Hinter MILA, dem “Mitmach Supermarkt” steht eine Genossenschaftsidee, die in Europa zunehmend Aufmerksamkeit bekommt: Lebensmittelhandel als gemeinschaftlich organisierte Infrastruktur.
Supermärkte funktionieren normalerweise nach einem einfachen Prinzip.
Eine Zentrale entscheidet. Filialen verkaufen. Kundinnen und Kunden kaufen.
Der Mitmachsupermarkt MILA in Wien-Meidling funktioniert anders: Hier gehört der Supermarkt den Menschen, die dort einkaufen.
Ein Supermarkt als Gemeinschaftsprojekt
Hinter MILA steht eine Genossenschaftsidee, die in Europa zunehmend Aufmerksamkeit bekommt: Lebensmittelhandel als gemeinschaftlich organisierte Infrastruktur.
Mitglieder können nicht nur einkaufen, sondern auch mitarbeiten, mitentscheiden und das Projekt finanziell mittragen. Was zunächst wie ein Experiment klang, ist heute eine Erfolgsgeschichte. Seit der Eröffnung ist der Mitmachsupermarkt deutlich gewachsen – ein Zeichen dafür, dass viele Menschen nach neuen Formen des Einkaufens suchen.
Eine, die diesen Weg von Anfang an begleitet hat, ist Brigitte Reisenberger, Sprecherin von MILA:
Ein Spaziergang durch die Regale
Wer mit Reisenberger über MILA spricht, merkt schnell: Dieser Supermarkt ist mehr als ein Geschäft. Er ist ein Ort der Begegnung. Im Podcast nimmt sie die Hörerinnen und Hörer mit auf einen gedanklichen Rundgang durch den Markt in Wien-Meidling. Durch Regale mit regionalen und biologischen Produkten, durch internationale Spezialitäten – und durch die Geschichten der Menschen hinter den Produkten.
Denn das Sortiment entsteht nicht in einer Konzernzentrale.
Es entsteht durch Diskussionen innerhalb der Gemeinschaft. Welche Produkte sollen ins Regal?
Was ist regional, was ist fair produziert? Und was passt nicht zum Anspruch der Genossenschaft?
Solche Fragen werden bei MILA gemeinsam entschieden.
Mitmachen statt nur einkaufen
Der entscheidende Unterschied liegt jedoch nicht im Sortiment. Er liegt im Prinzip des Mitmachens. Mitglieder können im Markt mitarbeiten, Schichten übernehmen oder organisatorische Aufgaben übernehmen. Andere unterstützen das Projekt finanziell oder bringen Ideen für neue Produkte und Initiativen ein. So entsteht ein System, das nicht nur wirtschaftlich funktioniert, sondern auch soziale Wirkung entfaltet.
Ein Beispiel dafür ist der sogenannte SOLI-Topf, der Menschen unterstützt, die sich Lebensmittel sonst schwer leisten könnten.
Warum Paris eine große Rolle spielt, welche Dienste nicht so sehr gemocht werden und warum mache Maschinen heiß geliebt werden, erfahrt ihr im Podcast.
Good People. Good Stories.




