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Als Patagonia den Unternehmenszweck neu schrieb: Die Erde als Stakeholder

Yvon Chouinard baute aus selbst geschmiedeter Kletterausrüstung ein Milliardenunternehmen und gab später den Großteil davon für den Umweltschutz weiter. Die Journalistin Julia Heuberger-Denkstein zeigt, warum seine Geschichte weniger von Verzicht als von konsequenten Entscheidungen handelt.

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Podcast24.04.2026

Yvon Chouinard wollte ursprünglich keine globale Marke aufbauen. Er wollte besser klettern. Weil die damals erhältlichen Haken für den harten Fels im Yosemite-Nationalpark nicht gut genug waren, brachte er sich das Schmieden bei und fertigte eigenes Material. Aus dieser praktischen Lösung entstand zunächst ein Ausrüstungsunternehmen, viele Jahre später Patagonia.

Im Gespräch mit Julia Heuberger-Denkstein wirkt dieser Beginn nicht wie eine nette Gründungsanekdote. Er erklärt, warum Chouinard sein Unternehmen anders führte als viele klassische Wachstumsfirmen. Arbeit sollte sein Leben in der Natur ermöglichen, nicht umgekehrt. Produkte mussten einem echten Bedarf entsprechen. Und wenn ein erfolgreiches Produkt Schaden anrichtete, durfte der Umsatz kein Grund sein, daran festzuhalten.

Diese Haltung führte bis zu einer Entscheidung, die weit über bessere Outdoor-Bekleidung hinausging. Im Jahr 2022 gab Chouinard den weit überwiegenden Teil seines Unternehmens an eine Organisation weiter, die Erträge für den Kampf gegen die Umweltkrise, den Schutz von Natur und Artenvielfalt sowie für Gemeinschaften einsetzen sollte. Der Jahresumsatz von Patagonia lag laut Gespräch bei mehr als einer Milliarde Dollar.

Ein profitables Produkt wird zum Umweltproblem

Chouinards erstes Geschäft beruhte auf Kletterhaken, die in den Fels geschlagen wurden. Mit wachsender Beliebtheit des Sports wurde sichtbar, dass diese Haken Spuren hinterließen und den Fels beschädigten. Für einen Unternehmer hätte es naheliegend sein können, das Problem kleinzureden. Das Produkt verkaufte sich schließlich.

Chouinard entschied anders. Er suchte nach einer Alternative, testete bereits vorhandene Ideen aus England und entwickelte sie weiter. Statt eingeschlagener Haken bot sein Unternehmen Ausrüstung an, die beim Klettern eingesetzt und wieder entfernt werden konnte. Damit änderte er nicht bloß ein Produkt. Er erwartete auch von seinen Kundinnen und Kunden, ihre Gewohnheiten zu ändern.

Heuberger-Denkstein sieht darin ein frühes Beispiel für das, was heute unter Kreislaufwirtschaft und verantwortungsvoller Produktentwicklung diskutiert wird: vereinfachen, verbessern und die Folgen der eigenen Arbeit ernst nehmen. Entscheidend ist der Zeitpunkt. Die Reaktion kam nicht erst, als Regulierung oder öffentlicher Druck ein Umdenken erzwangen. Chouinard sah den Schaden an dem Ort, den er liebte, und zog daraus eine geschäftliche Konsequenz.

Arbeiten, um zu leben

Auch intern stellte Chouinard gängige Vorstellungen vom erfolgreichen Unternehmen infrage. Auf dem Schild seiner frühen Werkstatt stand laut Heuberger-Denkstein sinngemäß, dass zwischen April und Juli mit Lieferschwierigkeiten zu rechnen sei. In diesen Monaten wollte er klettern und nicht laufend Ausrüstung produzieren.

Aus dieser Haltung entwickelte sich bei Patagonia eine flexible Arbeitskultur. Im Podcast ist von „Flex Time“ die Rede: Beschäftigte sollten auf ihr Leben reagieren können, wenn sie wandern wollen oder ein Kind krank ist. Chouinard lebte die Freiheit selbst vor, etwa mit einer Surfpause zu Mittag. Genannt werden außerdem gesundes Essen in einer Kantine und Kinderbetreuung für Mitarbeitende.

Das klingt bequem, ist bei Heuberger-Denkstein aber kein Wellnessprogramm. Es folgt einem klaren Menschenbild. Gute Arbeit entsteht nicht zwingend durch permanente Verfügbarkeit. Ein Unternehmen kann hohe Ansprüche haben, ohne das Privatleben seiner Beschäftigten zu verschlucken.

Dazu passt ein Satz, den die Podcast-Runde ausführlich diskutiert: „Gut ist gut genug.“ Chouinard habe 80 Prozent Professionalität als ausreichend bezeichnet; alles darüber könne zur Obsession werden. Für ihn bedeutete das nicht, schlampig zu arbeiten. Achtzig Prozent sind ein hoher Anspruch. Er wollte nur nicht jede Fähigkeit bis zur letzten Perfektion treiben. Wer einen guten Stand erreicht hat, kann sich einer neuen Sache zuwenden.

Sein eigenes Leben lieferte dafür das Beispiel. Nach dem Klettern beschäftigte er sich unter anderem mit Fliegenfischen, Kajakfahren und Surfen. Der Gegenentwurf zum ständigen „höher, schneller, weiter“ lautet nicht Mittelmaß, sondern Beweglichkeit.

Wachstum ohne fertige Schablone

Als Patagonia größer wurde, suchte Chouinard nach einem Geschäftsmodell, das Wachstum und Werte zusammenbringen konnte. Laut Heuberger-Denkstein las er Managementliteratur, fand darin aber keine befriedigende Antwort. Also lernte er von Menschen, die ähnliche Wege bereits gegangen waren.

Eine wichtige Rolle spielte Douglas Tompkins, der im Gespräch mit The North Face und Esprit verbunden wird. Chouinard suchte den Austausch darüber, wie ein Unternehmen organisch wachsen und seinen Grundsätzen treu bleiben kann. Der Kontakt zu Douglas und Kris Tompkins führte zudem in ein Umfeld, in dem Unternehmertum und Naturschutz eng zusammengedacht wurden.

Für Heuberger-Denkstein liegt darin eine bis heute brauchbare Regel: Nachhaltigkeit braucht Kooperation. Viele Probleme sind neu, Lösungen noch nicht erprobt. Wer jede Idee als Wettbewerbsvorteil abschottet, verlangsamt das gemeinsame Lernen. Vernetzung ersetzt nicht die eigene Verantwortung. Sie verhindert aber, dass jedes Unternehmen dieselben Fehler allein machen muss.

Die Eigentumsfrage wird zur Klimafrage

Der weitreichendste Schritt kam 2022. Im Podcast wird die Übertragung so beschrieben: 98 Prozent des Unternehmens gingen an eine Organisation, die erhaltene Mittel möglichst rasch für Umwelt- und Naturschutz einsetzen soll. Patagonia blieb als laufendes Unternehmen bestehen. Gerade das unterscheidet den Vorgang in der Diskussion von klassischer Philanthropie, bei der Privatvermögen nachträglich in eine Stiftung fließt.

Laut Heuberger-Denkstein stand auf der Patagonia-Website danach sinngemäß: Die Erde ist jetzt der einzige Stakeholder. Der Satz macht deutlich, dass Chouinard nicht bloß einen Teil des Gewinns spenden wollte. Er veränderte die Logik hinter dem Gewinn. Das Unternehmen sollte weiter wirtschaften, seine Erträge aber dauerhaft Umwelt- und Naturschutz zugutekommen.

Die Folge erzählt diesen Schritt nicht als leicht kopierbare Anleitung. Ein Unternehmen mit derselben Freiheit aufzubauen sei heute womöglich schwieriger als im Kalifornien der 1950er- und 1960er-Jahre, sagt Heuberger-Denkstein. Märkte sind dichter, Geschäftsideen zahlreicher und viele Lösungen bereits besetzt.

Kopierbar ist eher die Abfolge der Entscheidungen. Sie beginnt bei einem realen Problem, prüft die Folgen des eigenen Produkts und verändert eine schädliche Einnahmequelle. Dazu kommen ein Leben neben der Arbeit und eine Eigentumsstruktur, die dem erklärten Zweck folgt.

Nachhaltigkeit muss nicht neu erfunden werden

Am Ende steht keine komplizierte Managementformel. Heuberger-Denkstein versteht Chouinards Geschichte als Erinnerung daran, dass verantwortungsvolles Wirtschaften älter ist als der Begriff „Sustainability“. Unternehmen müssen nicht jeden Grundsatz neu erfinden. Sie können neu lernen, Verantwortung bei Produkten, Arbeit und Eigentum zusammenzudenken.

Patagonias Geschichte ist deshalb unbequem. Sie nimmt Firmen beim eigenen Anspruch ernst. Wer Natur schützen will, muss auch ein gut laufendes Produkt ändern. Wer Menschen wichtig findet, muss ihnen Zeit lassen. Und wer den Unternehmenszweck über Generationen sichern will, muss irgendwann über die Eigentumsfrage reden.


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[00:04] Forerunners Network, der ESG in Finance Block für den Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft. Für Menschen die neue Wege gehen. Herzlich willkommen liebe Hörerinnen und Hörern vom Foreruns Network! Heute sitzt ein ganz besonderer Gaster nämlich eine aus unserer eigenen Familie Julia Heiberger Denkstein. Herzlich willkommen bei uns im Studio. Sie hat die Top-Geschichte über Yvonne Chouinard geschrieben und sie wird uns jetzt einmal kurz erzählen, wie sie von Salzburg und der großen weiten Welt hierher in unser kleines Vorrannesstudio gekommen ist. Hallo Christoph freut mich sehr dass ich da sein darf heute. Wie komme ich aus Salzburger Härten? Naja zuerst mit dem Zug und dann mit dem Fahrrad. Geht ja schon mal toll. so soll es sein klingt nachhaltiger und ist es auch offensichtlich. Ja, erzähl kurz vielleicht einmal über deine Kompetenzen. Dein Övere? Du warst Journalistin, bist aber jetzt doch noch in die Nachhaltigkeit eingestiegen.

[01:18] Ja ganz genau! Ich würde sagen ich bin JournalistIn aus Leib und Seele viele Jahre lang geschrieben für Medien wie Profil, Tageszeitungen und dann als freier JournalistIN unterwegs bei zahlreichen Blogs, bei Unternehmen etc… Und bin dann bei meinem vorletzten Journalistenjob, bei einem Radiosender in Salzburg beim recherchieren der Nachrichten der täglichen immer wieder und immer häufiger auf das Thema Nachhaltigkeit gestoßen. Auf die SDGs, dieses Sustainable Development Goals der United Nations, der UNO und habe bemerkt nachhaltigkeit ist die Zukunft. Als Journalist ist man irgendwie auch immer an der Zukunft interessiert zumindest und dran, hoffentlich. Und dann habe ich beschlossen das zu studieren kurz untergreifend und hab jetzt vor zwei Monaten meinen Master in Sustainability and Responsible Leadership geschlossen. Was ist der Unterschied zwischen darüber schreiben und das Lernen? Wüsstest du es jetzt besser anzuwenden, die Nachhaltigkeitsprinzipien, egal ob es ISG oder SDGs? Das hoffe ich schon!

[02:35] Also drüber schreiben ist eine Sache, es wirklich kennen und anwenden ist natürlich noch mal eine andere. Gehen wir vielleicht zur Geschichte über, die wir sprechen wollen. sie steht ja schon auf unserer Homepage Bar Headliner im und in unserem Newsletter der letzte Woche ausgegangen ist. Wenn Sie noch nicht abonniert haben, selbst schuld! Dann tun sie es gefälligst auf unserer Homepage. Sie versäumen monatliche News zur Nachhaltigkeit. Das heißt wir spämen euch nicht wöchentlich nieder mit irgendwas sondern einmal im Monat aber für mit Substanz kurze Eigenwerbung ja? Und wir haben uns kennengelernt über einen gemeinsamen Bekannten. LinkedIn hat auch eine Rolle mitgespielt Und ich habe dich ersucht, ob du uns vielleicht einmal was schreiben kannst und das Ganze war auch gleich ein riesiges Missverständnis. Ich bin ein Mann der gefährlichen Viertelbildung und halte damit nicht hinterm Berg und habe dich er sucht, ob wir uns nicht einen Artikel über den Chris Tompkins schreiben kannst – und das war mein erster Moment des Rotwerdens nachdem du mich zurückgerufen hast!

[03:45] Halb so schlimm. Chris ist ja wirklich irreführend, aber es hat sich dann relativ schnell herausgestellt dass der Chris eine Dick-Chris war und eigentlich auch eine sehr interessante spannende Person weil sie mit ihrem Ehemann das größte oder die größten Naturschutzgebiete der Welt oder zumindest Amerika gegründet hat im Süden Amerikas. und diese Chris Tompkins war eine langjährige Mitarbeiterin des Patagonia Geschäftsführers & Gründers Yvon Chouina eben. Und dadurch, dass dieser Yvon Chouinard der Patagonia Gründer im Herbst-Zweierundzwanzig seine gesamte Firma, nämlich Patagonian mit einem Jahresumsatz über eine Milliarde Dollar an eine gemeinnützige Umweltstiftung vermacht hat. Habe ich dir dann vorgeschlagen ob man nicht lieber über ihn schreiben wollen weil er eine derartig inspirierende Persönlichkeit ist meiner Meinung nach? Ja, zu Chris und Douglas Trompkins kommen wir dann auch im Verlauf unseres Gespräches. Aber gehen die jetzt einmal zu deinem Schreiben, zu deinim Recherchieren über ihr Übanschuhe nach?

[05:00] Was hat dich denn zu dieser Aussage radikal inspirierend bewogen? was hast du an dem Werk von dem Mann besonders gefunden? Ja, radikal inspirierend ist Ivon Chouinard ohne Zweifel vor allem wie ich es gerade eben erzählt habe weil er sein Unternehmen mit über eine Milliarde Dollar Umsatz hergeschenkt hat und zwar der Umwelt, der Welt, der Erde geschenkt hat und auf ihrer Homepage, auf der Patagonia Homepage war dann eben auch zu lesen. Zu diesem Zeitpunkt now Earth is our only Stakeholder. also jetzt ab jetzt ist die Erde unser einziger Stake holder. und ich kriege jetzt noch Gänsehaut weil wenn das nicht radikal inspirierend ist dann weiß ich nicht was radikal. Yvonne hat nach verschiedenen Maximum gearbeitet, durch diese ausführlichen neun bis zehn Punkten angeführt und aufgeführt. Wir wollen ein paar vielleicht da durchgehen… Sehr gerne! …und so ein bisschen auch um unser bisschen mit seinem Leben zu befassen.

[06:13] Einsatz, Arbeite umzuleben nicht lebe umzuarbeiten könnte jetzt doch eigentlich auf die heutige Generation Z passen. Aber man liest solche Sätze auch immer wieder eigentlich seit mal lesen können. Magiker Spruch, was steckt dahinter? Ja dazu muss man wissen dass der Yvonne Schouinat ein absoluter Naturliebhaber und Extremsportler war Auch einen Einzelgänger der vom Norden in den Süden nach Kalifornien gezogen ist mit seinen Eltern also irgendwie zehn zwölf Jahre alt. Und als Einzelgänger dann eben für sich die Natur und das vor allem, dass Klettern am Anfang entdeckt hat. Da total radikal war und für ihn einfach die Freizeit unter Sport und das Leben in der Natur immer wichtiger war seine Arbeit. und begonnen hat er, oder als Arbeiten an sich. Und begonnen hatte er eben schon als Extrem-Sportler seinen eigenen Kletterhacken zu produzieren und das war sein eigentlich einziger Antrieb. also er wollte sein bestehendes Equipment verbessern und deswegen hat er gearbeitet um besser klettern zu können, um besser seinen Sport und seine Leidenschaft ausleben zu können.

[07:33] Also daraus ist dann die Firma Patagonia dieses Milliardenumsatzunternehmen entstanden? Daraus noch nicht. Daraus ist sein erstes Unternehmer entstand, nämlich das Waschui Nah Equipments. Sie haben dann wirklich in einer, ein zwei Jahre später in einer Fabrik in Kalifornien in Burbank die Firma gegründet und er hat sich selber das Schmiedehandwerk beigebracht weil er eben bessere Glätterhaken schmieden wollte als die, die damals handelsüblich waren und die im Yosemite Nationalpark nicht funktioniert haben weil der Stein dort härter ist. Und hat eben begonnen schon nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft wie wir das heute irgendwie so nennen damals eben schon vereinfachen verbessern seine neuen Glatterhaken konstruiert und produziert aus mit eigener Hand und dann weiter Textilieren. Genau, das kam aber erst zwanzig Jahre später. und um zurückzukommen, Arbeit zu leben und Lebe nicht umzuarbeiten. Auf seinem ersten Firmenchild stand also damals eben diese Kletterhacken produziert hat.

[08:44] von April bis Juli ist mit Lieferschwierigkeiten zu rechnen. Also die Leute konnten sich darauf einstellen weil da hatte einfach keine Lust und keine Zeit gehabt seine Kletter hacken zu produzieren weil er selber in den Fels hängen dieser Welt gehangen. Dementsprechend begehrt sind die Arbeitsplätze bei Patagonia. Ich glaube auf eine freie Stelle kommen neunhundert Bewerberinnen, wie du geschrieben hast? Ja genau das… Liest mal so, ich hoffe es stimmt aber ich nehme's schwer an. Weil natürlich also das was sie anbieten die FlexTime, die sogenannte FlexTime. Also da können sich sicher alle Unternehmen die sich nach den ISG-Kriterien heutzutage ausrichten wollen müssen ein Beispiel nehmen weil es gibt eben bei Patagonia die Möglichkeit immer zu sagen Heute bin ich wandern, mein Kind ist krank und das unterstützt er als lebendes Beispiel indem man selber in der Mittagspause surfen geht oder ging zumindest. Und die Leute, seine Leute, das machen dürfen und auch machen sollen weil eben bei Patagonia das Motto gilt lebe Arbeit um zu leben und nicht Lebe umzuarbeiten.

[09:59] Jetzt hat er da seine Kletterhacken produziert und das war auch, wenn ich eine Geschichte richtig verfolgt habe eines der ersten Produkte dass er eben auch wieder sein hat lassen oder verbessert hat. nämlich einer seiner Punkte lautet die saubere alternative wählen und entsprechend seine Kunden und Partner mit erziehen. Ebenfalls spannend wenn du mit was Kohle verdienst, dass du dann sagst so das lass ich jetzt Ja, also wirklich erstauntlich. Weil er war eben ein wirklich leidenschaftlicher Kletterer und dann ist sie nach einigen Jahren darauf gekommen dass mit diesen Kletterhacken die man in den Fels hemmert auch der Felsen zerstört wird und wenn immer mehr Kletterere ihre Felse rein knallen dann zerstört man halt auch die Umwelt und das Erlebnis für die anderen und vor allem ja den so heiß geliebten Fels. Und das hat diesem Umwelt-Naturliebhaber einfach irgendwie gestört und nicht gefallen.

[11:05] Und er gesagt, es muss eine Alternative geben! Es muss eine alternative geben weil so will er nicht weitermachen und noch dazu beitragen eigentlich auch zu dieser Umweltzerstörung und hat sich auf die Suche begeben und ich glaube da sieht man auch seine weiteren herausragenden Eigenschaften einfach zu sagen… Es gibt es nicht, aber ich möchte es finden oder entwickeln. Und so hat er dann Haken gefunden die irgendwelche Kletterer in England angeblich benutzt haben. schon. also er hat wirklich gesucht und gesucht gab es zwar schon, aber nicht verbreitet. Und dann hat er die eben genommen und hat sie ausprobiert und ebenfalls weiterentwickelt und angepasst. Dann sind diese neuen Kletterhacken entstanden, nämlich Hexantrix heißen Sie – man merkt ich bin keine Klettererin – und Stoppers heißen sie. Genau! Und hat in seinem Katalog hat einfach begonnen, sie zu verkaufen. Okay ein Satz den wir in der Vorbesprechung uns so richtig zur Gemüte geführt haben ist gut ist gut genug!

[12:21] Ein herrlicher Satz. ich liebe ihn ja weil wenn du jetzt durch LinkedIn schaust und diverse Management Bücher dir anschaust oder wenn du glaubst deine Mitarbeiter als Chef motivieren zu müssen Heißt natürlich, gut ist nicht gut genug. Erst hundert-zwanzig Prozent sind richtige Hundertprozent und schneller Höhe weiter besser. Und er hat den Satz ausgesprochen und das ist ganz besonders… Gut ist gut genug! Was war die Philosophie dahinter? Laut deiner Meinung oder Recherche? Meine Meinung? also ich meine es ist wirklich seine Meinung. Ich finde, gut ist gut genug. Ich find das auch richtig gut.". Schuhe Na sagt eben – «Achzig Prozent an Professionalität zu erlangen ist ausreichend. Alles andere wäre Obsession.». Und dafür kann man sich dann einer völlig neuen Sache widmen. und es war sicher eine seiner Erfolgsgeheimnisse Die Sache dann auch irgendwann wieder sein zu lassen. und er hat eben begonnen mit dem Klettern.

[13:30] Hat das sich eine sehr, sehr hohe Professionalität erreicht und hat aber dann begonnen Fliegen zu fischen, Kajak zu fahren, Wellen zu reiten, zu surfen… Und hat sich dann immer wieder neue Dinge, neuen Tätigkeiten zugewandt und alles andere als achtzig Prozent. Ich meine, achtzig ist schon sehr viel meiner Meinung nach. Und hundert wäre einfach Obsession und wahrscheinlich irgendwann Burnout. Ja das passiert vielen wenn man solchen blöden Sprüchen glaubt wie sie teilweise auf den diversen Plattformen stehen Karriere, Business Und so weiter. Also gut ist gut genug, dann geht es dir gut frei eben nach über Schuinar. Sich vernetzen und lernen von jenen die es bereits können. Da kommen wir wieder zurück zu der Bekanntschaft mit Chris und Douglas Tompkins. Von denen hat er ja auch gelernt! Ganz genau Ja, also ich finde Vernetzen und Lernen von denen die es bereits können ist auch eben im ganzen Nachhaltigkeitsbereich ein ganz großes Thema.

[14:39] Was man glaube ich wir hier immer noch zu wenig irgendwie berücksichtigen oder nicht zu verinnerlicht haben dass man nämlich wirklich kooperiert konkurriert und gegeneinander arbeitet, sondern viel mehr miteinander und miteinander lernt. Weil im Bereich Nachhaltigkeit betreht man neue Pfade, betret man neues Terror. Wissen wir nicht alles gilt es immer noch viel zu finden erfinden erdenken auszuprobieren. Da ist einfach Vernetzung und voneinander lernen ein riesengroßer Punkt, der ja auch in dem letzten der Seventeen SDGs Partnerschaften eingehen sozusagen seinen Niederschlag findet. Und Schouinard hat das, weil er wirklich so einen Vordenker, ein Forerunner ist schon in den Achtziger Jahren gewusst, gescheit wir. offensichtlich ist und hat nachdem da war Patagonia dann schon gegründet. Und ihr seht nicht erfolgreich, und er wusste aber nicht wie man erfolgreich wächst. Er war immer auf der Suche nach seinem eigenen Geschäftsmodell Und hat die Managementliteratur auf und abgelesen, und hat irgendwie in Amerika zumindest nicht wirklich was befriedigendes gefunden.

[16:04] Und ist aber dann doch auf den North Face Gründer und späteren Esprit-Gründer Douglas Tompkins gestoßen. Die haben das dann eben offensichtlich mit North Face hinbekommen dass sie größer werden, aber organisch wachsen können und somit ihren Werten treu bleiben können. Das ist eine reine Projektion, aber so stelle ich mir das schön romantisch vor. Ich nehme auch an dass die alle drei recht nette Menschen gewesen sein müssen weil ansonsten wenn ich jetzt Esprit habe oder North Face hab dann kommt jemand zu mir und sagt ich möchte von den Lernen etwas von deinen Erfolgsprinzipien weiter. Würde ich ihm das lernen, wenn der Typ in Ordnung ist? Da scheint er ja gewesen zu sein. Hast du irgendwie auf deinen Researchers auch Kommentare gelesen zur seiner Person wie man mit Menschen umgeht oder… Naja also das Buch Seine Autobiografie Let My People Go Surfen ist eigentlich geschrieben für seine Mitarbeiter um seine Philosophie den Menschen näherzubringen und seine Motivation und warum Er sein Unternehmen so geführt hat und immer noch führt.

[17:27] Und wo es ebenso viele Benefits für Mitarbeiter gibt, wie eben diese Flex-Time, gesundes Mittagessen eine Kantine, ein Childcare also eine Kinderkrippe für die Mitarbeiter etc… Ich habe keine Kommentare über ihn gelesen aber ich glaube Sein Buch spricht einfach wirklich Bände dafür, was für ein … Ja. Was für ein Naturalist und Menschenfreund er ist? Gehen wir zurück ins Jahr-Zwanzig-Zweiundzwanzig Da hat er jetzt dann mehr oder weniger die Konsequenzen aus dem Ganzen gezogen Und die Geschichte von seines Lebens und seiner Firma Patagonia so richtig rundgemacht. Er hat sie nicht verkauft und dafür etwas anderes gekauft alles in eine Stiftung eingebracht, wenn ich das richtig antizipiere. Ja es war wirklich also eine Bombe die hochgegangen ist letzten Herbst zumindest für diejenigen die sich für das Thema Nachhaltigkeit interessieren aber generell sicher auch in der Business-Landschaft weil eben die Schlagzeile war. der milliardenschwere Gründer der Automarke Patagonia hat sein Unternehmen an eine gemeinnützige Stiftungen verschenkt.

[18:47] Also er hat wirklich, achtundneinzig Prozent seines Unternehmens wie gesagt von über einer Milliarde Dollar Umsatz verschenkt an eine gemeinnützige Stiftung die Holt Fast Collective heißt sie. Die jeden erhaltenen Dollar so schnell wie möglich zur Bekämpfung der Umweltkrise zum Schutz der Natur und der Artenvielfalt und zur Unterstützung von Gemeinschaft verwendet. Und das ist einfach wirklich radikal. Also ich kenne kein Beispiel, ich kenn kein weiteres Beispiel und ja… Ich bin einfach beeindruckt! Ja es gibt ja auch philandropische Unternehmer-Unternehmerinnen Billund Melinda Gates die investieren enorme Summen. Kann man sie in einem Atemzug nennen? oder ist das Äpfel mit Birnen zu vergleichen? Bill und Melinda Gates haben in ihrer Stiftung ihr Privatvermögen vermacht. Und nicht so, wie. ich wohn schon nahe Patagonia als Unternehmen – als florierendes Unternehmen noch immer laufendes Leben des Unternehmens in eine Stiftungen eingebracht. Ich glaube das ist schon ziemlich beispiellos!

[20:03] Jetzt reden wir von den fünftiger, sechziger, siebziger Jahren in Kalifornien, Amerika wo eben Wo schon in Nahr seinen Weg begonnen hat, glaubst du das heute eine Firmengründung mit genau dem selben Freihet überhaupt noch möglich wäre? Ich befürchte dass es nicht möglich ist oder nicht so leicht auf jeden Fall. Kalifornien in den fünftiger, sechstiger Jahren nicht nur Kalifornie und wahrscheinlich die ganze Welt war einfach noch nicht so zugepflastert mit Geschäftsideen. Mit Lösungen für alles und jedes. Und es war mit Sicherheit einfacher, einfach sein eigenes Ding zu machen und Lösungen zu finden – nachhaltige Lösungen. Ja, was diese Geschichte vielleicht noch zeigt ist meine Meinung Nachhaltigkeit wurde nicht jetzt erfunden sondern ist jetzt ein Modewort geworden, Sustainability Aber nachhaltiges Wirtschaften und da wird es noch etliche hunderte andere Beispiele geben, wie der Ivonschulinar. Hoffentlich! Scheinen offensichtlich auf einer Genetik der Verantwortung eines Unternehmens oder der Unternehmerin zu passieren?

[21:22] Ja ich finde das eigentlich auch einen sehr schönen Aspekt an der Geschichte von Patagonia und Ivonschuina dass Nachhaltigkeit eigentlich was ist, was wir nicht neu lernen sondern wiederlernen oder uns rückbesinnen können und sollen und müssen. Und das es eigentlich eine Sache ist die wir in uns haben und nur auf uns hören müssen und dann wissen wir eigentlich was zu tun ist und dann wisst man etwas ökologisch-soziale und auch unternehmensführungstechnisch nachhaltig ist. In diesem Sinne, liebe Hörer und Hörererinnen, liebe Vorranner, Freunde unserer Gemeinde. Wenn ihr euch weiter informieren wollt, immer Tickle auf der Homepage sind auch relevante Links dazu. Schaut euch die beeindruckenden Zahlen an, die entstehen. Patagonien, West- und Ostteil sprich Chile und Argentinien sind so groß! Zweiundzwanzig Mal Österreich mit zwei Menschen pro Quadratkilometer also dort unten kann man wirklich wirksam an der Rettung unseres Erdklemers und unseres Planeten arbeiten.

[22:32] In diesem Sinne, liebe Julia! Wir sind gespannt auf deine nächste Geschichte. Freuen uns vielleicht auf einen weiteren Podcast und eine Diskussion mit dir und ich wünsche dir noch eine wunderschöne Zeit auf dem Rad und mit dem Zug zurück nach Salzburg. Vielen herzlichen Dank. Danke auch für die Einladung. alles Gute ebenfalls Und danke für deine Top-Geschichte.

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