Der Hund soll das Beste bekommen. Doch muss es Muskelfleisch sein?
Viele Hundehalter:innen wollen ihrem Tier hochwertiges Futter geben. Gerade Fleisch in Lebensmittelqualität verschärft jedoch den Ressourcenverbrauch. Ines Haddu und das Team von XHUND setzen deshalb auf Larven der schwarzen Soldatenfliege – und auf eine Frage, die beim Einkauf oft untergeht: Was steckt tatsächlich im Napf?
Domino liegt während des Gesprächs ruhig unter dem Studiotisch. Der damals 14-jährige Hund von Ines Haddu hat in seinem Leben schon verschiedenes Futter kennengelernt. Nun frisst er Produkte, an denen seine Halterin selbst mitarbeitet: Leckerlis mit Insektenprotein. Was zunächst nach einer ungewöhnlichen Zutat klingt, führt zu einer grundsätzlichen Frage. Wie lässt sich ein Hund gut ernähren, ohne seinen Napf mit immer mehr Ressourcen zu füllen?
Haddu beschreibt im Forerunners-Podcast einen Widerspruch, den viele Menschen aus dem eigenen Haushalt kennen dürften. Der Hund gilt als Familienmitglied und soll hochwertiges Futter bekommen. Gleichzeitig achten manche Halter:innen beim eigenen Essen auf den Fleischkonsum und dessen Folgen. Wird für das Tier täglich Fleisch in Lebensmittelqualität gekauft, löst gute Qualität das ökologische Problem nicht. Sie kann den Hund sogar in Konkurrenz zu unserer Ernährung bringen.
Zwischen billigen Nebenprodukten und wertvollem Muskelfleisch
Auf dem Hundefuttermarkt sieht Haddu zwei problematische Extreme. Am einen Ende stehen günstige Produkte, deren Zutatenlisten sehr allgemein bleiben. Begriffe wie „pflanzliche und tierische Nebenerzeugnisse“ sagen wenig darüber aus, welche Bestandteile tatsächlich verarbeitet wurden. Nach Haddus Darstellung können dahinter sehr unterschiedliche Rohstoffe stecken, die für Kund:innen kaum nachvollziehbar sind.
Am anderen Ende steht Futter mit Muskelfleisch in Lebensmittelqualität. Das ist aus ihrer Sicht zwar die ernährungsphysiologisch bessere Variante, benötigt aber hochwertige Rohstoffe, die auch Menschen essen könnten. „Besser“ bedeutet in diesem Fall nicht automatisch „nachhaltiger“.
Genau in dieser Lücke setzt XHUND an. Das Team sucht eine tierische Proteinquelle, die Hunde versorgen kann, ohne noch mehr essbares Fleisch zu beanspruchen. Seine Antwort: Insektenprotein.
Wie aus Allergikerfutter eine Nachhaltigkeitsidee wurde
Die Idee entstand nicht zuerst aus einem Lifestyletrend. Eine Mitgründerin von XHUND stieß während ihrer Ausbildung zur Hundeernährungsberaterin auf Insektenprotein. In der Fütterung von Hunden, die herkömmliche Proteine wie Huhn oder Rind nicht vertragen, wurde es laut Haddu schon länger eingesetzt. Für die Gründer:innen lag darin ein zweiter, zunächst weniger beachteter Vorteil: Die alternative Proteinquelle ließ sich mit ihrem Wunsch verbinden, Tierfutter ressourcenschonender zu produzieren.
Haddu brachte dafür ihr Studium an der BOKU ein. Nach einem Bachelor in Umwelt- und Bioressourcenmanagement vertiefte sie sich im Master in Agrar- und Ernährungswirtschaft. Das vierköpfige Team ergänzte dieses Wissen um Produktentwicklung sowie wirtschaftliche und finanzielle Kompetenzen. Es ging also nicht darum, in der eigenen Küche spontan ein paar Larven unter einen Teig zu mischen und daraus ein Unternehmen zu machen.
Für die ersten Rezepturen suchte das Team den Austausch mit Hundeernährungsberater:innen, Tierärzt:innen und einer Hundefutterproduzentin. Bei einer Gründungsveranstaltung der Erste Bank trafen die vier auf eine Produzentin mit einer ähnlichen Vorstellung vom Markt. Aus diesen Kontakten entstanden Prototypen, zunächst in Form von Leckerlis. Erst danach folgten Tests im Freundeskreis und mit den Hunden der Beteiligten.
Was in der Insektenzucht anders läuft
XHUND verwendet die Larven der schwarzen Soldatenfliege. Nicht die ausgewachsene Fliege wird verarbeitet, sondern das Tier bereits im Larvenstadium. Die Zucht findet nach Haddus Schilderung in geschlossenen Hallen statt. Dort wachsen die Larven in übereinandergestapelten Behältern heran. Durch diese vertikale Anordnung lässt sich die Zucht auf vergleichsweise wenig Fläche betreiben.
Gefüttert werden die Larven mit organischen Reststoffen aus der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Haddu nennt aussortiertes Gemüse sowie Rückstände aus der Bier-, Wein- und Saftherstellung. Materialien, die noch Nährstoffe enthalten, aber nicht mehr in den Handel gelangen, werden so zur Grundlage für eine neue Proteinquelle. Nach rund zwei Wochen können die Larven geerntet und weiterverarbeitet werden.
Haddus ökologisches Argument steckt vor allem im Futter für die Larven. Nach ihrer Darstellung müssen dafür keine zusätzlichen Futterpflanzen angebaut werden. So sinkt der unmittelbare Flächenbedarf, und es werden weniger Wasser und andere Ressourcen für den Futtermittelanbau benötigt. Die Wärme in den geschlossenen Anlagen entsteht zum Teil durch die hohe biologische Aktivität, weshalb laut Haddu weniger zugeheizt werden muss.
Rind oder Huhn werden hier also nicht einfach durch ein exotisches Tier ersetzt. Der Ansatz verbindet vertikale Zucht mit der Nutzung vorhandener Reststoffe. Diese Verbindung macht ihn für eine ressourcenschonendere Tierernährung interessant.
Ein neues Protein braucht trotzdem ein vollständiges Produkt
Eine nachhaltigere Zutat allein ergibt noch kein gutes Hundefutter. Die Rezeptur muss den Hund versorgen, rechtliche Vorgaben erfüllen, produzierbar sein und am Ende auch gefressen werden. Im Gespräch betont Haddu, dass die schwarze Soldatenfliege für Heimtierfutter bereits zugelassen war und in der Allergikerfütterung Erfahrung damit bestand. Das Team habe Studien geprüft und sich bei der Produktentwicklung fachlich beraten lassen.
Dann bleibt die Akzeptanz. Domino nahm die ersten Versuche nach Haddus Erzählung sofort an. Andere Hunde brauchen möglicherweise mehrere Anläufe, weil Geschmack und Gewohnheit verschieden sind. Eine allgemeine Wirkung lässt sich aus solchen Erfahrungen nicht ableiten. Haddu schildert zwar, dass sich Dominos Verdauung mit dem neuen Futter verbessert habe, bezeichnet ihre Erklärung dafür aber ausdrücklich als persönliche Vermutung und nicht als tierärztlich geprüften Befund.
Damit zieht Haddu selbst eine klare Grenze: Insektenprotein ist kein medizinisches Versprechen. Sein nachvollziehbarer Nutzen liegt in diesem Gespräch vor allem in der Proteinquelle und der Art ihrer Herstellung.
Transparenz beginnt auf der Rückseite der Packung
Wer nachhaltiger füttern möchte, muss nicht auf das nächste Start-up warten. Haddus unmittelbarster Rat ist einfacher: Zutatenlisten lesen und auf eine offene Deklaration achten. Ein Hersteller sollte nicht nur Sammelbegriffe nennen, sondern verständlich ausweisen, was im Produkt steckt.
Mit einer genauen Zutatenliste lässt sich zumindest nachvollziehen, ob die Zusammensetzung zum eigenen Tier passt und an welchen Rohstoffen das Nachhaltigkeitsversprechen hängt. XHUND knüpft seinen Ansatz deshalb nicht nur an die Larve, sondern auch an nachvollziehbare Zutaten und fachlich entwickelte Rezepturen.
Zum Zeitpunkt des im Mai 2023 veröffentlichten Gesprächs war das Unternehmen rund ein Jahr alt. Die Leckerlis wurden über den eigenen Onlineshop und kleine Fachhändler in Österreich und Deutschland verkauft. Als nächste Schritte nannte Haddu Nassfutter, weitere Snacks und langfristig auch Produkte für Katzen. Zugleich wollte das Team Produktion und Rohstoffe möglichst regional halten. Ob und wie diese Pläne umgesetzt wurden, ist nicht Gegenstand der Episode. Das Gespräch dokumentiert den damaligen Entwicklungsstand.
Nachhaltiger wird der Napf nicht durch ein Etikett
Das Gespräch ist kein Freibrief für jedes Insektenprodukt. Es nennt aber konkrete Kriterien: die Herkunft der Proteinquelle, den tatsächlichen Ressourcenbedarf, eine passende Rezeptur und eine Deklaration, die Kund:innen verstehen können.
Insektenprotein kann dabei einen konkreten Zielkonflikt entschärfen. Es nutzt im beschriebenen Modell organische Reststoffe, statt für Heimtierfutter zusätzlich Fleisch in Lebensmittelqualität zu beanspruchen. Für Hundehalter:innen entsteht damit eine weitere Möglichkeit zwischen schwer nachvollziehbaren Nebenprodukten und ressourcenintensivem Muskelfleisch.
Der Hund soll weiterhin gutes Futter bekommen. Entscheidend ist aber nicht allein, wie viel wertvolles Fleisch im Napf liegt. Wichtiger ist, welche Nährstoffe das Tier braucht und wie sie sich mit weniger neuen Ressourcen bereitstellen lassen.
Transkript
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[00:00] Hallo und gratuliere dir! Du bist bei Forerunners Network gelandet. Good People, Good Stories statt täglich neuer Skandale. Also, besuche unsere Homepage. Dort triffst du viel mehr gute Dinge als sonst irgendwo. Lösungen, Ideen und Innovationen, Masterclasses und die besten Stories zum Wandel. Werde auch du ein Forerunner und besuche uns auf forerunners.network. Und jetzt viel Spaß beim Podcast. Für Menschen, die neue Wege gehen. So, meine lieben Forerunner hier draußen in der großen, weiten Welt, ob Apple, Podigy, Teaser oder ihr seid wirklich auf unserer Homepage Forerunners.network, dort wo die Nachhaltigkeit ist, Wir haben heute einen Top-Gast heute bei uns. Bei mir sitzt nämlich die Ines Hadou. Kennengelernt habe ich sie auf der Top 100 Messe der grünen Betriebe in Österreich. Und wir sprechen heute mit Gshund und das ist Tiernahrung mit einem ganz besonderen Approach. Da wird uns Ines dann einiges dazu erzählen.
[01:25] Sie ist eine junge Frau und sicherlich die Jüngste, die bei uns jetzt beim Podcast war. Und auch diese Geschichte interessiert uns. Hallo Ines, schön, dass du da bist. Und erzähl uns mal den Weg von damals bis heute hier zu uns ins Studio. Ja, servus Christoph. Mich freut es total, hier sein zu dürfen. Mein erster Podcast. Ich bin total aufgeregt und freue mich, heute über Gshund erzählen zu können. Ja, wie bin ich hier auf dem Stuhl vor dir gelandet? Ein weiter Weg. Vielleicht die Motivation heraus, wie es überhaupt zu Gshund gekommen ist. Ich gehöre eine Generation an, die konfrontiert ist mit den Folgen des Klimawandels, die stark mitbekommt, was gerade passiert mit unserer Welt, durch unser Handeln. Und die den Drang verspürt, etwas zu verändern und Lösungen zu bringen für diese Welt. Und ich habe vor vier, fünf Jahren an der BOKU angefangen zu studieren. Wahrscheinlich sogar länger.
[02:29] Und mit der Motivation eben heraus zu lernen, was sind die Probleme, die unsere Umwelt gerade belasten und wie kann man hier Lösungen finden. Ich bin so in meinem Bachelor in Umwelt- und Bioresourcenmanagement eingestiegen, habe den dann abgeschlossen und bin im Laufe meines Bachelors immer mehr drauf gekommen, das Thema Ernährung ist das, was mich so wirklich interessiert an der ganzen Geschichte unserer Landwirtschaft. Es ist ein Teil des Problems, aber kann auch gleichzeitig ein Teil der Lösung sein. Und ich wollte mich da weiter vertiefen und so bin ich dann an der BOKU weiter in meinem Master in Agrar- und Ernährungswirtschaft eingestiegen. Im Laufe meines Studiums ist dann irgendwann die Gloria auf mich zugekommen. Du hattest ja schon die Gelegenheit, sie kennenzulernen. Die ist heute leider nicht dabei. Aber die Gloria hat, so wie ich, den Drang, etwas zu verändern. Und so wie ich ist sie auch aus diesem Ernährungs-Background, kommt sie, studiert auf der Fachhochschule Wieselburg, Produktentwicklung.
[03:28] Und da kommt auch ihr Ansatz, hier in dem Bereich Ernährung etwas verändern zu wollen. Sie hat die großartige Idee gehabt, aus Insektenproteinen ein Hundefutter zu machen. Ich werde sicher später noch ein bisschen genauer darauf zurückkommen, wie das Ganze zustande kam. Aber kam dann mit dieser Idee auf mich zu, so hat das langsam begonnen. Dass wir uns zusammengefunden haben, dass wir dann auch noch zwei Freunde mit an Bord geholt haben und angefangen haben, dieses Projekt sozusagen aufzubauen und uns da mal einzulesen und zu schauen, was es da für Möglichkeiten gibt. Gehen wir vielleicht kurz mal in diese Gründungsphase. Da treffen sich vier junge Menschen, alle von der BOKU? Ich bin von der BOKU, eben die Gloria, Fachhochschule Wieselburg. Der Max hat ein Online-Studium gemacht. Er kommt eher aus dem wirtschaftlichen Background und auch der Flo bei uns ist mehr aus dem Finance-Background.
[04:25] Also wir ergänzen uns da mit unserem Wissen auch, weil irgendwo braucht es die Burschen auch, ihr Know-how auch. Sonst läuft einfach das Business nicht. Und wie war das? Der Gen Z wird ja oft angedichtet, vorgeworfen, naja, Wellbeing und Work-Life-Balance. Und ich habe alle eigentlich Ausbildungen, wo man sagt, wenn die fertig ist, dann steige ich ja spielend einmal in einen 3.000, 4.000 Euro Brutto-Startjob ein. Das sind ja ganz, ganz begehrte Berufe, in denen ihr da eure Diplome gemacht habt. Was bewegt jemanden dann, selbstständig zu sein? Du hast schon gesagt, natürlich etwas zu verändern. Wie stark spielt da auch, sage ich einmal, der Wunsch nach finanzieller Bestätigung zum Beispiel eine Rolle? Ich habe gar nicht so aus der Motivation heraus gegründet, dass ich da jetzt ein Start-up aufbaue, das am Ende millionenwert sein soll. Und ich mache mir die Taschen voll mit Geld.
[05:33] Ganz im Gegenteil. Also bei uns allen ist wirklich die Motivation, wir haben alle so eine Hands-on-Mentalität. Und wir packen alle vier gerne an und tun einfach. Und es hat sich für uns eigentlich eher als Möglichkeit dargestellt, dazu zu lernen. Also das war eigentlich das, woran wir uns alle festgehalten haben am Anfang, wo wir noch kurz vor der Gründung standen, dass wir gesagt haben, das ist eine irrsinnige Möglichkeit jetzt, wirklich selbstständig jetzt daran zu arbeiten. Wir verpflichten uns dazu, hier wirklich dazu zu lernen und daran zu wachsen. Und das ist eine unglaubliche Möglichkeit. Ich habe eine Lernkurve jetzt hinter mir in diesem letzten Jahr, wir alle vier, die, glaube ich, keinen Job auf der Welt uns ermöglicht hätte, außer eben die Selbstständigkeit und dieses Projekt jetzt mit gesund wirklich zu verwirklichen. Wie darf sich das ein Amateur vorstellen, der seinen Hund, übrigens der Hund von Ines, liegt gerade unter unserem Tisch und ist wirklich vorbildlich leise.
[06:34] Ich hätte mir so gewünscht, dass er einmal bellt. Das können wir noch nachholen. Wie hat das so richtig begonnen? Ihr seid zusammengesessen, ihr habt gesagt, das sollten wir jetzt tun. Und seid ihr dann Insekten sammeln gegangen und habt es versucht, dann Hunde zu verfüttern, wie die darauf reagieren. Wie darf ich mir das vorstellen, bis dann der erste Hundesnack einmal auf dem Tisch liegt, der funktioniert? Wie ist der Prozess da dahinter gewesen? Na ja, also nachdem die Idee mal eben kam, als umweltbewusste Menschen, die da sehr auf die Ernährung achten, auch beim Fleisch eben eine Proteinalternative zu finden. Das habe ich jetzt auch vorhin noch nicht gesagt, aber wir achten ja alle auch auf unseren Fleischkonsum und haben da einfach eine Lücke gesehen. Wenn ich jetzt einen Hund halte und ich selber kaum noch oder gar kein Fleisch mehr esse, wie funktioniert das dann noch mit der Hundehaltung, wenn der Hund ein halbes Kilo Fleisch beispielsweise jeden Tag in den Napf bekommt?
[07:34] Von dieser Idee heraus hat die Gloria tatsächlich dann angefangen, eine Ausbildung zur Hundeernährungsberaterin zu machen. Und da ist sie auf das Insektenprotein gestoßen. Das kommt nämlich eigentlich aus der Allergikerfütterung bei Hunden. Wird schon jahrelang eben für Hunde, die eine Proteinintoleranz oder Allergie haben auf Hühnerprotein, Rinderprotein, da muss man dann meistens ausweichen auf ein Protein, das der Hund noch nie hatte. Und da kam dann natürlich auch Insektenprotein immer sehr gelegen. Und von da weg hat sie mal angefangen, sich für dieses Thema mehr zu interessieren, da einzulesen und kam dann drauf, in Wirklichkeit ist das ja auch neben einer hypoallergenen Proteinquelle auch eine sehr, sehr nachhaltige. Und nachdem wir uns dann alle zusammengetan haben und uns eingelesen haben, alle Vorbereitungen sozusagen für die Gründung auch getroffen haben, haben wir noch in Vorgründungszeit an einem Event von der Ersten Bank, die Glaub an dich Challenge, teilgenommen, wo wir unsere Idee eingereicht haben mit Gesund auch.
[08:39] Da gab es tolle Workshops, an denen wir teilnehmen konnten, wo wir wirklich auch noch an unserer Idee feilen konnten mit Experten zusammen. Und wir hatten dort die große Chance, auf eine Frau zu treffen, die so wie wir den Hundefuttermarkt nachhaltig umkrempeln will und die gleiche Mission vor Augen hatte und selbst Hundefutterproduzentin ist. Und ja, so haben wir den Kontakt mal zur ersten Produzentin gehabt und neben der Produzentin hatten wir auch Kontakt zu Hundeernährungsberaterinnen und Tierärztinnen auch schon aufgenommen. Und ja, da haben wir dann auch schon angefangen Rezepturen aufzustellen, eben in Beratung mit den Experten aus der Ernährung plus mit Beratung von Produzentinnen, die selber auch schon viel Know-how eingebracht hat. Und so kam es dann zur Produktion dieser ersten Prototypen, Leckerlis, die wir dann auch in dieser ersten Testphase an all unsere Freunde gleich einmal verkosten lassen durften. Und so kam es dann eben zu diesem ersten Test und dem ersten Prototypen.
[09:44] Mich interessiert so der erste Berührungspunkt mit den Larven der Soldaten. Könnenfliege. Erzähl uns da über diese Momente. Also die schwarzen Soldatenfliegen werden gezüchtet tatsächlich. Da gibt es schon einige Farmen. Wir haben damals in Österreich auch schon Kontakt aufgenommen. Vor einem Jahr haben wir dann noch nicht ganz so viel Erfolg gehabt in Österreich. Dann haben wir uns in Deutschland umgeschaut und sind dort auf Züchter getroffen, die total Lust hatten, das mit uns zu machen. Das muss man sich vorstellen, das sind geschlossene Hallen. Es wird tatsächlich nicht die Fliege selbst geerntet, sondern die Larve. Also im Larvenstadium wird sie schon geerntet. Die Fliegen dienen dann nur für die Reproduktion der nächsten Populationen. Und die Larven selbst wachsen in großen Behältern heran. Die werden gestapelt. Das ermöglicht eine vertikale Zucht, was sehr viel platzeffizienter auch ist. Und in diesen Behältern werden die Larven mit Reststoffen aus der Landwirtschaft gefüttert.
[10:51] Sprich, alles was wir beispielsweise aussortieren gerade, weil die Gurke zu krumm ist beispielsweise. Oder irgendwelche Schönheitsmerkmale, also Schönheitsfehler sozusagen aufweist, weshalb der Handel nicht abnimmt. Aber auch Reststoffe aus der Bier-, Wein-, Saftproduktion, Bierdrester, Weindrester, alle möglichen Abschnitte. Das ist eigentlich alles ja noch hochwertiges organisches Material, das hier dann den Larven gefüttert werden kann. In diesem Substrat wachsen die Larven dann zwei Wochen heran, bis sie dann eigentlich mastreif sind. Und nach zwei Wochen können die Larven schon geerntet werden und bieten ein super hochwertiges tierisches Protein, das dann weiterverarbeitet werden kann. Wie groß sind die nach zwei Wochen? Die sind einen halben Zentimeter bis Zentimeter. Ja, sehr, sehr klein, haben einen Panzer. Der Panzer ist übrigens eine tolle Chitinquelle, also Ballaststoffquelle, die auch für Hunde wirklich ideal ist, gerade für die Verdauung. Ein sehr, sehr toller Nährstoff. Ja, tolle Sache eigentlich. Überhaupt nicht ekelhaft.
[12:02] Wie lange gibt es jetzt das Hund? Übrigens die Larven seht ihr ja schön auf den Fotos auf der Homepage von der Innes und ihrem Team. Gesund gibt es jetzt genau ein Jahr. Wir hatten am 20. Mai Firmenjubiläum. Wow. Ja. Ja, da ist aber echt schon etwas weitergegangen, weil ihr seid ja auch schon im Handel erhältlich. Genau, ja. Wir sind in kleinen Fachhandeln schon in Österreich, auch schon in einigen in Deutschland vertreten und vertreiben natürlich gleichzeitig auch über unseren eigenen Onlineshop. Hast du selber schon einmal so ein Ding gekostet? Ja, nämlich auch. Ja, ja, auf jeden Fall. Also ich habe von uns auch alle Produkte durchgetestet, die Leckerlis, also alles. Die Larven selbst sind tatsächlich wirklich nicht schlecht. Also wenn man vielleicht mal das Kopfkino abschalten kann, schmeckt es ein bisschen nussig. Also wie eine Erdnuss von der Aromatik her. Ich habe aber auch schon verschiedene andere Insekten mittlerweile probiert aus Neugierde.
[13:03] Gibt es ja getrocknet eigentlich auch als Snack mittlerweile bei uns in ausgesuchten Läden. Und gar nicht mal so schlechter. Ja, eh. In Wirklichkeit, wenn ich jetzt die Augen zumache und der Erdnuss esse und jemand sagt mir, du hast mir gerade das oder das gegessen, lasse ich es mir auch einreden. Meistens schmeckt es eher nach Salz und Knack. Genau, ja. So, wichtig ist die Nachhaltigkeit in der Produktion. Vielleicht sollten wir da unsere Hörerinnen noch ein wenig mit Zahlen verwöhnen, weil es ist eine nachhaltige Landwirtschaft, die da betrieben wird, was die Ressourcenverschwendung oder Nichtverschwendung betrifft. Ja, vielleicht welche Zahl wir auch immer gerne anführen davor, um zu erklären, warum wir Insekten jetzt nutzen, sind auch die Zahlen der Heimtierfutterproduktion, weil das ist ein wirklich großes Thema, das oft nicht angesprochen wird. Wir reden sehr viel über unsere Fleischproduktion. Wir ignorieren dabei aber ein bisschen dieses Heimtierfutter-Thema.
[14:14] Man muss sich vorstellen, es gibt eine Studie, die sich den ökologischen Pfotenabdruck eines Hundes sozusagen angeschaut hat, beziehungsweise von Hunden und Katzen und die herausgefunden hat, dass beispielsweise alleine jetzt Hunde und Katzen in den USA so viel Nahrungsenergie aufnehmen wie 62 Millionen Menschen. Also eine wirklich ordentliche Menge natürlich Essen in Emissionen ausgedrückt. Die globale Heimtierfutterproduktion emittiert jedes Jahr so viel wie 37 Millionen Autos. Unfassbar. Ist es gar nicht so zu vernachlässigen, ja. Und von dem Ressourcenverbrauch, man braucht circa eine Fläche eineinhalbmal so groß wie Deutschland, um diese ganzen Ressourcen auch anzubauen, zur Verfügung zu stellen. Und Wasser wird so viel in etwa wie der Bodensee enthält verbraucht in der Produktion. Alles per Abo. Alles genau. Alles jährliche Zahlen. Und ja, wir sehen nämlich da im Hundefutter eben dieses Problem mit der Trend geht sehr stark in Richtung Lebensmittelqualität, weil man natürlich als Hundehalter nicht mehr diese Schlachtabfälle und dieses minderwertige Futter füttern will.
[15:24] Das ist ja unser Familienmitglied. Der Hund soll nur das Beste bekommen, aber dann tritt der Hund in seiner Ernährung plötzlich in Konkurrenz mit unserer Ernährung, weil hier jetzt plötzlich wirkliches Muskelfleisch verbraucht wird. Das ist zwar gesünder, aber das ist nicht ökologischer. Und das ist so das Problem, das wir dahinter sehen und weshalb wir jetzt sagen, na, wir kommen jetzt wirklich mit einer komplett neuen Proteinquelle her. Bei den Larven ist es so, ich habe ja schon die Fläche angesprochen, sie werden vertikal gezüchtet. Das ermöglicht laut unseren Züchtern pro Tonne lediglich 16 Quadratmeter Flächenverbrauch. Die Fläche wird auch stark reduziert dadurch, dass wir keine Futterpflanzen mehr anbauen müssen. Wir sparen dadurch nicht nur eben auch wieder Fläche, sondern auch Ressourcen wie Wasser, die hier wieder wegfallen. Also ich muss jetzt zum Beispiel nicht Sojapflanzenanbau im Regenwald betreiben, was dann als Tierfutter hier in Europa dient.
[16:18] Und von Seiten der Emissionen, weil wir auch immer wieder gefragt werden, ist das nicht extrem intensiv in den Emissionsausstoß, ist es tatsächlich nicht. Man muss auch gar nicht so viel heizen. Diese Farmen sind geschlossene Räume und diese hohe biologische Aktivität in der Farm selbst erzeugt von sich heraus schon so viel Wärme. Da muss gar nicht mehr so viel nachgeheizt werden jetzt im Winter. Und es sind ungefähr pro Tonne 650 Kilo CO2 Ausstoß. Okay, reden wir einmal von Standards und vom Zugang zur Wissenschaft. Ihr alle seid selber eigentlich halbe Wissenschaft oder ganze Wissenschaftler durch eure Ausbildungen. Aber bis man einmal ein Produkt in den Verkehr bringen darf, wird es wahrscheinlich auch noch die eine oder andere Hürde gegeben haben, die ihr mit Wissenschaftlern oder mit gelöst habt. Tatsächlich, also wirkliche Hürden gibt es nicht. Die schwarze Soldatenfliege ist nämlich schon zugelassen für den Heimtierfuttergebrauch
[17:16] und das schon seit längerem. Sie ist eben auch schon lange erprobt. Wir haben uns wirklich durch, wir haben die Studien durchforstet und haben danach geschaut. Wie gesagt, das kommt aus der Allergikerfütterung, deswegen wurde das auch schon lange an Hunden getestet. Auch für Katzen übrigens eine tolle Proteinalternative. Die Standards, die man einhalten muss als Hundefutterhersteller, sind laut der Fedia, also europäischen Standards, die eingehalten werden müssen. Wobei ich dazu immer gerne sagen muss, das sind wirkliche Mindeststandards. Also die übertreffen wir bei weitem. Also da sind wir wieder beim Thema, wir wollen ja unseren Hunden wirklich was Gutes tun. Jetzt sind wir eh schon auf den Hund gekommen und ihr heißt Hund. Und was belastet jetzt Hunde heute, zivilisierte Hunde oder Hunde in einer zivilisierten Gesellschaft? Wir reden ja in Österreich von 99% verwöhnten Tieren, sage ich jetzt einmal, die halt Menschen gleich in Familien mitleben, was Hund und Katz betrifft.
[18:23] Was belastet die Tiere und was tut ihnen gut? Einmal Richtung Fütterung oder nicht zu viel Fütterung vielleicht sogar und dann auch noch deine Hunde-Expertise, Thema Bewegung. Ja, Thema Futter, ich habe es schon angerissen. Also wir haben wirklich diese zwei, es gibt diese zwei Trends in der Hundefütterung, in der Hundefütterung, die bemerkbar sind. Man hat auf der einen Seite, wie soll ich es schön ausdrücken, das ist einfach billiges Fleisch, Nebenerzeugnisse, Schlachtabfälle, da steckt meistens, da werden Tiermehle verarbeitet, das sind Knochen, das sind Knorpel, da können aber auch Hufe, Federn, Hörner, alles Mögliche zermahlen werden. Da steckt meistens nicht sehr viel, sehr viel Nahrhaftes drinnen für den Hund. Das wäre mal das eine Extrem. Das andere Extrem ist dann zwar gesünder, gutes Futter, Muskelfleisch, Fleisch in Lebensmittelqualität, dafür aber wesentlich unökologischer. Das wäre gesünder, aber nicht mehr so nachhaltig. Ich denke dann manchmal auch an die Rohfleischfütterung, das BAF ist ja auch ein Trend.
[19:36] Da muss man aufpassen, das kann Antibiotika belastet sein, beispielsweise das wird ja dann eben nicht mehr erhitzt, das kann dann eben auch noch die Antibiotika-Rückstände enthalten. Da gibt es auch immer wieder in den Nachrichten mal wieder was zu lesen darüber. Da wären wir dann eben beim Thema, also man kann schon bei der Ernährung viel falsch machen. Was finde ich, was ganz Schlimmes ist in der Hundefütterung, ist, dass die Deklaration nicht komplett transparent sein muss. Also rechtlich darf da dann stehen pflanzliche und tierische Nebenerzeugnisse in der Zutatenliste, Punkt. Und mehr nicht. Und der Hundehalter oder die Hundehalterin hat eigentlich keine Ahnung, was da im Futter drinnen verarbeitet wurde. Jetzt, wo du so die Ingredienzien aufgezählt hast, will ich es auch gar nicht mehr wissen. Wenn das steht, dann denke ich mir immer, das ist eigentlich schon ein bisschen ein Anzeichen, dass da jemand etwas verheimlichen will und mir nicht ganz sagen will, was drinnen steckt.
[20:34] Deswegen eben, was kann man tun in dem Fall? Auf jeden Fall hinten mal nachschauen und schon mal darauf achten, dass das eine offene Deklaration ist, dass wirklich der Hersteller alles offen deklariert, was er hineingetan hat ins Futter. Dann kann man zumindest schon mal nachlesen, was steckt drinnen und einfach besser nachvollziehen, ist das überhaupt etwas Gescheites für meinen Hund oder nicht. Was ist jetzt die Reaktion zum Beispiel von deinem Hund oder von euren Crash-Tests damals, von den Gesund-Hunden? Du bist wahrscheinlich nicht die einzige. Die Chef-Vacosta haben wir sie genannt. Die Chef-Vacosta. Deiner Name noch einmal? Domino. Der Domino ist 14, hast du vorher gesagt. Genau. Bevor er seine Fitness bewundert. Und dadurch, dass deine Firma erst ein Jahr gibt, hat er ja jahrelang etwas anderes gegessen. Genau. Jetzt muss er wahrscheinlich ein Hund essen. Wie geht es ihm damit? Ist er das jetzt nicht wirklich daran gewöhnt?
[21:34] Ja, er hat es sofort angenommen. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass wir ganz, ganz am Anfang noch in der Küche die ersten, die ersten Mischungen auf Backmatten ausprobiert haben. Und er damals einfach in der Küche saß und ihm der Sabber runterhing und er sich schon so gefreut hat, dass Frau Lieder was für ihn gerade bäckt. Vielleicht hat er so ein bisschen einen Einfluss gehabt auf seine Akzeptanz von vornherein. Ihm hat es sofort geschmeckt. Ich habe mich auch durchprobiert durch andere Anbieter. Vereinzelt gibt es auch schon in Deutschland hier und da Unternehmen, die mit Insekten Hundefutter machen. Es ist immer unterschiedlich. Manches hat, im meisten Fall hat es ihm gut geschmeckt, manches dann wieder nicht. Aber Hundegeschmäcker sind wirklich unterschiedlich, muss ich dazu sagen. Und sie sind auch Gewohnheitstiere. Also sie gewöhnen sich natürlich an das, was Herrchen, Frauchen ihnen gibt.
[22:20] Und für jeden Hund, der ein bisschen Skepsis am Anfang zeigt, der zweite oder dritte Versuch ist es dann meistens. Und wenn sie es dann einmal gefressen haben, kann man ihnen wirklich Insekten problemlos füttern. Und ohne dich jetzt als Ärztin oder so zu fragen und dem Domino, hat sich irgendwas gebessert, weil ein 13-jähriger Hund, jetzt ist er 14, wird schon die eine oder andere Macke haben, sage ich jetzt einmal. Hast du das Gefühl, seit du ihm gesund fütterst, dass es ihm besser geht? Tatsächlich ja. Ja, also es ist, ich muss es halt jetzt ansprechen, aber wir als Hundebesitzer haben da eh keine Angst. Aber der Stuhlgang ist oft ein Problem bei Hunden. Durchfall ist meistens ein häufiges Wehwehchen für viele Hunde. Und auch beim Domino war das so. Ich habe wirklich lange gebraucht, um noch vorgesund auch was zu finden, wo er halbwegs gut das verdaut.
[23:16] Und das kann manchmal tatsächlich ein Ballaststoffmangel auch sein. Und das ist jetzt meine Vermutung. Ich bin eben keine Tierärztin und ich habe das jetzt auch nicht prüfen lassen. Aber die Insekten sind sehr ballaststoffreich und Ballaststoffe entziehen im Darm noch ein bisschen Wasser. Und am Ende kommt einfach alles wirklich schön raus. Und das hat auf jeden Fall auch den Effekt bei unseren Hunden gehabt. Also sie verdauen das alle wirklich super. Ja, ich kenne das. Ich bin ja selber Hundebesitzer. Das ist ja absurd, aber man freut sich ja dann, wenn es hinten schön rauskommt bei den Hunden. Wir heben es ja auf, oder? Es ist also, wir heben es auf. Ganz genau. Richtig. Danke Uli Simer noch einmal im Nachhinein. Er hat es durchgesetzt. Ja, ja. Jedem sein Gackerl, Sackerl. Ja, gehen wir vielleicht einmal jetzt zurück auf Ines und auf das Ines-Team, die Gloria und die beiden Männer.
[24:12] Was sind denn jetzt so die nächsten Pläne für die Zukunft? Einerseits, was die Produktrange betrifft. Zweitens, was die Firma betrifft. Und noch einmal die Frage, wollt ihr nicht ganz super teuer dann irgendwann an die großen fünf Lebensmittelkonzerne in der Welt verkaufen? Erzähl, was dich bewegt. Aber so wie du mich gerade anstrahlst und anlachst, da ist sehr, sehr viel Engagement und Freude auch dahinter im Augenblick. Ja, da steckt wirklich unser gesamtes Herzblut drinnen in gesund. Und die nächsten Steps, also wir haben ja am Markt sind momentan unsere Leckerlis. Wir sind schon seit Anfang des Jahres dabei, die Rezepturen zu entwickeln für Nassfutter. Next Step ist demnach im Herbst unsere ersten Nassfuttersorten auf den Markt zu bringen. Und natürlich gibt es in der Produktpalette für Hunde noch weitere Möglichkeiten. Trockenfutter, aber auch im Snackbereich noch viele Möglichkeiten, die wir noch wahrnehmen wollen unbedingt.
[25:16] Und natürlich auch, weil wir schon so oft gefragt werden, die Katzen. Die möchten wir natürlich auch nicht auslassen. Insektenprotein ist wirklich eine super tolle Alternative auch bei Katzen. Gerade weil Katzen wirklich tierisch ernährt werden müssen gesetzlich. Und demnach sich das auch sehr gut anbietet hier. Und das wäre von den Produkten auf jeden Fall der Weg, den wir weitergehen wollen. Wir versuchen wirklich alles, dass es auch regional weiterhin bleibt. Das ist uns wirklich wichtig. Ich glaube, wir haben in Österreich genug tolle Produzenten, genug Ressourcen zur Verfügung, Rohstoffe, die wir nutzen können. Das ist uns wirklich wichtig, dass wir hier schauen, dass wir das weiterhin hier auch weiterführen können. Und für unsere allgemeine Mission ist es einfach wirklich so viele Hundehalterinnen wie möglich jetzt auch einfach darüber aufzuklären, dass Insekten unabhängig auch von Hunden als Ernährung für Hunde eine ganz, ganz tolle Sache sind für unsere Zukunft.
[26:16] Und ich bin froh, wenn ich sehe, dass die EU wieder neue Insekten zulässt für den Konsum, weil mich das einfach positiv stimmt für die Zukunft. Dass wir es vielleicht wirklich jetzt begreifen, dass das was Tolles ist. Ich meine, zwei Drittel der Weltbevölkerung isst Insekten und nur wir hier in Europa und vereinzelt hier und da haben uns irgendwann dagegen entschlossen. Manchmal schluckt man eine Mücke oder so beim Radfahren. Oder ich dachte, es gibt dieses Sprichwort, dass man im Schlaf auch irgendwie eine gewisse Anzahl an Insekten einem in den Mund krabbeln. Es ist eigentlich eben halb so wild. Aber das ist auf jeden Fall die Zukunft, an der wir jetzt momentan arbeiten. Und so viel weiter denken wir noch gar nicht. Also jetzt ist es wirklich unsere Produktpalette aufzubauen, den Vertrieb auszubauen. Also wir wollen auf jeden Fall in Deutschland auch stärker präsent sein.
[27:07] Genau. Klingt nach einem guten, guten Plan. Jetzt nicht nur für ein ganz sicher super motiviertes Team, sondern auch für die Ökologien in unserem Ressourcenmanagement. Und ja, ich bin ganz hin und weg. Wir haben gesagt, und bitte, alle die jetzt zuhören, das ist kein bezahlter Podcast. Und wenn ich jetzt sage, es gibt ein Gewinnspiel, dann eigentlich nur, weil uns Gloria, Ines, mein Sohn und ich, als wir uns auf der Messe im Semper-Depot trafen, auf einen Hyps sympathisch waren. Hundebesitzer, die einander verstehen. Ist eigentlich fast logisch und aufgelegt. Und wir wollen trotzdem etwas ankündigen, nämlich ein kleines Gewinnspiel. Die Ines hat gesagt, sie wird uns einige Proben zukommen lassen. Das werden wir dann mit einem Newsletter-Abo verbinden. Das heißt, ihr müsst nichts anderes als den Newsletter von Vorranders Network abonnieren. Das seht ihr auch auf den sozialen Medien und auf unserer Homepage.
[28:08] Und ihr bekommt dann eine kleine Probe heimgeschickt. Wenn ihr keinen Hund habt, ihr könnt ihn selber auch gerne probieren und essen, wie das die Ines gemacht hat. Du und Domino, was macht ihr jetzt als nächstes? Ich glaube, wir werden dann wahrscheinlich nach Hause schauen. Es wird wahrscheinlich noch ein kleines Leckerli geben, die Abendgasserunde und ganz entspannt dann schlafen gehen. Der Domino ist ja schon ein älterer Herr und ich muss morgen auch schon wieder früh raus. Und so werden wir den Abend ausklingen lassen. Ich wünsche euch alles Gute. Ines, dir vielen Dank fürs Kommen. An euch da draußen, Vorranders Network hören. Auch unsere anderen Podcasts sind alle hochinteressant. Heute war die Ines da. Es war wunderbar. Danke dir. Auf Wiederschauen. Danke.
