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Europa braucht nicht den schnellsten Zug, sondern ein Netz ohne Grenzen

Ein U-Bahnplan für einen ganzen Kontinent: Mit Metropa macht Stefan Frankenberger sichtbar, wie ein zusammenhängendes europäisches Bahnnetz aussehen könnte. Seine Vision handelt nicht nur von Schienen und Fahrzeiten. Sie stellt die Frage, was passiert, wenn Mobilität einfacher wird und Grenzen im Alltag an Bedeutung verlieren.

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Podcast27.09.2023

Auf Stefan Frankenbergers Karte wird Europa zu einer einzigen Stadt. Bunte Linien verbinden 92 Metropolregionen, von Lissabon bis Moskau und von Oslo bis Tel Aviv. Erst beim genaueren Hinsehen fällt auf, dass die Stationen keine Straßen oder Plätze bezeichnen, sondern ganze Ballungsräume. Der Plan zeigt nicht, wie Europa heute funktioniert. Er zeigt, wie der Kontinent einmal verbunden sein könnte.

Die Karte wirkt einfach. Ihre Umsetzung ist es nicht. Laut Frankenberger wären rund 86 Prozent der auf dem Metropa-Plan eingezeichneten Strecken theoretisch bereits vorhanden. Trotzdem könnte kein Zug das Netz so befahren, wie es die Grafik verspricht. Manche Verbindungen sind zu langsam, andere fehlen gerade dort, wo sie für das Gesamtnetz besonders wichtig wären. Unterschiedliche Spurweiten, Betriebsspannungen und nationale Systeme bremsen den grenzüberschreitenden Verkehr zusätzlich.

Metropa beginnt mit einem Netzplan, ist aber kein fertiges Infrastrukturprogramm. Gerade deshalb führt die Grafik rasch zu einer politischen und gesellschaftlichen Frage: Wie viel näher könnte Europa einander kommen, wenn der Bahnverkehr nicht an historisch gewachsenen Grenzen ins Stocken geriete?

Ein U-Bahnplan verändert den Blick auf Europa

Frankenberger ist Musiker und Produzent in Wien sowie Gründer von Metropa. Er erzählt, dass er das Projekt damals bereits seit rund 13 Jahren betrieb. Zum Zeitpunkt der Aufnahme arbeitete ein fünfköpfiger Verein daran, die Idee eines grenzenlosen und nachhaltigen europäischen Bahnverkehrs bekannter zu machen.

Der Ausgangspunkt war keine verkehrswissenschaftliche Studie. Auf einer Autofahrt nach Ungarn erzählte ihm ein Freund vom japanischen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen, der Städte schnell und zuverlässig verbindet. Frankenberger stellte die einfache Frage, wie ein vergleichbares System in Europa aussehen könnte. Zurück in Wien zeichnete er erste Linien in einen Atlas. Vieles entstand zunächst aus dem Bauch heraus. Später zeigte sich, dass mehrere dieser Linien tatsächlich wichtigen europäischen Verkehrsachsen folgten.

Die Idee begann also nicht mit technischen Details, sondern mit einem Bild, das sofort verständlich ist. Wer einen städtischen U-Bahnplan lesen kann, kann auch der europäischen Vision folgen. Nationale Grenzen treten optisch zurück, Verbindungen werden zum bestimmenden Element.

Vorhandene Schienen ergeben noch kein gemeinsames Netz

Dass ein großer Teil der Infrastruktur bereits existiert, ist für Frankenberger kein Grund zur Zufriedenheit. Entscheidend ist, ob aus einzelnen Strecken ein verlässliches System wird. Besonders im Balkan fehlten zum Zeitpunkt des Gesprächs wichtige Verbindungen. In anderen Regionen erschweren Gebirge, der Rückbau früherer Strecken oder technische Unterschiede einen durchgehenden Betrieb.

Wie stark solche Brüche wirken, beschreibt Frankenberger am Übergang zwischen Frankreich und Spanien. Wenn Züge nicht dieselbe Spurweite nutzen, kostet das Zeit und macht eigentlich naheliegende Bahnreisen umständlich. Die Schiene ist dabei weniger flexibel als Straße oder Luftverkehr: Ein Flugzeug braucht keine durchgehend kompatible Trasse, ein Zug sehr wohl.

Auf der Karte fallen diese Brüche kaum auf. Für Reisende machen sie einen großen Unterschied. Gute Angebote in einzelnen Ländern ergeben erst dann ein europäisches Netz, wenn Übergänge funktionieren, Takte zusammenpassen und an der Grenze nicht jedes Mal eine neue Logik beginnt. Die fehlenden Abschnitte mögen klein wirken. Für das Gesamtsystem können gerade sie ausschlaggebend sein.

Die Bahn muss nicht jede Reise übernehmen

Frankenbergers ursprüngliche Vision setzte auf Geschwindigkeiten von bis zu 500 Kilometern pro Stunde. Gespräche mit Fachleuten aus Technik und Verkehrswissenschaft veränderten seinen Blick. Solche Geschwindigkeiten würden bauliche Eingriffe verlangen, die mit dem Anspruch auf Umweltverträglichkeit in Konflikt geraten könnten. Europas dicht besiedeltes und topografisch sehr unterschiedliches Terrain setzt zusätzliche Grenzen.

Nach dieser Neubewertung hält er rund 250 Kilometer pro Stunde für ausreichend. Diese Geschwindigkeit ist mit bestehenden Zugtechnologien grundsätzlich erreichbar. Mehr Tempo allein löst das Problem damit nicht. Wichtiger wäre ein Netz, das Reisezeit, Taktung und Komfort so verbindet, dass deutlich mehr Reisen sinnvoll mit dem Zug möglich werden.

Dabei soll das Flugzeug nicht verschwinden. Frankenberger spricht ausdrücklich von sinnvollen Einsatzbereichen verschiedener Verkehrsmittel. Wer eine sehr lange Strecke rasch zurücklegen muss, kann weiterhin fliegen. Metropa will vielmehr die „große Mitte“ vergrößern: jene Reisen, bei denen ein gut organisierter Zug das Auto oder Flugzeug ersetzen kann, ohne dass Mobilität unnötig mühsam wird.

Dazu gehört für ihn auch ein anderes Reiseerlebnis. Züge könnten je nach Strecke Schlafmöglichkeiten, Gastronomie, Bereiche für Kinder oder sogar Duschen bieten. Nicht jede Garnitur müsste alles können. Wichtiger wäre ein dichtes Angebot, das geplante und spontane Fahrten ohne großen Buchungsaufwand ermöglicht.

Ein gemeinsames Ticket wäre mehr als eine Tariffrage

Der Netzplan folgt einer klaren Vorstellung: Menschen sollen sich mit einem Ticket frei in einem großen europäischen Bahnraum bewegen können. Ob dieses Angebot kostenlos sein müsste, lässt Frankenberger offen. Am Grundsatz hält er fest. Mobilität soll so zugänglich werden, dass man von einem Menschenrecht sprechen kann – und sie soll dabei nicht auf umweltschädliche Weise organisiert sein.

Diese Idee verbindet Infrastruktur mit gesellschaftlichem Austausch. Frankenberger erwartet nicht, dass eine Zugfahrt automatisch Verständigung schafft. Sie kann Begegnungen aber erleichtern. Wer andere Städte nicht nur als touristische Kulisse erlebt, sondern mit Menschen vor Ort spricht, lernt andere Lebensweisen und Lösungen kennen. Umgekehrt kommen Besucherinnen und Besucher in den eigenen Alltag und erleben, wie dort gelebt wird.

Für Frankenberger liegt der Wert genau in diesem direkten Kontakt. Er beobachtet einen Rückzug ins Nationale und Private; Metropa setzt Bewegung und Begegnung dagegen. Ein leistungsfähiges Bahnnetz wäre dann nicht nur Verkehrsinfrastruktur. Austausch würde weniger aufwendig und damit alltäglicher.

Eine Utopie wird nützlich, wenn Menschen darauf antworten

Frankenberger bezeichnet Metropa als Kunstprojekt und „soziale Skulptur“. Die Grafik stellt eine Utopie in den Raum und beobachtet, was sie auslöst. Menschen verfolgen Linien mit dem Finger, suchen ihre Stadt und beginnen darüber zu sprechen, welche Verbindungen fehlen oder möglich wären. Genau deshalb will Metropa kein Bahn-Think-Tank sein, der eine bestimmte Technologie verkauft.

Die Initiative bleibt jedoch nicht bei Plakaten stehen. Frankenberger berichtet außerdem vom Austausch mit Universitäten und Politik sowie von Reisen in einzelne Städte. Dort treffen Mitglieder nach seiner Schilderung Menschen aus Zivilgesellschaft, Politik und Bahnindustrie. Die Grafik gibt diesen Begegnungen einen gemeinsamen Ausgangspunkt.

Der Metropa-Plan ist bewusst kein fertiger Bauplan für Europas Bahn der Zukunft. Er macht sichtbar, wo Verbindungen fehlen und was ein europäisches Gesamtnetz verlangen würde. Verbessert eine neue Strecke tatsächlich die Verbindung? Macht ein einheitlicheres System das Reisen leichter? Wird die Bahn komfortabel genug, um mehr von der großen Mitte zu übernehmen?

Damit wird aus der Utopie eine brauchbare Frage an die Gegenwart. Europa muss nicht auf einen futuristischen Superzug warten. Fehlende Übergänge, verlässliche Takte und einfachere Zugänge wären bereits ein Anfang. Grenzen verschwinden dadurch nicht von heute auf morgen. Im Reisealltag könnten sie aber Schritt für Schritt weniger spürbar werden.


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[00:00] Hallo und gratuliere dir. Du bist bei Forerunners Network gelandet. Good People, Good Stories statt täglich neuer Skandale. Also, besuche unsere Homepage. Dort triffst du viel mehr gute Dinge als sonst irgendwo. Lösungen, Ideen und Innovationen, Masterclasses und die besten Stories zum Wandel. Werde auch du ein Forerunner und besuche uns auf forerunners.network. Und jetzt viel Spaß beim Podcast. Für Menschen, die neue Wege gehen. Herzlich Willkommen bei Forerunners Network. Heute ein Gast bei mir im Studio, über den Sie schon etwas lesen konnten. Sie lesen ja brav unsere Seite, nämlich Stefan Frankenberger von Mitropa sitzt jetzt tatsächlich bei mir. Den Artikel, Europa mit der U-Bahn zu bereisen, den haben wir schon länger online. Einfach mal einmal nachschauen. Aber heute ist er persönlich da. Stefan, freut mich, dass du gerade gekommen bist. Wir haben ein bisschen verschoben. Du hast ein schönes neues Projekt in der Pipeline. Dank dieser Verschiebung gratuliere dir.

[01:25] Aber erzähl mal den Hörerinnen und Hörern, wer du bist und wie es dich da heute hier ins Studio verschlagen hat. Das sind zwei verschiedene Geschichten. Aber wer ich bin, ich bin eben Stefan Frankenberger. Ich bin Musiker und Produzent hier in Wien. Und seit ca. 13 Jahren betreibe ich ein Sidekick-Projekt namens Metropa. Seit einem Jahr auch gemeinsam mit anderen. Wir sind inzwischen ein Verein von fünf Leuten. Und dieses Projekt Metropa versucht europäischen, grenzenlosen, nachhaltigen Bahnverkehr zu promoten und zu fördern. Und zwar mit einem zentralen Motiv. Das ist ein Netzplan, der Europa abbildet wie eine Stadt mit vielen bunten Linien drauf. Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein städtischer U-Bahn- oder Metroplan. Wenn man aber dann näher hinschaut, merkt man, dass die Stationen nicht nach Plätzen oder Gebäuden oder Namen benannt sind, sondern eben nach den Namen der 92 großen Metropolregionen Europas.

[02:47] Das geht von Lissabon bis Moskau, von Oslo bis nach Tel Aviv. Und es sind eben auch außereuropäische Regionen noch mit inkludiert. Marrakesch, Moskau habe ich schon erwähnt und auch den Nahen Osten. Und die Idee, die dahinter steckt, ist einfach Europa so abzubilden, wie es einmal sein könnte, dass man sich die Grenzen wegdenken kann und dass man eben die Verbindungen nach vorne stellt. Bist du selber jemals mit Interrail unterwegs gewesen? Natürlich, ist zwar schon länger her, aber ich hatte meine ersten großen, früher hat man das Bildungsreisen genannt, in Frankreich zum Beispiel mit Interrail unternommen. Das war als Jugendlicher eine geniale Sache, weil du hast einmal 400 Mark waren das damals ausgegeben und konntest in ganz Frankreich, in der Zone E war das damals, konntest du herumreisen, ohne dass du jemals auf den Zug hättest schauen müssen. Obwohl beim TGW muss man Aufpreis zahlen von sage und schreibe 10 Fr.

[03:49] Aber ansonsten war das eine total barrierefreie Möglichkeit, sich fortzubewegen. Und das war natürlich extrem inspirierend, auch für später. Wobei meine eigentliche Inspiration für das Projekt daherkommt, dass ich mich immer schon gern mit Topografien, mit Karten, mit Darstellungen von Ländern, von Städten und von Regionen beschäftigt habe und mich immer interessiert hat, was wäre, wenn, also wenn man zum Beispiel von dem Ort A zum Ort B eine Linie zöge, was dann passiert. Ich habe zum Beispiel, jetzt auf den Startplan von Wien bezogen, habe ich mich schon vor 20 Jahren damit befasst, wie denn eine Linie U5 aussehen könnte. Die gibt es ja noch nicht. Jetzt gibt es das bald, aber vor 20 Jahren war an das noch nicht zu denken. Und interessanterweise liegt die E ungefähr so, wie sie jetzt geplant ist. Also solche Gedankenspiele haben mich immer schon interessiert. Und natürlich dann auf der Metaebene, was sowas dann mit dem Ort macht,

[04:50] wo sowas stattfindet, inwiefern sich das verändert, inwiefern es da Wechselwirkungen gibt. Und da ist der Verkehr ein wunderschöner und perfekter Hebel. Kannst du dich noch an die Geburtsstunde dieser Idee erinnern? War das irgendwo vielleicht eh in der U-Bahn in Wien? Nee, das war interessanterweise im Auto. Ich war gemeinsam mit einem Freund. Genervt im Auto vielleicht? Nein, überhaupt nicht. Es war eine extrem entspannte, so eine Roadflip-Fahrt nach Ungarn, in die Pampa, irgendwo in Pannonien. Da hat sich ein Freund von mir ein altes Bauernhaus gekauft. Und wir sind da eben rausgefahren. Und während dieser zwei-, dreistündigen Autofahrt ins glühende Hitze haben wir uns über alle möglichen Sachen unterhalten. Und er hat mir erzählt vom Shinkansen, von dem japanischen Superschnellzug, der unglaublich pünktlich, zuverlässig und eben extrem schnell die Städte dort verbindet. Und ich habe dann einfach so die Frage in den Raum gestellt,

[05:49] was denn wäre, wenn es sowas in Europa gäbe. Und schon war die Grundidee da. Solche Ideen hatten wir ja schneller mal. Aber ich habe mich dann, als ich wieder zurück war in Wien, mich dann hingesetzt und habe dann die ersten Skizzen niedergelegt auf Papier, welche Städte dabei sein müssen und wie die Linien laufen. Und habe mich dann mit einem Atlas hingesetzt, ganz klassisch, und habe in diesem Atlas angefangen, so bunte Linien zu ziehen. Und das war vollkommen aus dem Bauch heraus und vollkommen willkürlich. Aber es hat sich dann doch so gezeigt, dass ich aus einem Glück heraus ohnehin die Magistralen getroffen habe und da ein gewisser Sinn drin gesteckt ist, den ich bloß noch verfeilen musste und ausbauen musste. Wie viel jetzt zum perfekten Metropa-Netz wäre denn jetzt schon vorhanden? Das muss man auf zwei verschiedenen Ebenen betrachten und beantworten.

[06:48] Also rein vom Streckennetz, was in diesem Plan abgebildet ist, wären es theoretisch schon 86 Prozent. Aber nicht in der Geschwindigkeit, die es bräuchte. Also vieles von dem, was Metropa derzeit ist, gibt es schon. Aber man könnte es nicht so fahren. Und die restlichen 14 Prozent, die noch fehlen, das sind leider die, die es Krautfett machen. Das ist ganz viel im Balkan zum Beispiel, wo jahrzehntelang gar nichts passiert ist, eisenbahnmäßig oder nie was passiert ist, weil das Gebiet einfach dafür ungeeignet ist, wegen Bergen oder auch wegen dem Rückbau. Oder wegen der fehlenden Kompatibilität von Infrastruktur, was jetzt zum Beispiel die Betriebsspannung betrifft, was die Spurweite betrifft und, und, und. Da gibt es viele Hemmschuhe in der ganzen Sache. Aber theoretisch wären es 86 Prozent. Okay. Aber diese, glaube ich, Betriebsinkompatibilitäten betreffen ja nicht nur die Balkanländer. Das beginnt schon ganz banal so zwischen Österreich und Deutschland.

[07:52] Zwischen Österreich und Deutschland sind die Hürden relativ gering, weil da fahren ja Züge. Aber zum Beispiel, wenn man von, ein klassisches Beispiel ist immer dieser Bereich zwischen Frankreich und Spanien, wenn man da rüberfahrt, dann muss man umspuren, was eine irre Verzögerungszeit bedeutet. Zwar ist ein Zug von Toulouse nach, na, von Bilbao nach Porto, glaube ich, na, von Toulouse nach Bilbao dauert 14 Stunden. Obwohl eigentlich die Luftlinie und auch die geografische Distanz nicht lang wäre. Und das ist einfach ein Unding. Das ist etwas, was politische Hintergründe hat. Jetzt im Hinblick auf Russland natürlich auch militärische Hintergründe, dass es unterschiedliche Spurweiten gibt, weil man nicht möchte oder nicht wollte, dass die Züge des Feindes quasi auf dem eigenen Schienennetz verkehren können. So hat man eben diese Spurweiten eingeführt. Und das wurde seitdem beibehalten und nie wieder revidiert, weil es einfach so ist.

[08:53] Und natürlich, die Schiene ist ein extrem träges Medium, ganz anders als die Luft. Für das Flugzeug muss ich nichts umspuren. Und auch bei der Straße ist das nicht notwendig. Aber bei der Schiene muss ich einfach gewisse betriebliche Vorkehrungen treffen, damit eine Kompatibilität herrscht. Jetzt hast du eben Krisen, Krieg, Feind und so weiter in den Mund genommen. Gehen wir jetzt einmal zum schönen Output. Deine Idee, weil du denkst dir darüber nach, was würde passieren gesellschaftlich, wenn das funktionieren würde. Gib uns da vielleicht einen kleinen Blick, wie du dir dein Europa wünschst. Ich glaube, auf der Page habe ich sogar gelesen, die Bundesrepublik Europa. Genau. Also eine Bundesrepublik oder eine Vereinigung wesentlich stärker, als wir es jetzt haben. Ich kann da auch an die Fantasie der Zuhörerinnen und Zuhörer appellieren, wie man sich einen zukünftigen Kontinent oder Großraum Europa vorstellt. Meine Vision wäre mittel- und langfristig, dass die Idee, die ja in der Europäischen Union schon besteht,

[10:06] von einem Schengen-Raum, der ohne spürbaren Grenzen stattfindet, auf den ganzen europäischen Raum ausgedehnt wird. Das heißt, dass wir eine Fortbewegungsmöglichkeit haben mit der Bahn, die barrierefrei und nachhaltig funktioniert, sodass jede Bürgerin, jeder Bürger und auch alle Besucher Europas mit einem Ticket frei herumfahren können auf diesem Bahnnetz. Über Preise kann man sich natürlich unterhalten. In der ersten Metropa-Version war noch von der Vision die Rede, dass es umsonst sein muss. Da kann man jetzt darüber diskutieren. Aber es muss einfach eine Möglichkeit geben, in diesem großen Raum, der dann auch über die Ränder hinausgeht, eben bis ins Asiatische, Afrikanische hinein, so fahren kann, dass man wirklich von einem Menschenrecht sprechen kann. Also Mobilität als Menschenrecht. Und zwar nicht umweltschädigend und basierend auf nationalen Firmen, wie es zurzeit noch die Bahngesellschaften sind, sondern als umfassende Organisation, die allen dient, die hier leben. Und was es mit der Gesellschaft macht,

[11:19] da stoßen wir jetzt in Bereiche vor, die kann man sich nur vorstellen und wünschen. Ja, wunderbar. Und ich sehe mich immer dann selber rumfahren von Stadt zu Stadt und von Ort zu Ort und in verschiedenen Städten aussteigen und herumspazieren, Menschen kennenlernen. Ich bin einfach davon überzeugt, dass in der Kommunikation von Menschen, im Austausch mit Menschen, der Horizont sich zwangsläufig erweitert. Und dass die heute gegenläufigen Strömungen eines Rückzugs aufs Nationale, aufs Individuelle, aufs Private dem entgegenstehen. Ich glaube, dass es wichtig ist, nicht nur für die Europäische Union, sondern für uns als Gesellschaften, dass man sich trifft, dass man sich austauscht, von Angesicht zu Angesicht. Und dass man andere Kulturen bereist. Und zwar nicht nur von einer touristischen Warte aus. So, ich fahre jetzt nach Rom, steige da aus und gebe drei Tage lang dort Geld aus und fahre ich wieder zurück,

[12:28] habe aber eigentlich mit niemandem gesprochen, der aus der Stadt ist, sondern wirklich face-to-face, Austausch mit Bevölkerung vor Ort und aber auch umgekehrt, dass Menschen zu mir kommen, in meine Stadt, in meinen Ort und mich dort in meinem Lebensumfeld ziehen. Weil nur dann kann ich lernen, wie andere leben und wie andere mit ihren Problemen fertig werden, Lösungen finden, weil dann kann man auch gemeinsam Lösungen finden. Gehen wir zurück auf etwas so halb Technisches und nämlich den Faktor Zeit, das hast du vorher schon anklingen lassen. Natürlich kann ich heute auch mit Öffis, keine Ahnung, von Simmering nach Stockholm fahren. Bei dir ist aber die Zeit, die du dir in deiner Utopie zurechtgelegt hast, ein ganz wichtiger Faktor. Wie schnell sollten das gehen können? In der ersten Version der Vision bin ich immer davon ausgegangen, sowas muss mit bis zu 500 kmh funktionieren.

[13:29] Aber ich habe dann irgendwann eingesehen, in Rücksprache mit Technikern und mit Verkehrswissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, dass das auf der Erde sehr schwierig ist. Da geht es um Luftwiderstand, da geht es um bauliche Maßnahmen, die dann einfach irgendwann einmal die Maxime der Umweltverträglichkeit sprengen würden. Weil um zum Beispiel Magnetschwebebahnen zu bauen, muss ich massiv in eine Umwelt eingreifen, damit das überhaupt die Geschwindigkeiten erreichen kann, die ich brauche. Das kann man in China machen, in irgendwelchen Wüstengegenden, auf die grüne Wiese, mit kommunistischem Mandat, aber in Europa mit zum Glück großteils demokratischen Regierungen und mit einem sehr eng verbauten und noch dazu topologisch sehr unterschiedlichen Terrain, ist das nicht zu machen. Und Hyperloop gleich dreimal nicht. Nein, ich habe dann irgendwann gelernt, dass die Geschwindigkeit zwar natürlich ein Thema ist, dass aber ein Zug nicht schneller fahren brauchen sollte als 250 kmh. Und da sind wir dann schon in dem Bereich,

[14:39] der jetzt schon technisch möglich ist, mit TGW, mit ICE und anderen Technologien. Es gibt auch vielversprechende Technologien, die hybrid funktionieren, also Maglev, Magnetspiebelbahn und konventionelle Trasse. Aber dahinter steckt die Idee, dass das Reisen ja durchaus auch Zeit kosten soll. Soll, kann, kann. Genau. Und dass es, dass die Mobilität nicht nur auf einer Mobilitätsart fußen darf. Es ist natürlich ein Unsinn, dass wenn ich nach Lissabon, nach Stockholm will, aus welchen Gründen auch immer, dass ich dann mit dem Zug fahren muss, das ist, von dem spricht ja niemand. Dann kann ich natürlich den Flieger nehmen. Es gibt dafür, das sagt auch jeder Verkehrswissenschaftler, es gibt Sweetspots in diesen Berechnungen, auch von der Umweltverträglichkeit her, wo ein Flugzeug als Massenverkehrsmittel durchaus auch Sinn macht. Uns geht es darum, die Mitte zu vergrößern und die Züge so komfortabel und zeitoptimal zu gestalten, dass die große Mitte

[15:47] vom Zug abgegriffen werden kann. Sodass ich nur an den Rändern, in den großen Strecken und im ganz Kleinen noch alternative Verkehrsmittel habe. Darum geht es. Blicken wir mal in deinen Zug hinein, weil du gerade beschlossen hast, weil du in Hamburg einen interessanten Menschen kennengelernt hast, dass du mit ihm weiterfährst nach, sagen wir was Schönes, Oviedo. für eine Stadt. Möchtest du dich im Zug auch duschen können, nehme ich an, oder? Gute Frage. Diese Facilities an Bord, die sollte es vermutlich geben müssen, genauso wie Schlafgelegenheiten, genauso wie einen Speisewagen oder einen Spielwagen für Kinder. Da muss man auch dann über Bepreisung nachdenken. Aber um die Frage kurz zu beantworten, ja, also ich könnte mir schon vorstellen, dass es dann sowas auch drin geben wird. Aber nicht in jeder Garnitur, sondern das muss man dann entsprechend feingliedern, dass es unterschiedliche Metropazüge auch geben

[16:50] wird müssen, die unterschiedliche Dinge können. Aber die Grundidee ist, dass man ohne großen Buchungsaufwand in einer Stadt XY einsteigt, in einer engen Taktung, ohne dass ich vorher reservieren muss und dann geplant oder auch spontan, wohin zu gelangen, wo ich normalerweise mit dem Flugzeug fliegen müsste. Ja, das klingt so nach der eigentlich großen Freiheit und vielleicht ist es uns auch vergönnt, dass wir irgendwann das Thema Arbeit etc. so gemanagt haben, dass wir tatsächlich auch mehr Zeit haben, um solche Abenteuer zu erleben. Ja, wobei auch im Zug arbeiten ist ja nicht mehr so unmöglich und es tut sich ja eben in unserer Welt auf vielen Ebenen sehr viel. Und ich habe das Gefühl, dass es gerade in der Mobilität an der Oberfläche, an der sichtbaren Oberfläche noch zu wenig dynamisch wirkt. Ich weiß, dass es im Untergrund sehr viele Innovationen und auch Bestrebungen gibt

[17:52] von Firmen und von Initiativen, auch von der Politik, um die Mobilität zu verbessern, zu verändern, zuverlässiger zu machen, sicherer zu machen. Aber es kommt so wenig an der Oberfläche an beim Konsumenten. Also Stichwort Deutsche Bahn, da spricht man immer nur vom Negativen. Was, welcher Zug nicht immer ausfällt, wie viele Verspättungen es gibt und so weiter und so fort. Dass aber das nur die Spitze des Eisbergs ist und dass drunter ein Riesenapparat rund um die Uhr arbeitet, dass es überhaupt funktioniert, das wird dann leider gern totgeschwiegen. Und da geht es eben auch um so eine Art von Verbesserung der Kommunikation und der Information. Der Zugverkehr hat leider durch den Rückbau über die letzten Jahrzehnte sehr stark im Image gelitten. Seit fünf Jahren ist es besser geworden durch die ganze Klimadebatte. Aber der Zug, also das Bahnfahren, hat einen hohen Imageverlust hinnehmen müssen.

[18:52] Das muss man jetzt wieder aufholen. Das geht nur, indem man den Menschen ganz klar die Vorzüge erklärt und auch in Best Practice zeigt und ihnen die Möglichkeit gibt, es auch auszuprobieren. Wie sehr elektrisiert ich eigentlich der Zug als physische Maschine? Also ich kann jetzt von mir aus sprechen, wenn ich jetzt bin, manchmal gerne im Waldviertel, und wenn ich dann dort diese Schienenbusse oder die kleinen Züge sehe, die es eben auf Linien dort noch gibt, die dann einfach zwischen einem Feld und einem Wald und ein paar Steinen dahin fahren, keine Ahnung, nach Heidenreichstein oder Drausendorf, das schaut schon wunderschön aus, gell? Das hat natürlich eine gewisse Romantik. Also gerade diese alten Sachen, wenn man noch alles sieht und wenn ja alles noch mechanisch ist, so Stellwerk, also Weichensteller, die man noch händisch, das hat dann natürlich war es klar, dass es nicht mehr

[19:51] Usus ist, das ist eine andere Sache. Ich war kürzlich am Ammersee in Oberbayern, da gab es ein paar Bahnhöfe noch, die haben tatsächlich noch Maschinenräume mit mechanischen Knöpfen und mit solchen großen Schubreglern für die Weichen und auch für die Sicherungen. Ich war ganz baff, dass das überhaupt noch in Betrieb ist, aber ja, was übt es auf mich an Ausstrahlung aus? Ich meine, ich bin in der Nähe der Bahnlinie groß geworden. Ich weiß, wie ein Zug klingt, ich weiß, wie ein Güterzug klingt, ich kann ihn vom Personenzug unterscheiden, ich weiß ungefähr, wie es klingt, wenn er schnell fährt und so weiter. Aber ich hatte keine, ich bin jetzt kein Bahnnerd in dem Sinn, dass ich mich vor jeden Zug stelle und den fotografiere und die Nummern auswendig weiß. Kein Schienenkünstler, wie man sagt. also das nicht. Ich bin zu der Materie

[20:38] gekommen, rein aus diesem künstlerischen Interesse, diese Grafik herzustellen und mir darüber Gedanken zu machen. Aber natürlich habe ich inzwischen sehr viele Menschen kennengelernt, die aus der Ecke kommen und die sich Tag und Nacht mit Fahrplänen auseinandersetzen und alle auswendig wissen und die Zugnummern kennen von dem Zug, der von Uppsala nach Göteborg fährt. Das ist ein schönes Hobby. Ich teile es zu einem gewissen Teil, aber auch nur deswegen, weil ich dadurch das Projekt Metropa einfach voranbringen möchte. Wir haben im letzten Jahr im Winter den Metropa-Nachzugplan herausgebracht und da musste ich mich mit dem einfach auseinandersetzen, weil es einfach vom Grundlagenwissen wichtig war. Und da bin ich dann schon ein bisschen so reingekippt in dieses Fahrtplan schauen und so und was sagt die Plattform, was sagt die und warum ist das da nicht und da schon. Aber ich bin kein Bar-Nerd insofern,

[21:33] dass ich jetzt jede freie Minute im Zug sitzen muss. Aber ich kenne das Gefühl noch von damals, eben diese Interrail-Zeit, wo man in verrauchten Abteilen gesessen ist und noch selber die Fensterscheiben runtergeben konnte und die Sitze einklappen konnte zu Betten. Das war natürlich hat schon eine gewisse Romantik. Und die Schuhe ausziehen musste. Was oft schlimmer war, als wenn man sie angelassen hätte. Und ob man geraucht hätte, das stimmt schon. Es hat sich einfach wahnsinnig viel verändert im Zugfahren. Ich meine, seit 2001, seit 9-11 ist ja auch der Zugverkehr ein anderer geworden. Da gibt es jetzt einfach andere Sicherheitsvorkehrungen, nicht so streng wie im Flugbereich, aber trotzdem, man hat viel einfach nachdenken müssen und wollen und das schlägt sich halt nieder auf die Verwendung der Züge. Und was mich aktuell sehr freut, ist, dass die Züge einfach wieder viel voller sind,

[22:25] dass Menschen wieder vermehrt auf den Zug zurückgreifen. In Deutschland kann man das beobachten mit dem 49-Euro-Durchland-Ticket. Die Züge sind einfach bumm voll, weil die Menschen einfach sagen, also bevor ich jetzt mich ins Auto setze und Benzin zahle und Pappklau zu suche und auf die Autobahn, da kaufe ich mir lieber das Ticket für einen 50er im Monat und kann alles fahren, was ich möchte. Wie geil ist das? Ich meine, das ist einfach so ein Einschalter im Kopf, der eine ganze Welt aufmacht. Jetzt, spätestens zu diesem Zeitpunkt, weiß man, dass du nicht in Wien geboren bist, weil es ist ja so, dass sehr viele Mienerinnen und Wiener natürlich das 3, 6, 5 Euro Ticket haben, aber natürlich sich auch viele Pendler, Pendlerinnen jetzt das Klimaticket gekauft haben. Viele, viele, viele, das war weit über den Erwartungen, ich glaube 150, 200.000 sind da

[23:19] weggegangen, österreichweit. Was war die erste Reaktion, die ich dann gehört habe von meinen Freunden auf Facebook und so weiter? Stell dir vor, wie voll der Zug ist. Du hast vorher gesagt, du hast dich darüber gefreut. Wir reden ja nicht von großen Distanzen, wir reden oft nur von St. Pölten, Wien oder von mit 200 kmh und das ist ja wirklich sofort vorbei, diese Fahrt. 20 Minuten. Genau, zweimal aus dem Fenster geschaut. Gehen wir kurz zurück, Stefan, auf das Werk, auf das Kunstprojekt, sonst, wenn jemand jetzt einsteigt, glaubt, da sitzen zwei Bahn-Spezialisten, die sich über Zeitpläne unterhalten. In Wirklichkeit ist das, was du mit deinen Mitstreiterinnen und Mitstreiter machst, ein Kunstprojekt, das aber schon sehr hart an der Realität kratzt. Stimmt, Kunstprojekt deswegen und auch weiterhin, weil es einfach andere Türen aufmacht. Das ist so eine Art soziale Skulptur, wenn man so will.

[24:22] Ich stelle was in den Raum, eine Grafik und beobachte, was damit passiert und die Reaktionen auf dieses Projekt waren und sind nach wie vor überwältigend, weil die Menschen sofort da in Kommunikation gehen mit dieser Grafik, sofort was damit anfangen können, sich sofort in was reindenken und auch dann darauf antworten. Aber es ist und bleibt trotzdem ein Kunstprojekt in dem Sinn, dass es eine Utopie grafisch darstellt, sodass ich es mir an die Wand hängen kann, sodass ich es auf ein T-Shirt tragen kann, sodass ich es auf eine Website stellen kann und dieser Ausgangspunkt, der muss auch bleiben, damit klar ist, wir sind kein Bahn-Think-Tank, der jetzt Technologien verkauft und promotet. Was sind jetzt, was dieses Kunstprojekt betrifft, jetzt so die augenblicklichen Meilensteine, die dir vorschweben, wie weit soll es noch gehen, wie bekannt soll es, bist du schon zufrieden mit der Bekantheit,

[25:26] soll es noch größer werden? Also mit der Bekantheit, Bekantheit kann man nie zufrieden sein in solchen Sachen, weil es einfach, dass es so in die Zukunft sich orientiert, nie genug gibt, die es kennen können. Wer es jetzt aktuell kennt, kann ich jetzt nur raten, es ist vielleicht 500.000 oder es ist eine Million, ich weiß es nicht, weil von Klickzahlen her kann man das ja nicht beurteilen aus. Ich weiß auf jeden Fall, dass es das gesamte Europäische Parlament kennt, das sind schon mal über 700 Menschen und ich weiß, dass es viele Menschen auf dem T-Shirt tragen. Die Meilensteine, die ich mir jetzt vorstellen kann, sind einfach weiteres Wachstum als Verein, als quasi Grundlage an Menschen, die das Projekt unterstützen. Ein Wachstum an Aufmerksamkeit, ein Wachstum an Multiplikation, ein Wachstum in der Präsenz in Medien oder zum Beispiel in Universitäten, wo man Vorträge

[26:24] halten kann, ein Wachstum auf politischer Ebene. Da sind wir jetzt eh schon relativ weit vorgestoßen zum EU-Bereich. Und dann gibt es natürlich so punktuelle Projekte, die ich noch ganz gern machen würde in der nächsten Zeit. Das sind zum Beispiel so, wir nennen es Ground Studies, das sind so Reisen in vereinzelte Städte. Nächste wird es Ende November nach Bukarest, wo wir quasi mit einer kleinen Delegation Delegation von Metropa-Leuten in die Stadt fahren und dort vor Ort versuchen, Menschen zu treffen, NGOs kennenzulernen, Menschen aus der Politik kennenzulernen, Vertreter aus der Bahnindustrie und so weiter, um dort die Idee Metropa mal so einzusetzen wie so eine kleine Pflanze und dann schauen, was damit passiert. Letztes Jahr waren wir auf der Innotrans, das ist die weltgrößte Eisenbahnmesse in Berlin. Die hat nach zwei Jahren Pause wieder und da hatten wir einfach so eine kleine

[27:24] Bretterbude als Stand, sah vollkommen crazy aus, weil alle anderen halt mit Edelstahl und mit Neonröhren und die haben uns alle Angst schon oder jetzt sehr erdeppert oder was und wir hatten aber sehr viel Publikum, weil wir hatten halt diese Bar stehen und wir hatten guten Wein und wir hatten gute Stimmung und dieses Plakat nebenanhängen und alle sind dann so hängen geblieben dran und sind mit den Finger auf diesem Plakat rumgefahren ganz tollen Gesprächen und Begegnungen. Wie kann man jetzt eigentlich mit Utopist werden? Eigentlich recht einfach, man kann dieses Projekt ein bisschen bespenden und sich ein cooles T-Shirt rumkaufen. Genau, da gibt es verschiedene Möglichkeiten, also entweder diese Mitgliedsbeiträge passiv oder aktiv oder einfach eine finanzielle Unterstützung oder das simple Weitersagen, man kauft sich ein T-Shirt oder ein Plakat, das sind die vielen Wege und wenn man in der glücklichen Lage ist,

[28:29] ein Redakteur oder eine Journalistin zu sein oder noch ein paar Etagen weiter oben in der Vorstandsebene von einer großen Firma zu sitzen, dann kann man da auch über größere Beträge nachdenken oder über Langzeitpartnerschaften, die das Projekt einfach weiterbringen würden. Sicher ist auch wertvoll, weil du kannst auch deine Community mit einbeziehen, mitdenken lassen, mitreden lassen auf diesen Dingen und das wird halt immer wieder gesucht, um mit seinen Mitarbeiterinnen einfach besser in Kontakt zu sein und in jedem Fall ein großartiges Projekt, dem wir wirklich eine große Zukunft wünschen, es ist wirklich groß und ja, ich bin ganz beglänzt und liebe Hörerinnen und Hörer, bitte schaut euch das an, geht auf die Homepage von Mitropa, der Link steht bei uns oben auf Forerunners.network und werdet mit Utopist, mit Utopistin und arbeiten wir gemeinsam an einem Europa, das sich besser versteht, das ist vielleicht

[29:37] erst der Anfang, oder? Auf jeden Fall, darauf arbeiten wir. Ich danke für die Einladung auch und ans Zuhören an die Menschen da draußen www.metropa.eu Ich freue mich, vielen Dank. Danke, Stefan. Tschüss. Tschüss.

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