industrieller Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiger Wertschöpfung in Europa.

In der folgenden interaktiven Diskussion – moderiert von Mattias Björnmalm (Generalsekretär von CESAER) – diskutierten Angela Ittel, Jens Schneider, Maive Rute, Anastasios Kentarchos und Expert*innen aus dem Publikum zentrale Fragen zu FP10 und ECF, darunter:

  • wie FP10 zum Motor für technologisches Wachstum und europäische Resilienz werden kann
  • welche Rolle der ECF zur Stärkung europäischer industrieller Kapazitäten spielen soll
  • wie Exzellenzförderung, Missionsorientierung und geopolitische Herausforderungen ausbalanciert werden können
  • welche Instrumente notwendig sind, um Technologietransfer, Deep-Tech-Start-ups und innovative Ökosysteme europaweit zu stärken
  • wie technische Universitäten ihre besondere Rolle als Forschungspartner, Ausbilder hochqualifizierter Talente und Innovationsbeschleuniger systematisch einbringen können.

Notwendige Handlungen für strategische Wettbewerbsstärkung

Die Teilnehmenden hoben hervor, dass nur ein stark finanziertes, kohärent strukturiertes und strategisch abgestimmtes Zusammenspiel von FP10 und Europäischem Wettbewerbsfonds Europas Innovationskraft weiter steigern und die globale Wettbewerbsfähigkeit sichern kann. Einigkeit bestand darin, dass Europa fortschrittliche Technologien in strategischen Bereichen braucht. Die Verbindung von Spitzenforschung mit realen Anwendungsmöglichkeiten ist ein wichtiger Weg, um dies zu erreichen.

Dabei sind Technische Universitäten starke Partner, können sie doch auf über zweihundert Jahre Erfahrung zurückgreifen. Die Präsidien von TU Austria und TU9 sind sich einig: „Wir sind uns der Dringlichkeit und Bedeutung der vor uns liegenden Herausforderungen voll bewusst und bereit, unsere Anstrengungen verstärken und unseren Beitrag zu leisten.“

Über TU Austria

Die TU Austria ist eine 2010 von der Technischen Universität Wien, der Technischen Universität Graz und der Montanuniversität Leoben gegründete Allianz der technischen Universitäten Österreichs. Seit 2025 verstärken die Universität für Bodenkultur Wien, die Technisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz und die Fakultät für Technische Wissenschaften der Universität Innsbruck die TU Austria als assoziierte Mitglieder..

Über TU9

TU9 ist die Allianz führender Technischer Universitäten in Deutschland: RWTH Aachen, Technische Universität Berlin, Technische Universität Braunschweig, Technische Universität Darmstadt, Technische Universität Dresden, Leibniz Universität Hannover, Karlsruher Institut für Technologie, Technische Universität München und Universität Stuttgart.

Website: https://www.tu9.de

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