Wenn Erfolg die eigenen Werte zerreibt, hilft kein neuer Pitch
Internationale Kunden, Büros in London, San Francisco und Manila, ständig neue Aufträge: Mario Alonzo-Debout hatte vieles erreicht, was in der Werbebranche als Erfolg gilt. Im Gespräch erzählt er, warum dieser Höhenflug trotzdem an Grenzen führte – und wie eine alte Mühle im Südburgenland Nachhaltigkeit wieder konkret machen soll.
Irgendwann saß Mario Alonzo-Debout wieder einmal am Flughafen. Rundherum erschöpfte Menschen, dazwischen er selbst. Der Blick in den Spiegel brachte eine einfache Erkenntnis: Er sah genauso fertig aus wie die anderen. Die Business-Class-Flüge nach San Francisco, Termine bei großen Technologieunternehmen und internationale Verantwortung hatten ihren Glanz verloren.
Der Unternehmer war damals längst dort angekommen, wo er als junger Kreativer hinwollte. Seine Agentur arbeitete für einen globalen Kunden, wuchs über Wien hinaus und eröffnete Standorte in London, San Francisco und Manila. Das Problem war nicht fehlender Erfolg. Es war die Frage, wie lange sich dieser Erfolg noch mit den eigenen Ansprüchen vereinbaren ließ.
Ein Höhenflug mit begrenztem Treibstoff
Alonzo-Debouts beruflicher Weg begann mit digitalen Werkzeugen. Als Jugendlicher gestaltete er Webseiten und Flyer, später kam er über ein Praktikum in eine Werbeagentur. Weil digitale Kommunikation gerade erst an Bedeutung gewann, konnte er früh Verantwortung übernehmen. Mit 23 gründete er seine erste Digitalagentur, später folgte RDB, deren Name und Robin-Hood-Idee bereits einen sozialen Anspruch trugen.
Der internationale Durchbruch kam über einen zunächst überschaubaren Auftrag. Die Agentur sollte Social Media für eine philippinische Zielgruppe im englischen Markt entwickeln. Statt eine gewöhnliche Präsentation abzuliefern, arbeitete sich das Team tief in die Lebenswelt dieser weltweit verstreuten Community ein. Der Auftrag führte zu weiteren Märkten und immer größeren Aufgaben.
Der Aufstieg hatte allerdings einen Preis. Calls am späten Abend, unterschiedliche Zeitzonen und die Verantwortung für rund 40 Beschäftigte ließen kaum Raum zum Nachdenken. Alonzo-Debout beschreibt ein Muster, das viele Unternehmerinnen und Unternehmer kennen: Man sagt immer wieder Ja, bis man merkt, dass ein Nein längst notwendig gewesen wäre. Talent und Energie können viel auffangen. „Aber der Sprit ist begrenzt“, sagt er im Gespräch.
Wenn Purpose und Geschäftsalltag auseinandergehen
RDB wollte wirtschaftliche Arbeit mit sozialer Wirkung verbinden. Die ursprüngliche Idee war, einen Teil des Gewinns für soziale Projekte und Organisationen einzusetzen, die sich professionelle Kommunikation sonst nicht leisten könnten. Die Agentur unterstützte unter anderem den Tierschutz, Aufforstungs- und Bildungsprojekte. Alonzo-Debout investierte auch in Unternehmen mit sozialem oder ökologischem Anspruch.
Gleichzeitig blieb das Tagesgeschäft von den Vorgaben eines großen Konzerns abhängig. Das Team war wegen des versprochenen Purpose gekommen, arbeitete aber häufig an klassischen Werbeaufgaben. Nach innen wollte Alonzo-Debout ein menschliches Unternehmen führen. Von außen wirkten hoher Leistungsdruck und harte wirtschaftliche Entscheidungen auf die Organisation ein.
Diese Spannung ließ sich nicht durch eine bessere Kampagne auflösen. Alonzo-Debout räumt im Podcast ein, die Beschäftigten nicht ausreichend vor diesem System geschützt zu haben. Als Geschäftsführer stand er zwischen seinem Anspruch, mit der Arbeit etwas zu verändern, und der Verantwortung, Aufträge und Arbeitsplätze zu sichern. Der Versuch, alles allein zusammenzuhalten, wurde selbst zum Teil des Problems.
Die Pandemie macht die Leerstelle sichtbar
Den tatsächlichen Richtungswechsel brachte die Pandemie. Das internationale Geschäft kam vorübergehend zum Stillstand. Alonzo-Debout saß in seiner Wohnung im dritten Wiener Bezirk, telefonierte in Videokonferenzen mit der ganzen Welt und ging danach mit den Hunden auf die Straße. Die räumliche Enge und die abstrakte digitale Arbeit passten plötzlich nicht mehr zu dem Leben, das er führen wollte.
Gemeinsam mit seiner Frau suchte er nach einem Ort, an dem sich mehrere lange vorhandene Interessen verbinden ließen. Sie engagiert sich im Tierschutz und träumte von einem Gnadenhof. Ihn beschäftigten Gärtnern, Architektur, Geschichte und nachhaltiges Unternehmertum. Im Südburgenland fanden sie eine alte Mühle mit mehreren Gebäuden und viel Grund. Sie kauften das sanierungsbedürftige Anwesen 2020 und nannten das Projekt Mayers Sanctuary.
Die Mühle soll kein Rückzug aus unternehmerischer Verantwortung werden. Alonzo-Debout will sein bisheriges Wissen anders einsetzen. Kommunikation steht weiterhin am Ende des Prozesses, aber nicht mehr am Anfang. Zuerst kommen der Zweck eines Unternehmens, seine Wirkung und die Frage, wie Nachhaltigkeit tatsächlich im Betrieb verankert werden kann.
Nachhaltigkeit muss wieder spürbar werden
In Besprechungsräumen erlebte Alonzo-Debout, wie Nachhaltigkeit auf Berichte, Folien und zusätzliche Pflichten zusammenschrumpfte. Ein Thema, das für ihn eng mit der Wertschätzung des Lebens verbunden ist, wurde für viele Beteiligte trocken und mühsam. Mayers Sanctuary soll diese Distanz verkleinern.
Geplant sind Workshops, Coachings, Seminare und Retreats. Nach dem theoretischen Teil sollen die Teilnehmenden hinausgehen, Wasser, Boden und Pflanzen direkt erleben, im Permakulturgarten Lebensmittel ernten und gemeinsam kochen. Die Mühle soll zudem als Büro- und Seminarzentrum dienen. Unternehmerinnen, Innovatoren und Menschen, die für einige Tage konzentriert arbeiten wollen, sollen dort Raum und Austausch finden.
Dazu kommt der Tierschutz. Nutztiere, die nicht mehr gebraucht werden, sollen am Hof einen Platz bekommen. Auch die Gewässerökologie rund um die Mühle ist Teil des Vorhabens. Die Verbindung von Mensch, Tier und Natur ist damit keine nachträglich ergänzte Erzählung, sondern bestimmt, was am Standort gebaut und angeboten werden soll.
Regionalität ist keine romantische Abkürzung
Der Wechsel von San Francisco ins Südburgenland löst nicht automatisch alle Widersprüche. Gerade am geplanten kleinen Wasserkraftwerk zeigt sich, wie anspruchsvoll nachhaltige Umsetzung wird. Energieautarkie, Fischaufstieg, Schutz heimischer Arten, behördliche Auflagen und unterschiedliche Interessen müssen zusammengebracht werden. Für ein kleines Vorhaben sitzen laut Alonzo-Debout rasch zahlreiche Parteien am Tisch.
Auch regional wartet niemand darauf, dass ein Unternehmer aus Wien mit fertigen Antworten kommt. Alonzo-Debout spricht deshalb von einem vorsichtigen Herantasten. Er sucht Gespräche mit regionalen Institutionen und Betrieben und will sein Wissen zur Verfügung stellen, ohne der Region eine importierte Vision überzustülpen.
Genau darin liegt der Unterschied zu seinem früheren Höhenflug. Mayers Sanctuary soll nicht möglichst schnell möglichst groß werden. Vorhandene Gebäude werden genutzt, Eingriffe in das Ökosystem sollen begrenzt bleiben, ein großes Seminarhotel ist ausdrücklich nicht geplant. Wirkung entsteht hier nicht durch Reichweite allein, sondern durch Entscheidungen am konkreten Ort.
Am Ende des Gesprächs verbindet Alonzo-Debout Nachhaltigkeit mit Wertschätzung für das Leben und mit dem Eingeständnis, dass der Mensch nicht über allem steht. Das ist weniger eine Managementdefinition als eine Korrektur seiner eigenen Laufbahn. Erfolg bleibt für ihn mit Begeisterung und Unternehmertum verbunden. Nur soll der nächste Schritt nicht wieder über die eigenen Grenzen, die Mitarbeitenden oder die Umgebung hinwegführen.
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[00:00] Hallo und gratuliere dir! Du bist bei Forerunners Network gelandet. Good People, Good Stories statt täglich neuer Skandale. Also, besuche unsere Homepage. Dort triffst du viel mehr gute Dinge als sonst irgendwo. Lösungen, Ideen und Innovationen, Masterclasses und die besten Stories zum Wandel. Werde auch du ein Forerunner und besuche uns auf forerunners.network. Und jetzt viel Spaß beim Podcast. Wie sieht die Infrastruktur von morgen in Österreich aus? Straßen, Schienen, digitale Netze, aber auch Energieversorgung und Bildung. Wer sind die Menschen, die heute schon an morgen denken? Welche Herausforderungen warten auf uns? Und in welche Richtung wollen wir uns bewegen? Sei dabei und lass uns unsere Zukunft gemeinsam gestalten. Auf Forerunners Network der ESG und Infrastruktur Plattform. Herzlich Willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer, Seherinnen und Seher von Forerunners Network. Was macht Robin Hood eigentlich im Burgenland? New Work, New Life, New Balance, unser heutiger Podcast und Videocast, führt uns ganz einfach durch ein Menschenleben und in ein ganz, ganz neues Projekt, das wir als erstes hier vorstellen.
[01:22] Ja, und der Mann, der dahinter steckt, ist heute bei mir im Studio. Herzlich Willkommen, Mario Alonso de Buu. Ja, hallo Christoph, danke, dass ich da sein darf. Bin wahnsinnig beeindruckt von dem, was ihr da aufgebaut habt. Sondern es ist mir eine Ehre, dass wir gemeinsam heute ein neues Projekt und in unseren gemeinsamen neuen Projekten eintauchen dürfen. Schön da zu sein. Wer weiß, was noch alles passiert mit uns beiden. Ich habe in der Vorbereitung geschrieben, warum das Burgenland, wenn du San Francisco haben kannst, wo Scott McKenzie drüber gesungen hat. Wir sprechen mit einem Unternehmer, der in mehreren Ländern unterwegs war, der einem Kunden, der gefolgt ist, Herausforderungen angenommen hat. Und der schlussendlich jetzt einmal den Zickenbach, den Pazifik vorzieht. Klingt eigentlich wie ein Antitraum, scheint aber ein ganz, ganz großer Traum zu sein. Mario, erzähl uns einmal, das ist die Frage, die alle hassen, vom Gitterbett bis hierher ins Studio.
[02:33] Wie war dein Weg bislang? Wie ist das überhaupt, wie ist das passiert? Das ist eine sehr gute Frage. Also ich bin aufgewachsen, mein Vater ist Franzose, meine Mutter ist Niederösterreicherin aus Glocknitz. Paris und Glocknitz, zwei Weltmetropolen, die aufeinander getroffen sind. Ich bin in Wien im zweiten Bezirk aufgewachsen und bin sehr früh schon durch Kreativprozesse oder durch die Kreativindustrie, aber auch durch das Gesundheitswesen und die soziale Arbeit, die meine Mutter gemacht hat, inspiriert worden. Mein Vater war Illustrator, hat auch ein paar Sachen für den Dämmler gemacht, wie er gekommen ist und so. Und ich selber war nicht so begabt im Zeichnen, aber dann, so wie ich 13, 14 war und wir haben vorher kurz darüber gesprochen, wie schön es war, nicht unbedingt mit dem Internet aufzuwachsen oder mit den digitalen Dingen. Ich bin genauso in die Zeit hineingefallen, wo das Digitale aufgekommen ist,
[03:28] aber man sich trotzdem noch draußen getroffen hat und Fußball gespielt hat. Und der Computer hat mir irgendwie ermöglicht, so mit 13, 14 sehr autodidaktisch meine Leidenschaften zu erforschen, wenn du so möchtest. Und da war irgendwie durch American Football und mein Bruder Tourismus gemacht und so. Da war irgendwie so Markenwelten und Events und irgendwie, das war alles super cool. Und dann habe ich mit Flash, Photoshop und Illustrator damals angefangen und habe so für Onkel und Tanten und Freunde Webseiten gemacht und war so irgendwie der Erste, der so ein bisschen in Richtung Flyer, Grafikdesign schon relativ früh was gemacht hat. Und irgendwie war immer schon der Traum da, irgendwas Cooles auf die Beine zu stellen. Ich war mir damals noch nicht so bewusst, was das ist. Ich weiß nicht, ob es heute auch schon genau weiß, was es ist. Ich glaube, das ist immer was, was sich evoved oder was sich weiterentwickelt.
[04:24] Und dann kam so die Frage, was mache ich jetzt mit diesem Talent? Und so haben wir uns ja dann auch kennengelernt. War irgendwie die Freundin, die damalige Freundin von meinem Bruder, der Matthias van Baan, war Kreativdirektor bei euch in der Draft. Und hat gesagt, ja, magst du nicht ein Praktikum bei uns machen? Und ich kann mich noch gut erinnern, dass ich keine Ahnung hatte, was eine Werbeagentur macht. Ich bin kommen, glaube ich, zum Vorstellungsgespräch damals im Anzug. Und der Patrick Bartl ist gekommen mit Flipflops, kurzer Hose und T-Shirt. Da habe ich schon gewusst, okay, ich kenne mich aus. Patrick, herzliche Grüße von mir. Ja, ganz liebe Grüße, Patrick. Danke. Er hatte viel Einfluss auch auf meine Karriere. Und ich schätze ihn nach wie vor wahnsinnig. Und genau, dann war ich auf einmal in einer Werbeagentur und habe gesehen, wie das dort passiert.
[05:12] Und hatte großartige Menschen um mich, eben von Andi, Gesierich, Patrick Bartl, der Tolga, du, Erich Vagel. Also es war eine super Zeit damals eigentlich. Die Draft war eine tolle Agentur. Wobei, ich muss mich gleich freisprechen von jeglicher Art von Werbung. Ich bin Eventler. Vom Herzen. Und genau, und dann hat sich wie so oft irgendwie alles glücklich gefügt. Und dadurch, dass ich halt digital geprägt war und in eine Zeit hineingefallen ist, wo das alles gerade aufgekommen ist. Web 2.0, Social Media, was auch jemand immer das nennen möchte. Und dadurch eher die älteren Herren waren, die Klassikwerbung gemacht haben. Hatte ich schon sehr, sehr früh die Chance, an tollen Projekten zu arbeiten und war halt immer der, der digitalen Konzepte dazu gemacht hat. Und so habe ich an tollen Marken gearbeitet und habe die Werbelandschaft und dieses ganze Weltenschaffen wahnsinnig spannend gefunden.
[06:11] Und habe es auch sehr geliebt. Und dann kam irgendwann der Moment, wo der damalige Geschäftsführer die Agentur verlassen hat. Und für mich war eh immer schon klar, die… War das der Riccardo? Nein, das war der Rudi damals. Als der Rudi von der FCP zur GGK gegangen ist. Okay. Genau. Und für mich war eigentlich eh immer klar, das Angestelltentum an sich ist nicht meins. Und dann hat sich die Chance ergeben, weil es in der damaligen Agentur der GGK keine Digitalabteilung gab, zu sagen, okay, vielleicht können wir was gemeinsam tun, wo wir das Digitalgeschäft für diese Riesenagentur bedienen. Und so kam dann eigentlich die erste große Gründung und der erste richtige Schritt in die erwachsene Selbstständigkeit, wenn man so möchte, mit 23 mit unserer ersten Digitalagentur der Home. Da kannst du dich vielleicht noch erinnern. Ah ja, legendäre. Die legendäre Home. Genau, zuerst Marieferstraße.
[07:07] Home without a home, weil ich war ja bei einer PA-Agentur unterfamilie. Wir waren zuerst und dann hatten wir aber im ersten Bezirk auch wieder ein super prätentiöses Büro und Hauptsache Schein und weniger sein. Und da war eigentlich die Idee und da hat sich schon so das erste Mal bei mir irgendwie gespalten. Da war die Idee hinter Home, war eigentlich ein sicheres Zuhause für die digitale Welt. Und es ist aber so abgerutscht in alles, was ich an der Werbebranche nicht schätze. Sehr chauvinistisch, sehr prätentiös und wenig Substanz. Und da habe ich dann nach zweieinhalb Jahren gesagt, ich liebe, was ich tue, Welten bauen, Marken schaffen. Aber wie wir es tun und wie wir miteinander umgehen, widerspricht den Prinzipien, die mir meine Mutter mitgegeben hat. Und sicher auch die revolutionistischen Aspekte, die mir mein Vater mitgegeben hat. Und dann habe ich gesagt, ich probiere es nochmal.
[08:02] Ich möchte in der Branche bleiben. Aber wenn dann nur auf meine Art. Und so kam dann irgendwann der Traum von Robin Hood. Der ist tatsächlich irgendwann erschienen. Und dann gab es mehrere Insights, wieso ich das so gemacht habe, wie ich es geplant habe. Und dann kam die Robin de Bois, auch eine Hommage an meinen Vater. Und Robin Hood auf Französisch kam die RDB-Agentur. Das war so der große Durchbruch eigentlich in meiner Karriere und die letzten 15 Jahre sehr, sehr prägend. Okay, und dann seid ihr ja auf einmal international geworden. Ja, Wahnsinn. Was ja relativ unwahrscheinlich ist von einer österreichischen Agentur aus. Bei uns gibt es, um das zu erklären, einige Platzhirschen, die schon seit Jahren oder Jahrzehnten eben den Markt dominieren. Mit der digitalen Zeit sind einige dazugekommen. Aber nur wenige sind eigentlich von Österreich ins Ausland gestartet. Und ich glaube, bei dir warst du bis damals einem Kunden auch nachgefolgt, weil der gesagt hat, Arbeit gut, komm mit.
[09:07] Genau. Also es war, das internationale Arbeiten war mir immer, war sicher immer eine Sehnsucht von mir. Also wenn ich was tue, dann möchte ich es auf einem sehr hohen Niveau machen. Und da ist natürlich, wie die Amerikaner mit Marketing und Werbung umgehen, nochmal ein, sicher ein anderes Niveau. Und auch durch das American Football, was ich vorher erwähnt habe, eine Super Bowl Ad zu machen, ist natürlich die Königsdisziplin. Und es war mir irgendwie immer klar, also wenn ich es mal schaffe, in Amerika was zu tun, in den USA, das war so ein, wenn man möchte, ein Wunsch von mir oder eine, war immer schon ein bisschen ein Ziel. Und wie es dann passiert ist, war vollkommen skurril wieder. Es war, wir waren, glaube ich, ein Jahr am Markt. Und es war sehr schön, weil auch einige Kunden mit mir mitgegangen sind, die quasi mit mir persönlich und meinen Werten verhaftet waren.
[10:05] Und das waren aber eher kleine Player, das waren die Casinos, also klein, das waren die Casinos Austria und die Megacard für die Bank Austria haben wir betreut. Und das waren wirklich schöne Sachen, aber waren halt keine großen, keine großen Budgets. Und ich kann mich auch erinnern, und du kennst das ja auch als Unternehmer, es war immer ein bisschen knapp und man hat halt geschaut von Monat zu Monat, wie es kommt. Und dann kam irgendwie ein Anruf, weil unser Entwickler mit einem Freund Skifahren war. Also so viel auch zu, du musst die perfekte Positionierung machen und auf Google Ads investieren. Die waren gemeinsam Skifahren und der war dann gerade Head of Content für Western Union. Western Union ist ein großer, kennt man vielleicht von den Bahnhöfen und von… Zahlungsdienstleister. Genau, Zahlungsdienstleister, die global Menschen ermöglichen, ihr Geld zurück nach Hause zu schicken.
[10:53] Und durch den Hikmet Ersek, den Geschäftsführer, der auch ein Austertürker ist, war irgendwie Wien damals noch ein Zentrum für Western Union. Und er war, glaube ich, quasi dann zuständig dafür, Content und Digitalisierung in Europa voranzutreiben. Und er hat dann angerufen und hat gesagt, macht ihr Social Media? Da haben wir gesagt, ja, macht ihr Social Media auf Englisch? Yes. Könntet ihr Social Media für den englischen Markt für die philippinische Zielgruppe machen? Und dann war es so, ja. Nichts leichter als das. Ja, nichts leichter als das. Selbstverständlich. Aber es war natürlich für uns eine unfassbare Möglichkeit. Das Budget war nicht groß, aber wir haben gesagt, wir hängen uns da voll rein. Und hat auch meine Liebe zu Sprachen natürlich wieder geweckt. Also ich bin sehr… Ich muss dich noch kurz unterbrechen, jetzt aus Interesse. Was war denn damals die Social Media Landschaft?
[11:45] Es war ganz stark Facebook. Also das war klar dadurch, dass wir quasi eine globale, möglichst viel globale Reichweite. Und das ist sehr spannend bei Western Union, weil du nicht… Du sprichst nicht ein Land an oder eine gewisse Zielgruppe. Du sprichst Diasporas an, was ich sehr geliebt habe, mit dem Kunden zu arbeiten. Das heißt, du musst eine gewisse Strategie für die philippinische Zielgruppe entwickeln. Die sind über die ganze Welt. Das heißt, da sprichst du quasi die gleiche Zielgruppe an, die in Wien, London, Manila, San Francisco sitzt. Und die auch eine ganz eigene Geschichte haben. Und das war natürlich hochinteressant. Und wir haben uns dann unfassbar hineingesteigert und haben, glaube ich, eine Doktorarbeit darüber geschrieben, über die philippinische Businesskultur und wie die Social Media und Geldtransfer zusammensetzt. Was der geschichtliche Hintergrund ist. Und haben dann, glaube ich, wirklich eine der… Also bis heute noch, muss ich sagen, eine der tollsten Präsentationen gemacht.
[12:37] Weil wir haben quasi nicht mit PowerPoint, sondern wir haben die ganze Präsentation auf Facebook gemacht. Das heißt, die haben eine Page bekommen und jede Slide war in Facebook-Posting. Und sie konnten gleichzeitig mobil am Handy durchgehen, anstatt dass wir quasi vor der PowerPoint sitzen. Das hat dann mächtig Eindruck gemacht und wir haben den Auftrag gewonnen. Das war so der Kickstart zu einer Geschichte, die ich bis heute, glaube ich, nicht verarbeitet habe. Also bin noch immer dabei zu sagen, was ist da die letzten zehn Jahre eigentlich mit mir, mit uns passiert. Und genau, und war dann sehr schön, weil… Und ihr seid dann international immer mehr angefragt worden. Ja. Und von dem Kunden seid ihr dann dort, dort, dort. Und ihr habt euch quasi so wie der Co-Trainer mit dem Jose Mourinho mitbewegt und eine gemeinsame Geschichte geschrieben. Welche Länder kamen dann dazu?
[13:27] Also es hat gestartet mit dem englischen Markt und dann ist sehr schnell quasi das Head Office in San Francisco auf uns aufmerksam geworden. Ich habe gesagt, aha, die Agentur denkt anders, arbeitet anders. Das ist genau das, was wir jetzt brauchen. Was dann skurril war, dann bist du quasi aus Wien nach San Francisco geflogen, um über Social Media zu sprechen. Und das war so, da müsste es doch tausende andere da geben. Was macht der Junge aus dem zweiten Bezirk da jetzt beim Fortune 500 Unternehmen in San Francisco? Aber ich glaube, was uns ausgemacht hat, war, die Grundidee von der RDP, von Robin Hood, war ja quasi zu sagen, wir möchten mit dem, was wir tun, was Gutes tun. Und die Ursprungsidee war ja quasi, Profitkunden mit Non-Profit-Organisationen zusammenzukommen. Und der Robin Hood-Gedanke dahinter war, anstatt, dass wir 20 Prozent an irgendeiner IPG oder Holding abgeben,
[14:19] nutzen wir diese 20 Prozent für soziale Projekte und für Kunden, die sich sonst nicht leisten können. Also da war dieser Gerechtigkeitsgedanke dahinter. Und das war damals ein bisschen vor seiner Zeit und das haben die Profitkunden nicht ganz verstanden. Wir haben gesagt, wir haben eher eine CSR-Abteilung, was hat das mit Marketing zu tun? Zahlen wir dann 20 Prozent mehr? Kapieren wir nicht, brauchen wir nicht. Aber diese Ideologie war in dann tatsächlich unserer Arbeit verankert. Und das war gerade zu dem Beginn, wo das ganze Thema Purpose aufgekommen ist und Purpose-Driven Storytelling. Und da waren wir einfach zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Und so war auch die erste Kampagne dann eigentlich, wo wir gesehen haben, Eigentlich geht es darum, dass Western Union Home March trägt an die unfassbare Leistung, die philippinische Mütter erbringen. Die gehen nämlich im Alter von 20, 25 ins Ausland, lassen ihr Kind bei den Großeltern,
[15:12] verdienen ihr Geld in wirklich harten Jobs wie Krankenschwester, Pflege oder die Männer auf den Booten als Matrosen oder als Construction Workers in Dubai und tun alles, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen und schicken bis zu 80 Prozent ihres Gehalts zurück. Und sehen ihre Kinder teilweise fünf bis zehn Jahre nicht. Und weil diese Bildung so wichtig ist, haben wir dann damals die erste große Kampagne gemacht für England, wo wir die Mütter in London besucht haben und die Kinder in den Philippinen und quasi Geschichten erzählt haben von diesen Familien. Und dann die Auflösung war ein großes Graduation-Dinner, wo wir digital gleichzeitig zugeschaltet haben, die Mütter in London und die Kinder in San Francisco, in Manila, die gerade ihre Schule abgeschlossen haben. Und die große Überraschung war ein Flugticket zurück nach Hause für die Mütter. Und das war natürlich hoch emotional und war eine super schöne Kampagne mit viel langen Videocontent
[16:11] und wirklich schönem Storytelling. Und da haben die Amis gesagt, das brauchen wir auch. Und da waren damals sehr, mit denen ich auch wirklich nach wie vor tief verbunden bin, tolle Menschen in dieser Abteilung. Und die haben gesagt, wir glauben an dich und die haben uns eigentlich hochgepusht. Also wir sind gar nicht nachgekommen, wir konnten gar nicht so schnell wachsen, wie die uns neue Aufträge gegeben haben. Und gesagt haben, wollten sie die globale Lead-Agentur für Social Media von Western Union sein. Habt ihr auch da Ja gesagt? Ja. Du kennst es eh in dem Geschäft, es ist so schwierig, Nein zu sagen. Weil wenn du Nein sagst, dann fällt der andere Auftrag auch wieder, bist du raus. Und die Amis sind da brutal. Also entweder du bist dabei oder nicht und dann machst du es halt so lange, wie sie dich dabei sein lassen.
[16:57] Und genau, dann kamen USA. Und das war bei uns eher immer die Zielgruppen. Also dann kam die indische Zielgruppe, ist extrem groß natürlich. Die südamerikanische Zielgruppe ist extrem groß für Western Union. Und dann auch die afrikanische Zielgruppe. Und so hat sich das dann entwickelt. Und dann sind natürlich quasi die ganzen Regionen zu uns gekommen und gesagt, könntest du das bitte machen für die Zielgruppe und für die Zielgruppe. Und so haben wir dann Dependancen gebraucht. Und dann kam eben London, San Francisco und für mich am schönsten Manila. Und in Manila hatten wir dann auch quasi den größten Hub, weil wir dann auch von dort das ganze Thema Kundenservice bedient haben. Das heißt, wir hatten dann 20 Leute dort sitzen, die das ganze Thema Social Media Betreuung, Kundenbetreuung, Service für Kunden, die auf Social Media Anfragen an Western Union gestellt haben. Um ein bisschen auf dich zu kommen, wie hast du die Zeit erlebt,
[17:52] so zwischen Himmel hoch jauchzend und ich kann nicht schlafen? Das ist eine gute Frage. Also es war eine Zeit der unähnlichen Ansprüche aus allen Richtungen. Also sowohl vom Kunden und die Zeitzonen. Also das war mit Abstand, glaube ich, das, was am anstrengendsten war, zu sagen, du hast dann eigentlich immer noch um sechs und sieben am Abend Calls, die auch dann deine Nacht bestimmen, weil es kann gut sein oder schlecht sein. Es war auch viel der eigene Anspruch zu sagen, innerhalb dieses Systems Veränderung zu bewirken. Also zu sagen, wir möchten unsere Kunden inspirieren, mehr soziale Verantwortung zu übernehmen und die richtigen Geschichten zu erzählen und die richtigen Dinge zu tun. Was natürlich als kleine Marketingagentur aus Wien, einem forschend verhandelten Unternehmen, also du kannst das System nur auf eine gewisse Art und Weise und sehr, sehr wenig von innen heraus verändern.
[18:57] Das war sehr, anstrengend. Und da mit den eigenen Ansprüchen umzugehen, die eigenen Mitarbeiter, die eigenen Partner in einem anderen System zu halten, nämlich eines, das sehr menschlich ist, das sehr auf die anderen schaut. Und die waren immer im extremen Konflikt. Und dann zu sagen, wie ordne ich mich da selber ein, als sehr, sehr jungen Mann auch, sehr, sehr jungen Menschen, zu sagen, was ist jetzt die Erwartungshaltung als CEO gegenüber einem forschenden Verhandelunternehmen? Wen wollen die sehen? Wollen die den coolen, jungen Hippen? Oder den, weißt der nicht? Oder was kannst du auch, was erwarten die Mitarbeiter von dir? Und das war natürlich mit wenig Erfahrung eigentlich sehr, sehr anstrengend und sicher auch überfordernd. Wenn es mich interessiert und weil ich das noch gar nicht wusste, ihr habt euch quasi verpflichtet, 20 Prozent eures Profits sozial zu investieren. Habt ihr das dann in diesem ganzen Stress
[20:02] und, keine Ahnung, du wartest ja oft zwei Monate aufs Geld. Habt ihr dann auch direkt in Projekte investiert? Ja. Nenn uns eines. Sehr viel. Also wir hatten, das ging vom Tierschutz, also wir haben, weil auch unsere zwei süßen Hunde, also deine zwei süßen Hunde da sind. Animal Care International war ein Herzkunde oder ist nach wie vor ein Herzkunde von uns. Die machen Auslandstierschutz und päppeln Straßenhunde im Balkan auf und nehmen sie von der Straße und vermitteln sie nach Österreich. Unsere Hunde sind auch von dort. Bis hin zu internationaler Player wie das Eden Reforestation Project. Das war ganz toll. Die waren so die ersten, die quasi in Richtung CO2, CO2-Senkung durch Wiederaufforstung groß investiert haben und große Projekte gemacht haben. Das war bis hin zu Bildungsthemen auf den Philippinen, aber auch kleinere Organisationen wie die NF-Kinder in Österreich, Rechen auf Hypomatose.
[21:06] Und da haben wir halt alles getan, was wir konnten mit den beschränkten Mitteln, die wir hatten. Und die waren sicher mehr als andere, die von Strategie über Kampagnen zu begleiten und zu unterstützen. Bis hin zu, dass wir dann auch selbst gesagt haben oder ich quasi als Unternehmer, ich investiere in Startups und begleite Startups, die im Bereich Social Business oder Impact Business unterwegs sind. Man muss auch sagen, wir waren privilegiert, weil natürlich ein amerikanischer Kunde einen anderen Hebel hat als ein österreichischer, was die Finanzen angeht. Also die haben einfach anders gezahlt und damals im Bund von Social Media andere Budgets gehabt. Mehr Menschen bedient. Genau. Gehen wir einmal zum Höhenflug, weil was du jetzt sagst, ist ein sehr hoher Höhenflug, ein sehr schneller Höhenflug. Der braucht Sprit. Du hast vorher schon einmal das Wort Beanspruchung in den Mund genommen und wenn man hoch fliegt,
[22:05] sieht man auch weit runter und sieht eben die Ameisenstraßen, wie sie über die Welt sind. Und was ich von dir weiß, unser Kontakt war ja selten. Irgendwann hast du ganz, ganz intensiv begonnen, nachzudenken, Where the hell am I flying there? Erzähl. Boah, viel. Extrem viel. Sozioökonomisch, ökonomisch selbst, Mental Health Themen, Persönlichkeitsentwicklungsthemen, ganz, ganz viel. Die Flughöhe, Traum. Also die ersten drei Jahre war es fantastisch, zu sagen, ich fliege. Teilweise bin ich öfter nach London geflogen, als ich mit der U-Bahn gefahren bin. Klimatechnisch brauchen wir jetzt nicht darüber reden, aber hat mich dann natürlich auch beschäftigt. Und dann ist es natürlich wahnsinnig toll, Business Class nach San Francisco zu fliegen und dort in den tollsten Büros bei Twitter und Facebook zu sitzen und wirklich spannende Menschen auch kennenzulernen. Irgendwann merkst du dann, du sitzt eigentlich zwölf Stunden am Flughafen und ein Flughafen ist nicht unbedingt aufregend
[23:19] und nicht unbedingt schön und die Leute um dich herum sind fertig und schauen kaputt aus und dann schaust du dich in den Spiegel und siehst, boah, du schaust eigentlich auch fertig aus und bist auch kaputt. Das war so sicher auch einfach in einem Alter, wo man zum ersten Mal seine eigenen Grenzen auch kennenlernt. Du hast es vorher erwähnt mit dem Ja sagen. Du sagst immer Ja, bis du irgendwann merkst, eigentlich hätte ich jetzt Nein sagen sollen. Das war sicher ein wahnsinnig wichtiger Insight zu sagen, okay, da gibt es Grenzen, auch wenn du viel Talent hast und viel Energie hast, aber der Sprit ist begrenzt. Und so die Flughöhe zur Ameisenperspektive war bei mir sicher Impact getrieben, zu sagen, Moment einmal, am Ende des Tages haben wir ein bisschen versagt in Richtung unserer Mitarbeiter, weil wir haben sie versucht abzuschimmen von einem System,
[24:17] das brutal ist. Also das ist ein kapitalistisches, turbokapitalistisches Fortune-5-Handelssystem und wenn du jetzt sagst, du möchtest auf der einen Seite Friede, Freude, Eierkuchen, wir werden mit 60 unterm Apfelbaum sitzen und über diese Zeit gemeinsam sprechen mit allen Mitarbeitern und oben hast du ein System, das zu Weihnachten ihre Mitarbeiter abbaut, weil die Shareholder Value nicht mehr passt und du stehst dazwischen, dann zerreißt es dich. Und das Zweite war, die Menschen, die mit uns gearbeitet haben, sind zu uns gekommen wegen einem Purpose. Wir wollten bei einer Agentur arbeiten, die anders ist und dann machst du zu 95% Send Money Online, Werbebanner oder Hilfsandern quasi Geld zu verdienen, wo du dich manchmal selber fragst, ist das moralisch richtig, ist es das, was ich machen wollte und da ist quasi der Anspruch der Menschen, der Mitarbeiter, etwas zu bewirken und etwas Gutes zu tun,
[25:14] an der wirtschaftlichen Realität auch oft zerschält und diese Spannung aufrecht zu erhalten, war auch oft sehr schwierig nach innen und hat sicher zu Enttäuschungen auf beiden Seiten geführt. Das hast du dir allein rumgehängt eigentlich, diese Rolle des… Ja, viel, viel, also viel zu viel immer wieder zusammen, also glaube ich, mit der gleichen Naivität, die dir sagt, du kannst alles schaffen, die ist natürlich auch auf der anderen Seite, du glaubst, du musst alles alleine schaffen und ja. Und hast du dann aus der Flughöhe schon irgendwo das Burgenland auf dich zukommen sehen oder musste da noch was passieren? Da musste noch was passieren, ja, und das war die Pandemie eindeutig. Also ich glaube, ob ich es alleine geschafft hätte, die Veränderung, die ich brauche oder die ich auch bewirken will, zu erkennen, weiß ich nicht. Man ist so in dem und du kennst das auch,
[26:12] du bist so im Telebusiness, du bist so in dieser Ameisenperspektive gefangen und es kommt, und die Branche ist ja auch, meiner Meinung nach, unsere Tätigkeit ist ja auch eine Droge, also das Endorphin, das du ausschütztest, wenn du eine gute Idee hast und die gut verkaufst und wenn die, ja, und die kommt halt in und dann haut es dich wieder runter, weil du merkst, okay, das geht sich jetzt so nicht aus oder du kannst es nicht ganz so verwirklichen aufgrund von diversen Gründen, aber dann kommt schon wieder die nächste Idee und dann kommt schon wieder der nächste Pitch und das treibt dich so voran und hängt dir immer wieder die Karotte vor den, vor den, vor die Nase, dass es, glaube ich, ganz, ganz schwierig ist, vor allem mit meiner damaligen Erfahrung zu sagen, ich steige jetzt selbstständig aus und was dazu kam,
[26:55] ist, ich hatte eine Mörderverantwortung, ich hatte 40 Leute, wo ich nicht sagen kann, der Karotte renne ich jetzt nicht mehr nach, weil wenn ich der nicht nachrenne, dann heißt das für viele von uns und so ist es dann auch passiert, dass sie sich was anderes suchen müssen. Genau. Und das war für mich in meinem Wertesystem nicht vertretbar. Also das quasi, das Kapitalistische ist bei mir nie ganz angekommen. Hast du jetzt die Werbung, wie du sie kanntest, komplett abgeschüttelt oder sagst du jetzt, ich pitche einfach nicht mehr, sondern suche mir Kunden auf Augenhöhe, weil man merkt, wenn man mit dir spricht, wir sind noch immer nicht im Burgenland, ich muss dich ein bisschen runterholen von deiner Droge, das merke ich, als Älterer darf ich das, wie viel von der Pitch-Droge steckt noch in dir und wie lange wird es brauchen, dass du davon runterkommst?
[27:56] Die werde ich nie, die unternehmerische Seite der Pitch-Droge werde ich nie, also ich glaube im Endeffekt geht es bei mir um Begeisterung, schöne Dinge zu schaffen und die habe ich zum Glück nicht verloren. Die treibt mich noch immer an, nur die Umsetzung davon ist glaube ich heute eine andere. Ich habe die Werbung, ich muss unterscheiden zwischen Marke und Werbung, ich glaube die Werbung habe ich Adapter gelegt, wobei natürlich kommuniziert, du kannst nicht, wie sagt man so schön, du kannst nicht kommunizieren und die Kommunikation natürlich ein integraler Bestandteil ist von all dem, was ich weiterhin tun werde und auch immer tue, aber der Weg, wo sie startet, ist ein anderer, er kommt nicht mehr von, kommt jetzt jemand mit einem Werbepitch zu mir und sagt, bitte kannst du mir das lösen, sondern es fängt früher an, es fängt beim Unternehmerischen und bei der Nachhaltigkeit an.
[28:44] Bei der Gründung der Marke. Genau, oder wie können wir Nachhaltigkeit tiefer in unser Unternehmen hinein verankern oder wie gehen wir mit dem Thema Purpose um und dann am Ende des Tages steht eine Kommunikation, aber die mache ich jetzt noch mit, aber das ist nicht mehr der Fokus. Der liegt nämlich woanders, wir haben vorher gesagt, statt Pazifik, der Zickenbach und da steht schon die ganze Zeit ein wunderschönes Bild, Willhaben würde sagen, wollen Sie Ihren Traum verwirklichen, renovierungsbedürftiges Bauerngut im Südburgenland. Ich weiß, dass diese Dinge viel kosten, obwohl ganz, ganz wenig drin ist. Man sieht viel, viel, viel Ziegel und Schutt wahrscheinlich und das Ganze heißt Mayers Sanctuary. Erzähl uns über den nächsten Plan, über regional, streng regional statt international. Ja, sehr, sehr gern. Also da kommt die nächste Droge auf. Da geht es. Ich habe irgendwann mal so meinen eigenen Purpose definiert
[30:02] als schöne Dinge für eine schöne Welt mit schönen Menschen schaffen und dieser Ort, der uns da begegnet ist, ist die Quintessenz davon. Also das ist, es ist einfach magisch dort. Das Ganze ist basiert im, ein bisschen in der Crashlandung vom Höhenflug. Also es kam dann die Pandemie und da war halt internationales Business einmal zwei Jahre Stopp. Und dann war es einfach skurril. Wir waren dann, ich bin dann bei uns in der Steingasse im dritten Bezirk gesessen, habe quasi um die ganze Welt telefoniert in Videokonferenzen, mache den Laptop zu und gehe im dritten Bezirk mit unseren Hunden auf die Straße und bin am Parkplatz von allen anderen und habe einen Baum und diese zwei Welten waren dann irgendwie nicht mehr. Es war so abstrakt, digital und und konfus und natürlich wahnsinnig stressig. Und wir haben gesagt, hey, erst einmal hatten wir Angst,
[31:00] dass wir die letzten 13 Jahre umsonst aufgebaut haben, dass jetzt alles weg ist und haben gesagt, wir müssen schauen, dass wir auch für uns, also meine Frau und ich, sagen, wir nehmen noch was raus, dass das auch quasi von der Existenz her nicht umsonst war und haben gesagt, okay, die Hälfte von dem, was wir noch drinnen haben, nehmen wir für uns und schauen, was wir damit machen wollen und die andere Hälfte lassen wir drinnen. Und meine Frau ist sehr, sehr im Tierschutz aktiv, arbeitet auch mit bei dem Animal Care International und sie hatte immer den Traum von einem Gnadenhof, also sie ist ganz stark in dem drinnen, dass sie sagt, sie möchte Tieren ein lebenswertes Leben ermöglichen und ein schönes und für mich war immer das Thema dann Gärtnern, Architektur, Geschichte, Heritage und dann haben wir einen Suchagenten auf Willhaben gehabt
[31:49] und haben lang eigentlich jetzt quasi im Südburgenland, das war uns auch wichtig, weil meine Frau hat spanische Wurzeln, das heißt Waldviertel fällt schon mal raus, Semmering fällt auch weg, wir haben schon gesucht, was die meisten Sonnenstunden hat, deswegen das Burgenland und auch, weil es meiner Meinung nach eine Region ist, die unfassbares Potential hat, also da sind wir wieder so ein bisschen bei der Ja und auch ein gewisser guten Mut, was das Leben betrifft, also ich lade jeden ein, sich einmal ein Stinatz-Krimi anzuschauen, kann was, ich kenne auch das Lafnitz-Tal, so ein bisschen Ja, wunderschön, Ja, genau, beeindruckend, was sie mit ihren Mitteln schaffen, ich finde es auch sehr, sehr interessant, will jetzt nicht ins Politische abrutschen, aber was sich da mit den Dosconomics ergibt oder auch irgendwann mal vielleicht nicht mehr ergibt, aber es ist auf jeden Fall eine Region,
[32:43] die für mein Skillset oder für mein Wissen sehr, sehr, sehr spannend ist und ja, und dann haben wir uns diese Mühle angeschaut und ich kann mich noch erinnern, meine Mutter ist extra mitgekommen und hat gesagt, sie fährt eigentlich nur mit, um uns das auszureden, weil das sind fünf Hektar, das ist eine jahrhundertealte Mühle, die gibt es dort seit 1530, lustigerweise hieß sie damals die Mayermühle und ein altes Herrenhaus, gebaut in der Jahrhundertwende, glaube ich, von damals einem sehr wohlhabenden jüdischen Kaufmann und die Mühlen waren ja immer das ökonomische Zentrum jeder Community und dementsprechend ist es sehr groß, sehr schön, aber auch ein Riesenunterfangen, aber da ist die Droge sofort eingekickt und hat gesagt, das passt, das nehmen wir und wir haben das dann sehr, sehr sanierungsbedürftig, aber von der Substanz her noch wirklich im guten Zustand übernommen, 2020 haben wir es gekauft
[33:38] von einer wunderbaren Familie, die da damals eine Möbelwerkstatt drinnen hatte und hat gesagt, jetzt nehmen wir alles, jetzt wenden wir alles an, was wir gelernt haben, was wir wissen und was wir spüren und machen dort ein Zentrum für neue Nachhaltigkeit und was, wo Mensch, Tier, Natur sich wieder voll entfalten können und an den großen Fragen, die uns sicher alle jetzt nach der Pandemie intensiver beschäftigen, gemeinsam arbeiten können. Naja, dann bleiben wir einmal bei den Menschen, wie sollen sich die in Maya Sanctuary künftig entfalten können? Der Insight da war, ich habe dann, muss ich wieder ein bisschen ausholen, also das Thema Marke ist ja für mich eigentlich wahnsinnig abhängig vom Thema, was ist der Zweck eines Unternehmens und was ist der Impact, was ist die Wirkung eines Unternehmens und dann darüber steht noch irgendwo das Business, aber in diesem Dreieck von dem ist für mich
[34:36] eine Marke. Deswegen habe ich dann schon relativ bald bei der RDB noch ein Nachhaltigkeitsberatungsunternehmen und dazu gehängt und eine Unternehmensberatung und dann sitzt du quasi in diesen Meetingräumen mit C-Level-Executives und sprichst auf einmal über das Thema Nachhaltigkeit, CO2, Klimawandel, Bodendiversität und sitzt vor Powerpoints und keiner spürt eigentlich und auf einmal, du kennst es auch, sagen alle, das geht mir so am Sack, weil jetzt muss ich noch ein Reporting machen, ich habe keine Ressourcen und dieses wunderschöne Thema Nachhaltigkeit, was für mich eigentlich quasi Hommage an das Wunderleben ist, ist auf einmal was Trockenes und was alle anzipft. Und da war so die Idee zu sagen, wenn die Menschen zu uns kommen, dann ja, wir können gern, wir machen auch sicher das Theoretische hinter der Nachhaltigkeit, aber dann gehen wir raus, dann gehen wir ins Wasser, dann reden wir drüber, was macht der Klimawandel
[35:40] mit der Bodenkultur und worauf ich mich am meisten freue, ist, dann gehen wir gemeinsam in den Permakulturgarten rüber, pflücken unser eigenes Essen, reden über, wie entsteht das, was passiert in einem Boden, wie fantastisch ist das Wunder, dass da überhaupt was wächst und dann verkochen wir es gemeinsam und reden hoffentlich in einem schönen Setting, das wir geschaffen haben, über Dinge, die inspirieren und die Menschen dazu bemüßigen, sich ihr unternehmerisches Handeln in Richtung Wirkung und Impact mehr als in Richtung Business zu überlegen. Da sind wir jetzt quasi so im Workshop, Coachings, Seminare, Retreats. Aber, was ich schon gelesen habe, es gibt noch keine Homepage übrigens dazu, also ihr braucht jetzt gar nicht aussteigen, ja, alles, was ihr dazu seht, auf dieser Wand oder ihr schreibt uns ein Vorreiners Network, vielleicht schicken wir euch ein paar weitere Zuckern zu, aber Du denkst ja auch ein Stück weiter,
[36:40] was ich interessant finde, nämlich auch, warum soll das Ganze nicht so ein Shared Space werden, warum soll ich hier nicht mich temporär pandemiebedingt oder was weiß ich mir, ja, auf mir nicht, aber ja. Nächste Pandemie kommt ganz bestimmt. You heard it first, Forerunners Network. Und warum soll ich mich da nicht einmieten können mit einem Arbeitsplatz, hast du dir auch Gedanken gemacht. Ja, genau, also es ist, ich meine, man muss sagen, wir sind natürlich, wir haben zwei Dinge, die uns hier nicht unbedingt einschränken, aber es ist natürlich A, versuchen zu bauen und den Raum zu nutzen, der da ist und möglichst wenig in das Ökosystem dort einzugreifen. Das heißt, es wird kein Riesenseminarhotel, da geht es tolle, aber die Mühle wird zum Büro- und Seminarzentrum und wir wollen unbedingt andere Unternehmer und Rinnen und Innovatoren einladen, zu sagen, sie können jederzeit
[37:44] von dort arbeiten und auch eine Community, ein bisschen wie den Impact Hub, den es noch nicht im Burgenland gibt, was vielleicht auch eine Überlegung ist, sich dort auszutauschen und auch ein bisschen von unserem Wissen im Unternehmerischen zu profitieren oder einfach zu sagen, Homeoffice, schön, aber ich brauche jetzt einfach mal zwei Tage. Jetzt war letztens ein guter Freund von mir da, der schreibt gerade sein Buch und hat es natürlich wahnsinnig genossen, zwei Tage in der Natur und in der Mühle zu schreiben und dort sich wirklich fokussieren zu können. Also das ist sicher eine interessante Möglichkeit für Menschen, die sagen, sie wollen sich wieder mal Zeit nehmen, die ja so schwierig ist in der Ameisenperspektive und im Telebusiness und dort einfach mal wieder zu Sinnen zu kommen, sich inspirieren zu lassen und sinnvoll zu arbeiten. Was wird die Frau Alonso Debout mit den Tieren machen?
[38:32] Gibt es da schon Pläne? Ja, da gibt es schon viele Pläne, viele Träume. Also jetzt sind wir gerade am Bauen des Hühnerstalls. Wir wollen in Richtung, alles was so in Richtung landwirtschaftliche Nutztiere sind, die vielleicht nicht mehr gebraucht werden. Also wenn es zu Max sind wir ein bisschen die Bremer Stadtmusikanten und die streicheln so dann vor Ort. geht aber auch bis hin zur Revitalisierung der Gewässerökologie dort. Das ist ganz spannend. Wir haben mit der Mühle die Chance, ein Wasserkraftwerk zu bauen und quasi energieautark zu arbeiten. Wenn du keine Fischaufstiegshilfe baust, zeige ich dich an. Die haben wir sowieso, die müssen wir machen. Die müssen wir machen und da ist es auch ganz spannend zu sehen und das ist auch so das, was mich in Zukunft sehr reizt, auch wieder dieser Spannungsbogen zwischen wirtschaftlicher Machbarkeit und Regulation und auch nachhaltigen Bestrebungen.
[39:35] Wir haben jetzt einen Neophyten bei uns im Zickenbach und du bist ja ein Fliegenfischer und kennst dir vielleicht den Signalkrebs. Sagt dir da was? Ja, natürlich, aber den Signalkrebs, den wollen wir ja nicht. Aber gibt es überhaupt noch Steinkrebse? Es gibt noch anscheinend, es gibt noch ein Edelkrebs-Sortiment weiter oben im Zickenbach und jetzt haben wir auf einmal als Private oder als Unternehmer die Auflage zu sagen, wir müssen verhindern, dass der Signalkrebs weiter flussaufwärts geht und haben jetzt eine Auflage, eine Krebssperre in den Fischaufstieg zu bauen. Und es gibt aber genau zwei Krebs-Experten in ganz Österreich und der eine Krebs-Experte, den wir geholt haben, der hat sich vor sechs Jahren zerstritten mit dem, der bei uns die Fischerei pacht hat. Jetzt will der uns nicht erlauben, dass wir die Krebsfalle auslegen, um zu testen. Es sind lauter so Dinge, wo dann auf einmal ein sehr hoher Anspruch
[40:26] an was wir tun möchten, auf die Realität und auf die Regionalität trifft, wo du dann zwölf Parteien in der Verhandlung sitzen hast, um ein 8-KW-Kraftwerk zu erstellen. Die alle ihre berechtigten Interessen und Einwände haben, aber wo man merkt, die sind noch nicht ganz schlüssig verbunden und ich kann mir gut vorstellen, dass das noch was sein wird, was wir lösen müssen, um die Nachhaltigkeit voranzutreiben. Okay, ja. Fischer, Kraftwerke, da hast du dich mit den richtigen an. Ja, das glaube ich. Bleib bei den Händlern, viel, viel, viel friedlicher. Welche Wirkung wird Maya Sanctuary auf Oberwart haben? Das ist ja doch schon eine Stadt, die zweitgrößte im Burgenland oder die größte sogar. Ja, ja. Das beschäftigt mich gerade sehr. Also da ist wieder, da trifft quasi Flughöhe auf Ameisenperspektive. Das Thema Regionalentwicklung interessiert mich wahnsinnig. Da geht es jetzt wieder ein bisschen drum,
[41:28] wie, oder mein Wunsch ist es, wie kann ich mein Know-how nutzen, um das Potenzial und die Region zu unterstützen. Es wartet nur keiner auf dich im Burgenland. Ja, ja. Das ist so. Und das ist auch voll okay. Und da versuche ich mich gerade voranzutasten. Wir haben ja schon tolle Gespräche geführt sowohl, oder sind dabei Gespräche zu führen mit der WKO und mit dem Tourismusverband, der jetzt zum ersten Mal gerade zertifiziert worden ist vom österreichischen Gütersiegel für Nachhaltigkeit. Ich hoffe viel, dass wir dort viel Wirkung machen, sowohl vom Entrepreneurship-Faktor her, dass wir sagen, da gibt es Potenzial, da gibt es tolle Unternehmen, wie unbedingt anschauen, die Sonnenerde, den riesen Fanboy. Die machen aus Kompost hochwertige Erden, inklusive Schwarzkohle und können dadurch CO2-Senke, CO2-Zertifikate verkaufen. Wahnsinnig innovativ. Und da möchten wir mit Maya Sanctuary ein Zentrum sein, diese Bestrebungen ein bisschen in den Ort zu geben,
[42:31] mit unserem Wissen zu unterstützen und unseren Beitrag zu leisten, das Südburgenland hoffentlich zu einer Vorzeigeregion, wo sie schon dabei sind, sich zu entwickeln, für das Thema nachhaltiges Wirtschaften und sinnstiftendes Wirtschaften zu agieren. Ich habe es nicht auf die Uhr geschaut, aber ich schätze, wir sitzen jetzt schon 15 Jahre, so lange kennen wir uns, oder 20 Jahre da, und haben da sehr viel aufgearbeitet. Ich möchte zum Schluss kommen. Ad eins einmal, bevor wir ganz zum Schluss kommen, wo, weil ich es unseren Sehern und Seherinnen geteasert habe, kann man sich ein bisschen mehr erkundigen? Kann man sich schon mehr erkundigen? Willst du das überhaupt, oder wie nimmt man jetzt zu euch Kontakt auf? Also wir sind schon auf Instagram, das haben wir irgendwie, da habe ich von meiner Frau auch die Finger bekommen, das habe ich vor drei Jahren angefangen und dann natürlich irgendwie wieder
[43:31] liegen lassen. Also man kann sich auf instagram.com slash St. Maiers, glaube ich ist es, so ein erstes Bild machen, da kann man uns auch kontaktieren. Man kann mich persönlich auf LinkedIn finden, Mario Alonzo Dubu, mich einfach anschreiben. Wir tauschen uns sehr, sehr gerne aus zu dem Thema, auch in Richtung Unternehmertum, was kann man anwenden von dem, was ich gelernt habe. Also da jederzeit schreiben. Genau, und hoffentlich nächstes Jahr, jetzt sind wir gerade dabei, jetzt kommt quasi der nächste große Bauabschnitt, nämlich die Mühle selbst. und dann hoffentlich das Kraftwerk dazu, das soll Ende des Jahres abgeschlossen sein und ab März nächsten Jahres mit Frühjahr, wenn es von den Temperaturen passt, wollen wir in den Betrieb starten. Und dann haben wir zwei Gästezimmer, vielleicht kommen noch ein paar Tiny Homes dazu, die Mühle selbst und dann geht es los. Dann geht es ab.
[44:31] Und jetzt eine schwerste, du glaubst, du hast schon alles hinter dir heute. Okay. Das Schwerste kommt immer zum Schluss. Nachhaltigkeit ist erstens Forerunners Network, ist aber eigentlich das, was zu Beginn des Gespräches da war und jetzt noch immer da ist. Und ich will jetzt von dir, du bist ein Werber, ein Texter, vielleicht gebe ich dir sogar ein Wort oder ein Zeichen. Ich frage dich, was, beschreibe doch, als Mensch, der kommunizieren kann, den Menschen da draußen die Nachhaltigkeit, aber ich sage zuerst was, was für mich Nachhaltigkeit ist, damit du das nicht zu leicht hast oder mir meine Idee klaust, wie es unter Werbern ja üblich ist. Für mich ist Nachhaltigkeit eigentlich der Hausverstand des Lebens. Ja, das ist schön. Und jetzt kommst du dran. Ja, finde ich schon richtig gut. Für mich ist es fast noch spiritueller. Ja, es ist für mich
[45:51] die Wertschätzung vor dem Wunderleben. Also es ist es ist für mich für uns uns einzugestehen, wie klein wir sind ein bisschen. Also es hat was Hammelndes und wertzuschätzen, wie fantastisch, wunderschön, unglaublich das Thema Umwelt, das Thema Planet, das Thema Mensch an sich ist und da mit viel Freude, Liebe, Wertschätzung und auch Bodenhaftung, da finde ich den Hausverstand gut, mit diesem Thema umzugehen. Ja, liebe Seherinnen und Seher, irgendwo habe ich jetzt ein bisschen eine Ganselhaut bekommen, aber bitte nicht zu schwer nehmen. Nehmen wir alles leicht. Ihr könnt es natürlich abstimmen und sagen, wer gewinnt mit seinem Spruch, der Christoph Marderlik, Nachhaltigkeit ist der Hausverstand des Lebens oder gewinnt Mario Alonso de Buu mit Wertschätzung für das Wunderleben. Wer gewinnt den Auftrag zur Nachhaltigkeit? Spaß beiseite, es war wunderschön für euch zu sprechen, es war lange. Ich danke dir, Mario, hat mir extrem gut gefallen
[47:13] und toi toi toi für Mario's Sanctuary. Vielen Dank, Christopher, es war großartig. Tschüss.
