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Philipp Jelinek: Warum 20 Minuten Bewegung mehr bringen als der perfekte Sportplan

Bewegung muss weder Hochleistung noch Vereinsprogramm sein. Philipp Jelinek erklärt im Podcast, warum der Einstieg zu Hause gelingen kann, weshalb Kinder körperliche Basiserfahrungen brauchen und wieso Bewegung in Krisen hilft, professionelle Unterstützung aber nicht ersetzt. Sein Ansatz beginnt mit einem Termin, den man mit sich selbst vereinbart.

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Podcast11.03.2026

Philipp Jelinek stellt den Rollator seiner Großmutter ab, trägt ihn einen Stock höher und sichert sie von hinten, während sie die Stiegen hinaufgeht. Dann fragt er: Geht noch ein Stock? Hinunter fahren beide mit dem Lift. Es geht nicht um eine sportliche Leistung, sondern darum, jene Muskulatur zu erhalten, die Selbstständigkeit im Alltag möglich macht.

Diese Szene erklärt Jelineks Verständnis von Bewegung besser als jedes Fitnessprogramm. Sport kann Wettkampf, Technik und Leistung bedeuten. Bewegung beginnt früher: aufstehen, Gelenke benützen, Gleichgewicht trainieren, den Körper im Alltag nicht stilllegen. Wer Menschen erreichen will, die sich von „Sport“ nicht angesprochen fühlen, muss diesen Unterschied ernst nehmen.

Bewegung darf klein anfangen und trotzdem zählen

Jelinek war selbst früh in vielen Sportarten aktiv. Als Kind schwamm er im Verein, spielte Fußball und probierte weitere Disziplinen aus. Heute hält er gerade diese Vielfalt für wertvoll. Kinder sollen nicht nur eine einzelne Technik lernen, sondern klettern, laufen, balancieren, werfen und ihren Körper in unterschiedlichen Situationen erleben.

Seine spätere Fernsehsendung entstand 2020 aus einer einfachen Beobachtung: Wenn ältere Menschen zu Hause sitzen und kaum Bewegung haben, bauen sie körperlich und mental ab. Aus einer zunächst für die zweite Lebenshälfte gedachten Einheit wurde nach und nach ein generationenübergreifendes Format. Auf eingesandten Fotos turnten Großeltern mit Kindern, Eltern und jüngeren Erwachsenen.

Der Erfolg des Formats beruht für Jelinek nicht auf neuen Übungen. Er verweist selbst darauf, dass vieles seit Jahrzehnten bekannt ist. Neu war die unmittelbare Einladung ins Wohnzimmer. Niemand musste zuerst Mitglied werden, Geräte kaufen oder in ein Studio fahren. Pyjama, Unterhose oder Alltagskleidung genügten. Diese Niederschwelligkeit ist keine Nebensache. Sie nimmt den häufigsten Vorwand weg: dass für Bewegung erst Zeit, Ausrüstung und ein passender Ort organisiert werden müssten.

Kinder brauchen körperliche Basiserfahrungen

Besonders deutlich wird Jelinek beim Thema Schule. Er berichtet von Kindern, denen Koordination, Gleichgewicht oder das Fangen eines Balls schwerfallen. Seine Forderung lautet deshalb nicht, alle zu Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern zu machen. Kinder hätten neben der schulischen auch eine körperliche Basisausbildung verdient.

Dabei kritisiert er eine Haltung, die jedes Risiko vermeiden will. Kinder müssten Erfahrungen machen dürfen und lernen, mit kleinen Missgeschicken umzugehen. Seine Formulierungen sind mitunter zugespitzt. Der brauchbare Kern dahinter: Wer nie klettert, balanciert, wirft oder fällt, kann diese Fähigkeiten auch nicht entwickeln. Schutz bleibt nötig, darf aber Bewegung nicht vollständig verhindern.

Jelinek sieht zugleich ein Problem im klassischen Turnunterricht. Wer langsamer, unsicherer oder weniger sportlich ist, wird bei Mannschaftsspielen leicht zuletzt gewählt und scheidet womöglich früh aus. Gerade diese Kinder haben dann am wenigsten von der Einheit. Einfache Übungen im Klassenraum können einen anderen Einstieg schaffen. Alle bewegen sich im eigenen Tempo und bleiben Teil der Gruppe. Dafür braucht es weder jedes Mal einen Turnsaal noch besondere Kleidung.

Solche Einheiten ersetzen keinen guten Sportunterricht, Vereine oder ausreichend Bewegungsräume. Sie können aber die Lücke zwischen langem Sitzen und der nächsten Turnstunde verkleinern. Und sie können einem Kind erstmals das Gefühl geben: Ich kann mitmachen. Aus diesem Erlebnis kann später Interesse an einem Verein oder einer Sportart entstehen.

Der innere Schweinehund lässt sich nicht wegdiskutieren

Er kenne Unlust sehr wohl, sagt Jelinek. Sein Gegenmittel ist kein Motivationsspruch, sondern Erinnerung. Fast jeder habe schon erlebt, wie sich der Körper nach Bewegung anfühlt. Wenn der innere Schweinehund anklopft, holt er dieses Gefühl bewusst hervor: Wie ging es mir nach dem letzten Training, Spaziergang oder Dehnen?

Der zweite Schritt ist ein Termin mit sich selbst. Zwanzig Minuten können reichen. In dieser Zeit liegt das Handy weg, andere Ansprüche müssen warten. Jelinek versteht Bewegung als eine Form von Zeit für sich, nicht als weitere Pflicht für andere. Wer im Beruf und privat ständig Energie abgibt, müsse den eigenen Akku wieder laden.

Auch der Zeitpunkt darf zum Alltag passen. Jelinek trainiert gerne am Vormittag, weil er danach ohne schlechtes Gewissen auf der Couch liegen kann. Bewegung und Erholung sind für ihn keine Gegensätze. Problematisch wird es erst, wenn aus einem ruhigen Tag wieder eine dauerhafte Gewohnheit des Sitzens wird. Routinen wirken in beide Richtungen.

Der Einstieg kann deshalb unspektakulär sein: ein paar Minuten dehnen, Gelenke mobilisieren oder eine kurze Einheit vor dem Bildschirm mitmachen. Es geht nicht darum, den versäumten Sport eines ganzen Jahres an einem Morgen nachzuholen. Entscheidend ist, dem Körper regelmäßig einen Grund zu geben, aktiv zu bleiben.

In einer Krise ist Bewegung Hilfe, aber nicht die ganze Lösung

Im Gespräch wird Jelinek auch persönlich. Nach Unfällen erlebte er Panikattacken, später ein Trauma und Depressionen. Bewegung habe ihm gutgetan, sagt er. Den entscheidenden Schritt beschreibt er aber ebenso offen: Er machte insgesamt drei Jahre Therapie.

Diese Unterscheidung ist wichtig. Bewegung kann den Tag strukturieren, ein Körpergefühl zurückbringen und einen Moment schaffen, in dem die Aufmerksamkeit nicht bei Sorgen oder negativen Nachrichten liegt. Sie ist jedoch kein Ersatz für professionelle Hilfe. Jelinek erzählt, wie fordernd die Therapie war, weil er schmerzhafte Themen erneut bearbeiten musste. Gerade diese Arbeit habe ihm geholfen, Krisen zu überstehen.

Auch Atemübungen und persönliche Morgenroutinen gehören zu seinem Umgang mit Angst und Hilflosigkeit. Er präsentiert sie nicht als Rezept, das bei allen gleich wirkt. Im Gegenteil: Jeder Mensch brauche womöglich etwas anderes. Tipps könnten einen Ansatz liefern, die eigentliche Umsetzung und die Suche nach passender Unterstützung blieben individuell.

Eigenverantwortung darf nicht zu Schuld werden

Jelineks Leitgedanke lautet, Gesundheit brauche Eigenverantwortung. Er will, dass Prävention früher beginnt und Menschen möglichst lange selbstständig bleiben. Das betrifft Kinder ebenso wie ältere Menschen oder Personen mit Behinderungen, mit denen er ebenfalls Bewegungseinheiten macht. Mitmachen soll innerhalb der eigenen Möglichkeiten möglich sein.

Eigenverantwortung hat allerdings eine Grenze. Jelinek sagt selbst, dass Unfälle und Krankheiten passieren können. Bewegung garantiert kein gesundes Leben und darf nicht dazu führen, Betroffenen die Schuld für ihre Situation zuzuschieben. Sie vergrößert aber den Bereich, den Menschen tatsächlich beeinflussen können.

Dafür braucht es keinen perfekten Sportplan. Ein freier Platz im Wohnzimmer, eine kurze Unterbrechung des Sitzens und ein fixer Termin können genügen, um zu beginnen. Die wichtigste Frage ist nicht, ob eine Einheit beeindruckend aussieht. Sie lautet: Hilft sie dabei, morgen wieder leichter aufzustehen, sicherer zu gehen oder einfach mehr Energie zu haben?


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[00:00] Hallo und gratuliere dir! Du bist bei Forerunners Network gelandet. Good People, Good Stories statt täglich neuer Skandale. Also, besuche unsere Homepage. Dort triffst du viel mehr gute Dinge als sonst irgendwo. Lösungen, Ideen und Innovationen, Masterclasses und die besten Stories zum Wandel. Werde auch du ein Forerunner und besuche uns auf forerunners.network. Und jetzt viel Spaß beim Podcast. Wie sieht die Infrastruktur von morgen in Österreich aus? Straßen, Schienen, digitale Netze, aber auch Energieversorgung und Bildung. Wer sind die Menschen, die heute schon an morgen denken? Welche Herausforderungen warten auf uns? Und in welche Richtung wollen wir uns bewegen? Sei dabei und lass uns unsere Zukunft gemeinsam gestalten. Auf Forerunners Network der ESG und Infrastruktur Plattform. Herzlich Willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer von Forerunners Network. Wir präsentieren in unseren Podcasts und Videocasts Menschen, die neue Wege gehen. Oft solche, die es noch nicht einmal gibt. Heute stellen wir einen Mann vor, den viele aus dem Fernsehen kennen. Als Motivator, als Energiequelle, als Gesicht für Bewegung. Aber der Philipp Jelinek ist mehr als das. Er ist jemand, der Entscheidungen trifft.

[01:33] Und für die Bewegung in Österreich. Ja und wer ist Philipp Jelinek? Jetzt kommt die Frage, die alle hassen. Darum stelle ich sie umso lieber. Lieber Philipp, der Weg von der Wiege hier ins Forerunners Studio in Wien-Breitensee. In zwei Minuten maximal. Ich dachte in zwei Jahren. Okay. Also da gibt es so viel zu erzählen. Die Kurzfassung, ich bin in Florez, der Fabur, also Donau-Felder-Bur, aufgewachsen. Im 21. Wiener Gemeindebezirk. Mein Papa hat immer gern gehabt, wahrscheinlich, dass ich studiere, Mediziner werde, wie auch immer. Der Philipp hatte andere Ideen. Also ich habe wieder eine, also ich habe gerade die Pflichtschulen abgeschlossen. Aber ja, ich habe immer mein Leben, kann man sagen, selbst in die Hand genommen. Also es begann damit, als ich gesagt habe, mit 17 Jahren, wir fahren immer in die gleiche Disco, dann kann ich gleich dort arbeiten. Geld zu verdienen war immer, also Geld verdienen kann man immer, wenn man will.

[02:31] Und ich habe die unterschiedlichsten Jobs gemacht. Ich bin sogar am Fließband gestanden, habe Baby-Bady-Wannen produziert. Ich habe Matrotzen verkauft. Also da könnte man jetzt viele Geschichten darüber erzählen. Es gibt aber immer wieder diese Punkte im Leben, wo du dann, wo du darauf triffst und dann die Frage ist, welche Richtung gehst du? Und ich habe damals zwar in einer Disco gearbeitet und habe dann für eine andere entschieden. Und dort hatte ich eine eigene Bar. Und jetzt kommt es, in dieser Bar gab es ein Mischpult und ein Mikrofon. Und da habe ich damals begonnen, Menschen zu unterhalten. Ich habe auf der Bar oben tanzt. Ich habe Partys gemacht. Dann hat der Geschäftsführer gesagt, Philipp, möchtest du nicht vielleicht einmal eine Veranstaltung moderieren? Und da habe ich gesagt, das kann ich. Und da habe ich gewusst, das ist mein Weg. Das möchte ich beruflich tun. Und dieser Weg war ein sehr, sehr langer.

[03:21] Denn bis zum Durchbruch kann man sagen, hat es dauert. Wie lange hat es dauert? Fast 30 Jahre, 20 Jahre. Knappe 30 Jahre. Aber ich bin dran geblieben. Und ich bin sehr dankbar dafür, für alle Möglichkeiten, die ich hatte. Man muss die Chancen im Leben halt einfach nur nutzen. Das war jetzt wirklich die Kurz, Kurz, Kurz, Kurzfassung. Reden wir von dir und dem Sport. Weil das ist irgendwo die Basis für all das, was du tust. Wie begann deine Freundschaft mit dem Sport? Was hast du alles getan? Und wie bist du draufgekommen, dass du den Sport nicht nur für dich benutzen willst? Also man muss immer differenzieren, Sport und Bewegung. Ich hatte immer einen extremen Bewegungstrang. Und das heißt, nur als kleines Beispiel, die anderen Kinder waren beim Skikurs bereits drinnen, in der Hütte. Und ich habe immer noch draußen irgendeinen Igel gebaut, eine Schanzen gebaut, bin gesprungen, bis es dunkel war.

[04:16] Und war der Erste am nächsten Tag auf der Piste. Oder zu Hause in Floridsdorf, wo ich aufgewachsen bin. Kaum war der erste Schnee. Ich habe mich so gefreut. Und ich habe die Schaufel geschnappt und bin runter und habe für die Hausmeisterin, kann man sagen, schon vorgeschaufelt. Beziehungsweise früher gab es ja noch viel Schnee. Die Autos ausgeschaufelt, dann an 10er durch, kriegt dann 20er da, wie immer. Also Bewegung war ein sehr, sehr wichtiger Punkt in meinem Leben. Sportlich gesehen, meine Mutter hat mich mit sechs in einen Schwimmverein geschickt, weil sie sagt, der Bub muss ein bisschen mehr ausgelastet werden. Dafür bin ich sehr dankbar, denn alles, was du in der Kindheit lernst, das nimmst du einfach mit. Also ich weiß es ja, aus dem Triathlon viele, die später zu schwimmen beginnen, haben extreme Probleme. Ich glaube, das einmal technisch umzusetzen. Ich glaube, was sehr wichtig war, ist dieses Multisportive.

[04:59] Also nicht nur Schwimmen, Fußball, Tennis, mit dem Radl, auf Bäume herumklettern. Also das ist, glaube ich, extrem wichtig für die Entwicklung der Kinder. Heute sind wir eher dort in die Richtung, wie Quagelschatz drüber, es darf ja nichts passieren. Ich weiß, ich hole jetzt wieder sehr aus. Aber meine Meinung ist, es braucht, oder als kleines Beispiel, die Löwenmutter schaut auf ihre Jungen, dass ihnen nichts passiert. Sie lässt sie aber die Erfahrungen machen, die sie brauchen, um nachher in der Natur zu überleben. Und genau das wird heute, glaube ich, den Kindern genommen. Das heißt, es passiert im Turnunterricht etwas. Die Eltern stehen gleich da, klagen gleich den Lehrer oder der Lehrer muss sich rechtfertigen. Ein Cut, ein brochener Finger oder irgendwas oder Prellungen, das gehört einfach dazu. Du musst ja lernen. Das ist diese Geschichte mit auf die heiße Herdplatte greifen. Du musst es einmal machen, damit du weißt, das ist nicht gut.

[05:52] Und das brauchst du, um nachher zu überleben. Und multisportiv, ja, ich bin in den Wettkämpfen geschwommen, damals in meinem Kindes- und Jugendalter schon. Habe aber dann Fußball gespielt bei der Donnerfeld. Ich habe American Football gespielt. Ich war Wasserskifahren. Also ich wäre jetzt, wenn man es runterbricht, sicherlich kein Turner oder Leichtathlet. Aber so Dinge wie Langlaufen, Skifahren, Snowboarden und die ganzen Dinge, die kann ich relativ schnell auf einem sehr, sehr guten Niveau. So, und ich brauche die tägliche Bewegung für mich, weil es tut mir einfach gut. Und wie kam es zu der Geschichte, die ich heute vollziehe, seit knapp sechs Jahren, also fast sechs Jahren. Ich habe damals mit der Oma trainiert. Das heißt, Oma genommen, mit dem Rollator raus, Rollator hingestellt. Oma sage ich, halt die fest. Dann habe ich den Rollator in den Zwischenstock getragen, runter. Und die Oma ist die Stürgen aufgegangen.

[06:45] Und ich habe sie von hinten praktisch gesichert. Dann sage ich, Oma, geht noch ein Stock. Ja, und wir sind wieder rauf, den nächsten Stock. Und die Oma hat in seinem alten Gemeindebau gewohnt, wo du den Zwischenstöcken den Aufzug hast. Einflur jetzt durfte. Nein, nein, im dritten Bezirk, im Airbag. Und runter sind wir mit dem Lift gefahren, weil es ist runtergehen, ist relativ schwierig. Aber es geht ja darum, dass du deine Muskulatur kräftigst. Du wirst ja so lange wie möglich, ich glaube auch du oder alle, die dir zuhören, wollen unabhängig sein. Wir wollen uns selbst bewegen können. Und dafür braucht es halt diesen Einsatz. Und ich habe das dann gesehen, als die Oma ins Spital kam. Ja, ich meine, die sind überfordert. Leider. Sie geben sicher ihr Bestes. Und an dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an alle Krankenpfleger, Schwestern, wie ich immer in diesen Berufen arbeite.

[07:26] Pfleger und so weiter. Das kann man gar nicht genügend wertschätzen. Aber jetzt kommt das eure Mutterl dorthin. Naja. Ich sehe. Wer nimmt sich wirklich Zeit? Aber diese Menschen gehören bewegt. Und wie die Oma dann rauskam, war sie noch schlechter beieinander als vorher. Das heißt, du musst immer in Bewegung bleiben. Und umsonst heißt es nicht, turnen bis zur Urne. Und dann kam ihm das Jahr 2020 mit Corona. Und die Idee war einfach nur, meinem damaligen Programmchef zu schreiben, du lieber Xandl, wenn die Menschen in der zweiten Lebenshälfte, also das war eigentlich das Hauptpublikum jetzt einmal, oder darauf wurde abgezielt, wenn die jetzt zu Hause sitzen, nichts tun, bauen die nicht nur körperlich, sondern auch mental ab, wir hätten eine Möglichkeit, ganz einfach diese Menschen zu bewegen. Und das war's. Und dann ging es los. Damit war die Sendung? Damit war die Sendung.

[08:16] Geboren. Okay. Aber im Endeffekt, es war ja zuerst nur geplant, lassen wir den Jelinek ein bisschen turnen. Man muss ihn noch ein bisschen weiter ausholen auch. Ich habe gesagt, ich habe ungefähr 30 erbraucht. Wie bist du überhaupt zu dem Kontakt mit den Medien gekommen? Naja, für mich war, ich habe dir erzählt, ich wollte ja, ich habe gesehen, was ich kann. Ich sage immer, ich habe die Peter-Rapp-Schule besucht, unter Ansatzzeichen. Ich habe ihn einmal persönlich kennengelernt, aber ich war nie bei ihm in Schulung. Aber Peter-Rapp-Schule sage ich, das ist das, was du in keinem Kurs nirgendwo lernen kannst, und zwar direkt draußen mit dem Publikum vor Ort, dass du halt diverse Veranstaltungen von der Disco, über das Bierzelt und so weiter moderierst. Weil da steht sich heraus, kann er es oder kann er es nicht. Genau. Oder wenn dich heute jemand wo hinstellt,

[09:01] sagt, mach was aus nichts. Ich glaube, das ist der große Unterschied. Und ich nehme auch immer gerne das Beispiel her, Beachvolleyball, Kärnten, Wien, Sommer, leibende Stimmung, die Leute schon ein bisschen was trunken. Der Moderator sagt, und alle machen, ja, das ist geil. Ich kenne es ja selber als Bündermoder. Das will ich sagen, ist geil. Kann aber jeder. Kannst dann jeden hinstellen, wenn die Stimmung passt, ist okay. Der Unterschied ist heute, wenn du zum Beispiel in Bodersdorf beim Triathlon bist, September, 14, 15 Grad, strömender Regen, 22 Uhr, dass du dort Leute wieder hinbringst für die Finisher-Line-Party, die sitzen dann am nassen Teppich, ruhe dann zum Gummiboot und wie immer. Das ist der Unterschied. Das, was wirklich schwer ist, nicht das, was jeder einfach kann. Also dann nehme ich das. Noch einmal, also die Leistung, die da gemacht wird, ist supergeil im Beachvolleyballstadion,

[09:54] aber der Unterschied ist eben, wenn du es nicht, es ist keiner mehr. Und wenn du es da schaffst, Leute wieder konzentriert auf einen Punkt hinzubringen und sie zu motivieren, ich glaube, das ist die hohe Schule, die Kunst. Naja, dann machen wir gleich einmal so einen, weil es ich gerade erlebt habe, stell dich ins Hanson-Zentrum, im 10. Bezirk, kennst du vielleicht. Nein, kenne ich nicht. Kleines Einkaufszentrum im Freien, natürlich viel, viel, viel weniger Leute als in der SCS. Und der Philipp macht dort eine Bewegungsshow für die Menschen, die heute an dem Tag ins Zentrum kommen sind und stängen genau Öffleiter. Wie motivierst du dich? Naja, ich selber bin immer motiviert. Ich kenne das. Oftmals hast du diese Veranstaltung. Wie machst du es denn, 11, 30, die dann auf einmal stehen bleiben? Naja, es ist einmal, es ist, dass wir Podcasts so erklären,

[10:54] ist schwierig, weil es ist immer situationsbezogen, du bist ja dann dort vor Ort und aus der Situation kannst du dann viele Punkte mitnehmen. Jetzt sitzt der eine vielleicht gerade bei der Nordsee, isst ein Fisch, der andere ist gerade beim Zuckerlgeschäft, der dritte schaut sich gerade unter Hosen auf, beim Palmas, wie auch immer. Und diese Leute musst du irgendwie durch Interaktion mit einbauen, um es einzubringen. Ah, da hinten haben wir schon das Fischl, aber da sollte man vielleicht noch früher tun, dann geht schon, komm her zu mir, so in die Richtung. Oder, na, bevor wir die Süßigkeiten essen, ein bisschen Bewegung kann nicht schaden, aber dann haben wir es uns verdient. Ne, Frau? Und ja, der Gatte ist schon da, aber sie macht auch mit. Und dann meistens, na, sag ich, na, komm her, komm, jetzt machen wir das gemeinsam, recht herzlich willkommen,

[11:33] schön, dass ihr da seid. Also, das ist so, wenn du beginnst mit den Leuten, du musst sie wahrnehmen, du musst sie ansprechen, du schaust sie an, du sprichst sie an, und dann kommen sie meistens ja gar nicht aus. Und dann sag ich, na, komm, probieren wir es, du kannst das. Nein, ich hab die Sackerl, nein, stell die Sackerl mal auf die Seite, komm her, dann geh zum Beispiel von der Bühne runter, sag ich, komm, die Sackerl, stell mir her, jetzt mach es mit. Also, das funktioniert, und das Lustige ist, schmunzeln vorbei, und denken sie, was ist das für Kasperl? Aber, ich find's live, und irgendwie der Kasperl manchmal zu sein. Ja, nur darum, und jetzt eine Frage, jetzt bist du nicht live dabei, und da weiß ich, dass du aus elf Leuten hundert machst, ja, die Schwierigkeit ist ja, wenn du vor einer Kamera stehst,

[12:21] wie machst du dann aus 20.000 Leuten, die zuschauen, 150.000? Glück, Gabe, Konsequenz, weil du hast nur die Kamera, und dich, und deine Motivation. Genau, und das ist aber, glaube ich, der Unterschied, also, mir hat einmal jemand gesagt, und das stimmt auch, entweder die Kamera liebt dich, oder sie hasst dich. Entweder du kannst die Kamera, oder du kannst es nicht, das kannst du nicht lernen. Ich will es gar nicht, ich kenne Beispiele, das seit 20 Jahren, und da merkst du, ja, jetzt nach 20 Jahren kann es das, ja. Es ist dieses Kommunizieren mit der Kamera, und was kommt rüber? Weil es war ja damals auch die große Frage, wie kann es sein, dass im TV etwas funktioniert, obwohl es ja hunderttausende Anbieter im Fitnessbereich gibt, auf YouTube, wie auch immer, auf den ganzen sozialen Medien, wie kann es sein, dass es funktioniert?

[13:08] Ich glaube, es ist das, was rüberkommt, was die Leute spüren. Und da möchte ich jetzt kurz ausholen, wenn du dann diese Rückmeldungen bekommst, dass die Leute das Gefühl haben, du stehst bei ihnen in ein Wohnzimmer, dann hast du es geschafft. Das ist es, du berührst, du bist Teil der Familie, du gehörst zu ihnen dazu. Aber das, glaube ich, das kannst du nicht lernen. Und das ganz Wichtige, was ich allen mitgeben möchte, ist, gerade in Zeiten wie, also in Zeiten der sozialen Medien, Fake, Fake News. Nein, nicht nur Fake News, sondern, dass Leute sich in den sozialen Medien anders darstellen, als sie sind, die Superstars, und in Wirklichkeit dann ganz anders. Da denkst du, sind das zwar verschiedene Menschen. Ich glaube, Authentizität ist das, was den Erfolg bringt. Erstens einmal, man kann es nie allen recht machen, ist auch eine Kunst,

[13:55] die keiner kann, und das will man auch gar nicht. Man wird immer polarisieren, weil man hier wahrscheinlich ein bisschen mehr. Polarisierung gehört aber auch dazu, weil auf der einen Seite hast du die, die sagen, boah, der ist cool, und auf der anderen Seite hast du die, die sagen, der ist absolut, den kannst du vergessen, ist ein Trottel. Aber sie schauen sich es trotzdem, aber sie wissen wollen, was der Trottel als nächstes macht. Also polarisieren, du musst der Typ auch sein. Und jetzt noch, du musst das auch lieben, was du tust, und die Menschen spüren das, ob das ehrlich rüberkommt oder nicht. Und ich glaube, das ist auch ein Teil des Erfolges. Gehen wir vom Polarisieren zu einem anderen Ausdruck, nämlich einem ganz, ganz hässlichen, aber der passiert in Zeiten wie diesen Schubladisieren. Ja, aber den hat es ja immer schon gegeben,

[14:43] oder? Hat es immer schon gegeben, aber in Zeiten der Überinformation siehst du es stündlich, sekündlich, die verschiedenen Schubladen, in denen die Leute denken, wo sie andere Leute hineindenken. In welche Schublade geben dich die Leute, die dich lieben? In welche Schublade geben dich die Leute, die dich hassen, aber mit denen hast du wahrscheinlich gar keinen Kontakt? Warum solltest du was? Schublade? Welche Schublade? Naja, wie soll man sagen, ich muss es vielleicht ein bisschen anders erklären. Es war immer schon so, dass Leute mir gegenüber vielleicht sich gedacht haben, nicht vielleicht, sondern sich gedacht haben, na der ist überheblich, ein präpotenter Arsch oder wie immer. Dann kam es irgendwann zum ersten Gespräch und auf einmal hat sich das trat um 180 Grad. Hä? Der ist ja ganz anders. Vielleicht wirklich durch mein Auftreten wie der Bulldozer kommt, aber im Endeffekt habe ich ein sehr,

[15:39] sehr großes Herz und ich glaube, das ist das, was die Leute einfach spüren. Es ist ja nicht nur, dass du mit den Menschen jetzt via TV kommunizierst, sondern ich habe den Kontakt auch draußen auf der Straße mit den Leuten und da nehmen wir mal die Zeit. Dann rede ich mit denen, höre mir die Geschichten auch, dann mache ich ein Video für die Mama, für die Oma, für die Tante, wer immer. Ich sage, ich gehe ins Auto holen, Autogrammkarten, die Leute freuen sich. Also diese Echtheit, das ist das, was sie spüren. Und nochmal, das andere, Schubladeisieren, ich will es ja gar nicht allen recht machen. Das wäre ja richtig fad. Ist ja schön, wenn du diese hast, die sagen, schau dir auch den Trottel. Aber ich sage immer, macht es uns besser. Wir haben jetzt sehr viel von den Senioren gesprochen,

[16:22] sprechen von einer anderen, super wichtigen Zielgruppe, die du bearbeitest, nämlich live, die du bewegst. Du setzt dir ins Auto, fährst in die Steiermark, dorthin, dorthin, dorthin, durch halb Österreich. Eigentlich ganz Österreich, wenn man es demnächst, aber dann Tirol auch. Aber das muss man immer besser koordinieren. Okay. Erzähl da dein Gefühl und erzähl da, wie die Kinder mit der Bewegung reagieren und auf das, was du mit ihnen tust. Also, Punkt eins, wie immer gesagt, Also, der Ursprung war ja, Menschen in der zweiten Lebenshilfe zu bewegen und nach ein paar Wochen haben wir dann festgestellt oder gesehen, ah, ich interagiere ja, die Leute schicken mir Fotos von Mitturnen. Und dann war auf einmal die Oma mit der Mama und den Kindern oder der Onkel mit den Kindern, wie auch immer. Das heißt, dieses generationenübergreifende war plötzlich gegeben. Sehr wichtig auch, diese soziale Komponente.

[17:21] Und dann kamen auch Fotos nicht nur von älteren Menschen, sondern plötzlich von 25, 30-jährigen, also eigentlich alle Alterszielgruppen. Ich sage immer, von 3 bis 103 hatte ich alles dabei oder habe es dabei. Und die Kinder sind, also es gibt ja zwei Punkte. Das erste ist, dass wir selbstständig fit mobil altern. Gesundheit ist Eigenverantwortung. Und das zweite ist, die Kinder haben sich neben der Schulischen auch eine körperliche Basisausbildung verdient. Warum sage ich das? Wir haben heute schon darüber gesprochen. Diese Quagelsturzmentalität, es darf nichts passieren. Aber die Kinder brauchen Erfahrung, die Kinder brauchen Bewegung. Und wenn ich heute in die Schulen gehe, sehe ich oder sieht man, wie schwer sich manche mit Koordination tun, mit dem Gleichgewicht. Das ist ein Wahnsinn. Also einfachste Dinge, die sie nicht können. Und ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, dass man das den Kindern einfach mitgibt.

[18:13] Und ich sehe, wenn ich wo reinkomme, in der Klasse, ich bin immer dann so wie, good morning everybody, it's time, time, time to move your body. Oder irgendein Blödsinn fällt mir immer ein, dann hauen sie sich schon an und es macht ihnen richtig Spaß. Und das Geile ist das, wir haben die größte Gruppe über bisher 700. Dann vor kurzem war es eine mit 250 Kindern in der Schule. Also Kinder wollen bewegt werden, die haben wir frei. Das ist, du merkst, die machen einfach mit. Und natürlich, du hast von der Volksschule über Mittelschule, Gymnasium, HTL war ja auch. HTL war witzig, wir waren da, ich glaube, in Wiener Neustadt draußen. Das ist ja dieses Alter, sowas, der 15, 16, 17. Erste Uncoole. Nein, nein, eben nicht. Ich kann dir zeigen, Fotos, die wollten, einige wollten, geh mal ein Foto machen mit dir,

[18:55] Philipp. Stehen dir heute, das voll getaucht. Ich glaube auch, was es ausmacht, ist, jeder hat eine Oma oder eine Mama, die sagt, ah, meine Mama macht mit, ah, meine Oma macht mit. So, und dann sage ich, na, wie heißt denn die Oma? Und dann mache ich ein Video für die Oma und rappe irgendeinen Schas, irgendwas Blödes hinein, wo sie sich abhauen und das geht dann wieder zum Nächsten und die sagen, hey, der Typ ist eigentlich cool. Also, ich fühle mich ja selbst oft noch, ich bin ja immer noch ein großer Lausbue. Also, ich glaube, ich kann mit allen Generationen, ich kann mit allen Menschen, ich glaube, das ist meine große Stärke und du musst mich aber auch nicht mögen. Das ist okay. Aber wie gesagt, Kinder, jetzt auf das Thema noch zu kommen, warum ist es mir so wichtig, wir haben ein extremes Problem

[19:39] in der Pflege und im Gesundheitssystem und ich glaube, wir müssen weg aus dieser, Vollkasko-Mentalität, das heißt, das ist eine Reparaturmedizin, wir müssen dorthin in die Eigenverantwortung, Gesundheit ist kein Geschenk, du musst was dafür tun und ich glaube, das muss man schon bei den Kindern, da muss man bei den Kindern schon beginnen, aber wenn du die Entwicklung heute siehst, verzeih jetzt den Begriff, aber degeneriert wir einiges an, wie soll sich denn das dann fortsetzen im Alter? Das können wir uns nicht leisten. Das heißt, wir müssen schauen, dass die Kinder fit und mobil bleiben. Das heißt, die Basis legen sie ja, den Grundstein für später, legen sie in ihrer Kindheit, in ihrer Jugend schon und wenn die heute, Übergewichte sind, glaube ich, so ein Thema, bis 2030, habe ich eine Studie gelesen, sind, glaube ich, fast 50 Prozent, bitte nicht schlagen, jetzt der,

[20:24] der Österreicher, in Europa, in Europa, übergewichtig. Also ich sage immer, ich glaube, gewisse Dinge schwappen aus den Staaten immer zu uns über, das dauert alles ein bisschen, zeitverzögert, aber heute als Couchpotator, es ist ja heute angeblich cool, wenn du, ich meine, ich kann es nicht verstehen, ja, vielleicht, aber ist man happy, wenn man heute schwerst, übergewichtig ist, wenn man sich nicht mehr bewegen kann, das kann doch keinen Spaß machen. Und es geht bitte nie darum heute, dass wir Sport betreiben, sondern es geht darum, dass wir uns bewegen, denn wir haben ja einen Bewegungs- und keinen Sitz- oder Liegeapparat. Und das beginnt auch schon bei den Kindern, du musst ja mobilisieren, aktivieren, die Gelenke sind ja dazu da, dass sie verwendet werden. Und wenn Kinder gezwungen werden, die ganze Zeit zu sitzen, ist ja das ein Wahnsinn. Wie war es bei dir?

[21:14] Du warst ja wahrscheinlich auch so ein gewähliger Typ, oder? Ja, also danke für die Frage, ja, aus dem Sitz, hätte ich sie dir gestellt, aber ich bin halt in den 63, geboren, ja, und bin halt 60er, 70er in Wien mit der Bewegung aufgewachsen und ich bin der Stadt wahnsinnig dankbar, wir haben damals alle Chancen gehabt, an jeder Ecke ein Laufverein, ein Turnverein, ich war bei einem Laufverein, ich war bei einem Turnverein und dann natürlich bei einem Fußballverein und ein Park an jeder Ecke, ein Fußballplatz. Aber wer spielt heute noch im Park? Wenig, ja, sie haben auch viel Käfige zugesperrt, also da sind dann kleine Käfige, es sind auch wieder neue gebaut worden, zum Beispiel am Gürtel, aber mein Park, der Richthausen Park, ist jetzt so eine Sitz-Oase, dort mit Nimmergegnen, und das war zum Beispiel mit dem Lidl Park daneben

[22:08] für den Wiener Sportclub, das Scouting-Alleal für den Nachwuchs. Gingi Donaufeid haben wir ja damals auch gespielt, die waren auch in der obersten Liga. Zur Schule möchte ich noch etwas sagen, ich hatte das Glück, ich war ja, ich war gerade mal ein Dreivierteljahr im Gymnasium, weil mein Papa das wollte, bin dann in die Hauptschule gegangen, dann haben wir die Hauptschule, ich hatte drei Schulen zur Auswahl und ich habe mit dir ausgesucht und mir dachte, wir haben einen Leihwanz und einen Fußballplatz. Ja. Und das war damals die Leopold-Ferstl-Gasse in Floridstorf, und wir hatten damals, glaube ich, fünf oder sechs Schiljährige Schiljahrinnen. Wir haben, du musst dir vorstellen, das war in den 80ern eine klassische, städtische Hauptschule und wir sind aber damals nach Lindabrun aufs Fußball-Trainingslager gefahren. Trainingslager. Naja, für die Hauptschule, Trainingslager. Matchberichte, in der Schülerliga war, da gab es, wie in der Kronenzeitung,

[23:09] gab es von Bauer, von einem Deutschlehrer, der die Giga übergehabt hat, richtigen Matchbericht und dann die Kritik zu jedem einzelnen Spieler. Das war damals wirklich höchster Spinat, könnte man sagen. Und wir haben, eben mit den Schiljahrern, war so, es wurden ja auch Skikurse veranstaltet, neben den normalen Schul-Skikursen. Da bin ich auch noch mitgefahren zu Weihnachten, die Eltern waren froh, dass die Kinder weg sind. Und da habe ich wirklich dann ein Skifahren gelernt, dann bin ich zum Skirennfahren gekommen, durch den einen Lehrer, durch den Skalnikordel damals. Also es war eine Schule, wo Bewegung einfach großgeschrieben wurde. Und das ist einfach schön. Wer traut sich heute, ich glaube, wir waren damals 14, 15 Burschen, locker, oder 16, flog jetzt auf Känzler ein bisschen? Ja, ja, ja. Also wir sind vom Spitz praktisch weggelaufen, bis in den 22., bis zur Wagrama, wie heißt die,

[24:00] Kargrana Brücke? Ja. Kargrana Brücke rüber und dann auf der anderen Seite zurück. So ein 7, 7 Kilometer ist der damals mit uns gerend. Aber nur ein Lehrer mit 14 oder 16 Buren. Wer traut sich denn die Seite? Oder in der ersten Stunde im Winter Zirkeltraining, Vollgas. Ja. Zweite Stunde war immer Kicken, das ist klar. Aber erste Stunde volle Maschinen. Und dafür bin ich heute sehr dankbar. Das traut sich heute ja niemand mehr. Also ich glaube, Kinder wollen auch gefordert werden. Das Schlimme ist ja, man darf ja heute gar nicht mehr sagen, Völkerball. Du kannst heute gar nicht mehr abschießen, spielen, weil manche Kinder können die Bälle nicht fangen. Oder lieber Freund von mir, der zwei Kinder hat, und man hat erzählt, das letzte Mal haben sie, also spielen sie normal mit einem Softball, damit ja nicht so viel passiert. Und der Softball war nicht da,

[24:44] sie haben einen normalen Ball genommen. Und seit Buren, Buren hat er dann ein Mädchen unabsichtlich am Kopf getroffen. Da war gleich der große Rambazamba. Also das gehört einfach dazu. Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht hart, aber es ist so. Es sind diese Erfahrungen, die du machst. Ich meine, wie schlimm ist, Kinder können heute oftmals, vor allem seit Corona, manche können nicht einmal rückwärts laufen, geschweige denn einen Ball fangen. Das ist ja Wahnsinn. Das sind die Grundfähigkeiten. Und wenn wir das verlernen, ist es wirklich schlimm. Wir sitzen da nur mehr, ich bin da gerade in der Hand, eigentlich wir scrollen nur mehr. Scrolling oder so ist das. Da werden wir alle den starken Daumen und dann diesen Nacken. Wenn wir nicht zufällig auf einen Fitnesstrainer, eine Fitnesstrainerin kommen, auf der wir hängen bleiben und die uns dann zu einem anderen Lebenswandel motiviert,

[25:30] sind wir vielleicht verloren. Das ist das, was ich jetzt noch sagen möchte. Wir reden seit Ende der 80er von der täglichen Turnstunde. Es gibt jetzt, ich glaube seit 2009, das Projekt, die tägliche Bewegungseinheit. So, jetzt haben wir 2026 und ich glaube, mittlerweile sind es gerade einmal 15 Prozent, die wir bewegen. Ausbau, also 100%ig ausgebaut, glaube ich bis 34, 35. Ich meine, die Zeit haben wir nicht. Da gehen schon die Kinder von denen, wie die jetzt sind. Und ich glaube, jetzt kommen wir wieder zum Völkerball. Das, was ich tue, wir reden ja immer davon, dass wir zu wenig Turnlehrer haben, dass wir keine Plätze haben. Das, was ich mache mit den Kindern, kannst du auch in der Klasse ausüben. Das heißt, du nimmst da ein paar Tools, also ein paar Bewegungseinheiten raus oder du machst eine ganze Sendung. Das sind 20.

[26:20] Du brauchst weder einen Turnsaal, du brauchst kein eigenes Turngewand, du brauchst keinen extra Lehrer. Das wäre so einfach. Du lernst die Basisbewegungen. Basisbewegungen. Und das Schöne ist, auch jetzt nämlich den kleinen, etwas molligen Franzi her, der der Letzter normalerweise ist, der hineingewählt wird beim Völkerball und der Erste ist ins Außerschießen, das heißt, der am wenigsten von der Turnstunde hat. Der kann plötzlich in seiner Bewegungsgröße, in seiner Geschwindigkeit, die Übungen mitmachen, ist somit Teil des Ganzen. Ja, Boah, Leiband, da bin ich mit dabei, hat was davon und vielleicht gibt es auf einmal diese Initialzündung, wo man sagt, Boah, Bewegung, das ist ja richtig cool, das taugt mir jetzt, Geri, in einem Fußball, in einem Tennis, in einem Schwimmverein, in einem Ruderverein, wie auch immer. Und ich glaube, was wir brauchen in Österreich ist, wir sagen immer, wir sind die Sportnation, wollen wir vielleicht einmal,

[27:07] ich sage immer, wir brauchen viel mehr die Breite, damit wir mehr in die Spitze bringen. Also die Spitze braucht die Breite und die Breite braucht die Spitze. Und wir reden sehr viel davon, dabei wäre es so einfach, zum Beispiel jetzt, jetzt mache ich wieder Werbung für meine Geschichte, aber viele bewegt, in den Schulen zu initiieren, beziehungsweise, dass man das so täglich macht. Das ist so einfach. Und zusätzlich natürlich die tägliche Bewegungseinheit. Aber das wäre einmal die Basis. Du musst ja, wenn du ein Haus baust, brauchst du zuerst ein Fundament. Und das liefere ich mit ganz einfachen Dingen und darauf können alle dann aufbauen. Die Vereine, die Verbände, alle würden davon profitieren. Jetzt gehen wir einmal davon aus, dass die tägliche Turnstunde, die tägliche Bewegungseinheit auch noch im Jahr 2050 diskutiert werden wird und nicht umgesetzt werden wird. Gehen wir zu den Menschen

[27:58] privat daheim und jetzt bewusst zu allen Altersgruppen, von den Kleinen zu den 25, 40-Jährigen, 60-Jährigen, 80-Jährigen. Oh, mein Sohn wird sich freuen, ich klopfe da auf, das wird schön zum Schneiden sein. Das macht gar nichts, das gehört dazu, die Sendung lebt. Der Feind ist ja im Kopf die Bewegungsfaulheit auch, bei all diesen Zielgruppen. Gib uns vielleicht so ein, zwei Tipps. Solltest du jemals selbst davon befallen sein, offensichtlich nicht, aber wie kann ich den ersten Schritt, die erste Stufe machen, ein, zwei Kniffe, wie ich die Bewegungsfaulheit, den Schweinehund, Austrickse? Also ich glaube, jeder kennt das Gefühl nach der Bewegung, oder? Jeder wird schon mal was gemacht haben, wie ist das Gefühl danach? Ehrlich. Traumhaft. Genau. So. Und ich sage immer wieder, wenn der innere Schweinehund anklopft, dann holen wir uns aus dem Unterbewusstsein dieses Gefühl, dieses gute Gefühl danach ins Bewusstsein

[28:58] und machen, wir tun uns ja selbst was Gutes. Wir müssen uns bewusst sein, wie sehr es uns, wie sehr es uns gut tut. Oder beziehungsweise wir kennen es ja, wir haben ja das Gefühl schon mal gehabt und gute Gefühle möchte man ja immer wieder haben, oder? Genau. Ja, aber das gute Gefühl kommt nicht allein. Du musst ja für das gute Gefühl etwas tun. Und ich tue mir auch manchmal schwer, dass ich sage, boah, der hat eigentlich gar keine Lust. Aber dann reiße ich mit zusammen, weil ich weiß, ich fühle mich nachher einfach wesentlich besser. Und ich glaube, wenn du dann einmal in diesen Modus hineinkommst, dann bist du auch drinnen. Es geht aber genauso schnell in die andere Richtung. Wenn ich wieder beginne, auf der Couch zu sitzen, dann gehe ich mich wieder ans gemütliche Daheim, auf Extremcouching. Und noch einmal,

[29:43] es geht ja gar nicht um den Sport. Wichtig ist auch, dass wir uns die Zeit für uns nehmen. Dass ich mir einen Termin mit mir eintrage und sage, das sind jetzt meine 20 Minuten, meine Stunde. Alles andere ist wichtiger, nur es muss allen Menschen bewusst sein. Privat, beruflich, wo auch immer, alle hängen sie an unserer Energie, alle zapfen sie an unserer Energie ab. Du musst ja die Akkus irgendwann auflauten, auch wieder. Und Bewegung ist eine Möglichkeit dazu, wo du sagst, du legst das Handy auf Zeit und du schaltest alles ab, du schaust nur auf die, du saugst diese positive Energie bei der Bewegung auf. Du hast nachher was gemacht, dieses Gefühl, boah, geil. Also ich liebe das, am liebsten trainiere ich am Vormittag, weil dann weiß ich, am Nachmittag kann ich faulenzen. Das eine schließt das andere nicht aus, aber das eine braucht

[30:32] das andere, damit man sich auch dann wohlfühlt auf der Couch, glaube ich. Und noch einmal, was wichtig ist bitte, ihr macht es nur für euch, für niemand anderen. Das muss euch bewusst sein. Ihr macht es nicht, kleines Beispiel, beim Fußball, beim Training, sind wir geredet, haben wir uns irgendwo versteckt in die Kantine, wie ich immer, wir haben uns ja nur selber geschadet. Das heißt, ich schade niemand anderen, ich schade nur mir. Und wenn mir klar ist, was wir heute einmal schon besprochen haben, dass ich gesund, oder machen wir was anderes, möchtest du fit sein? Ja. Willst du gesund sein? Ja. Willst du unabhängig sein, körperlich von jemandem? Natürlich. Na siehst du, aber da musst du dafür was tun, das heißt, du musst auf den Gesundheitskonto was einzahlen, sonst funktioniert es nicht. Oder machen wir was anderes, willst du im Chachachawagerl

[31:21] sitzen irgendwann und dass da jemand das Popschel auswischen muss? Ist das Lebensqualität? Also ich glaube, zumindest möchte ich es nicht selber verschuldet haben. Genau. Das ist schon klar. Ich sage jetzt einmal, es ist schon klar, es kann ein Unfall, es kann alles passieren. Aber die Möglichkeit, ich glaube, es geht darum, man hat gesagt, fit und gesund zu altern, lieber mit 90 vom Rahl als aus dem Bett im Elternheim fallen. Also gesund sterben. Die Leute sagen, ich bin nervös, gesund sterben. Ja, ich möchte gesund sterben. Du hast mir da auf eine Idee gebracht, die ich cool finde. Und zwar, heutzutage wird ja diese Zeit für dich selbst, hast du gesagt, nimm dir Zeit für dich selbst, mach eine Vereinbarung mit dir selbst. Und das wird heute auch gehören, so als Me-Time neu deutsch bezeichnet. Aber Me-Time verbinde ich auch über Instagram

[32:12] und Facebook zu Schaugestellten in die Sonne schauen oder die Füße hochlagern. Ich glaube, wenn man diese Sport-Time oder Bewegungs-Time, Moving-Time ist Me-Time, wenn man das mehr durchkriegt. Ja, weil es ist ja wunderbar. Ich beginne in der Früh mit Übungen. Bevor ich rausgehe und meine Umgebung mit meiner berüchtigten Morgengarne konfrontiere, habe ich meine Me-Time. Ich stehe in der Strecke, mache bewegtes Tai Chi. Ich liebe das. Und ich glaube, wenn du das noch mehr in die Köpfe kriegst, dann sind wir auf einem guten Weg. Wie ist dann der Start für dich in den Tag? Wie ist es dann? Also, Mithaben ist etwas ganzes Wichtiges, vor allem, so wie du sagst, es gibt die eine Geschichte, wo ich mir jetzt vom Fernseher setze, Netflix schaue, im Netz irgendwie herumscrolle, aber gerade die Bewegung ist eine extreme Komponente, weil durch die Bewegung, habe ich glaube ich

[33:08] heute schon erwähnt, holst du dir auch Energie. Das heißt, du ladest deinen Körper wieder positiv auf. Und du profitierst auf allen Linien, weil durch die Bewegung stärkst du nicht nur deine Muskulatur, du stärkst auch deine Knochen. Es hilft dir auch bei der Psyche, du weißt, Glückshormone, die ausgeschüttet werden, es geht dir einfach wesentlich besser. Und gerade in Zeiten wie diesen, wo wir tagtäglich mit negativen Informationen überflutet werden, das macht ja was mit dir. Ich meine, ich muss ja gestehen, ich bin ja auch seiner, dann schaue ich wieder einen in den Step of the Castle da. Aber oftmals denke ich mir, na bitte mach das nicht, befasse dich mit positiven Dingen, damit du in einen positiven Fluch hineinkommst. Und ich habe jetzt gerade da, wenn wir gerade gesprochen haben über Rückmeldungen, war lustig, möchte ich noch kurz was vorlesen, und zwar einen Kommentar

[33:51] eines jüngeren Mannes, der schreibt, let's turn this setback into a comeback. Lieber Philipp, wir brauchen dich jetzt erst recht. Im Laufe der letzten Monate habe mein Vater, also nach einem doppelten Oberbruch, habe ich ihn zu diversen Gesundheitseinrichtungen begleitet. Und jeder Spezialist, ob Physiotherapeut als auch Primar, hat uns die Relevanz deines Programmes bestätigt und dich als Motivator explizit hervorgehoben. Also solche Geschichten kriegst du halt. Und das, was ich tue, das ist ja nichts Neues. Das ist das einfachste, was es gibt. Das gibt es ewig. Ich sage immer, ich bin immer so, Ilse Buck war, ist mein großes Vorbild. Und es sind so, es sind so einfache Dinge. Und ich glaube, niederschwelliger geht es gar nicht. Das heißt, ich nehme die 20 Minuten, ich kann in der Früh, Knockout, in der Unterhosen, im Pyjama, wie ich immer, ich brauche nur das Knopferl drucken,

[34:46] ob das jetzt TV ist, ob das jetzt YouTube ist, Join, Corona, Online, wie ich immer, mache mein Programm und habe etwas getan. Einfacher geht es nicht. Ich muss nirgendwo hinfallen, ich brauche nichts zu zahlen, aber ich habe etwas gemacht. Und das ist für mich halt die Miete, meine 20, 30 Minuten pro Tag, die ich mir einfach nehme. Ich verstehe schon, wenn Menschen heute ausgebaut, nach der Arbeitshaus kommen, ist schon klar, da will ich es da ruhe haben, aber nehmt euch trotzdem diese Zeit, vielleicht in der Früh. Wenn es nur ein bisschen dehnen. Genau, aber du machst etwas und du fühlst dich einfach wesentlich besser. Ich möchte dich jetzt einmal unterbrechen, wir haben uns vor 30 Stunden in etwa ausgemacht. und ich möchte jetzt gehen auf dieses berühmte Mens Sana in Korpusano, also gesunder Geist in einem gesunden Körper und gehen wir vielleicht auch

[35:36] zur Bewegung, zur Krisenbewältigung. und da hast du ja auch selber einiges erlebt. Ich meine, das, was wir jetzt in der Außenwelt erlebt haben, Ui, der super ORF-Star und der größte Quotenbringer von einem Tag auf den anderen Bashing, Bashing, Bashing und tiefer Abgrund, dann kommt Österreichs größter Medienverlag, die Kronenzeitung, dann KronenTV und es beginnt wieder vom Neuen und wird noch größer und geht live in die Bundesländer. Aber vielleicht gib uns so einen kurzen Einblick in diese Zeit, die du damals durchlebt hast und wie du das mit Bewegung möglicherweise abgefangen hast, relativieren konntest und dich bewegen konntest. Also, Bewegung ist der eine Teil, wie du sagst, der mir sehr gut getan hat, aber jetzt kommt's, ich habe auch insgesamt drei Jahre Therapie gemacht. Okay. Fast wahrscheinlich. Das heißt, ich hatte 2011 einen schweren, also 2009 war der erste Unfall mit Panikattacken, 2011

[36:50] dann ein wirklich schwerer Unfall mit Schlüsselbein gebrochen, Serienrippenbruch, Lunge verkleinert und, und, und. Und da wurde ich wirklich dann das erste Mal bei den Panikattacken und dann das zweite Mal beim zweiten Unfall dann wirklich auf den Boden der Realität geholt. Ich dachte eben, ich bin der Unzerstörbare, mir kann nichts passieren, ich bin einfach der, ja, der Halt, so in die Richtung. Und, der Unfall war natürlich etwas Negatives, aber, das war das eine, war das Körperliche, aber daraus resultierend kam dann das Psychische. Das heißt, ich hatte plötzlich ein Trauma, ich habe Depressionen gehabt, mir ging es total schlecht, Dinge, mit denen ich zuvor nie konfrontiert war. Da haben wir diesen negativen Part, aber dieser negative Part hat mir die Möglichkeit gegeben, etwas zu tun, um es ins Positive umzuwandeln, und zwar eine Therapie zu machen. Und da braucht sie dann auch

[37:37] den richtigen Therapeuten, die Therapeutin, ich war jetzt erst bei einem Typen und dann habe ich die Melanie kennengelernt, mit der ich heute immer noch Kontakt habe, aus Coachingform. Und diese drei Jahre, du gehst ja hin wegen einer Geschichte, aber wenn du beginnst, dich mit dir auseinanderzusetzen, dann geht das Punkt für Punkt weiter. Ich erkläre es immer gerne wie bei einem Computerspiel. Du schaffst das eine Brettel und dann gehst du in die nächste Ebene und so ist es da. Du arbeitest die Dinge auf, du gehst nochmal in den Schmerz hinein, das tut mir richtig weh und ich weiß, ich saß dort jede Woche auf dieser roten Couch und habe gewusst, ich werde heute wieder blären, wäre Schluss. aber das hat mir im Endeffekt geholfen, jetzt auf deine Frage zurückzukommen, diese Zeit zu überstehen. Hätte ich das nicht gehabt, 100 pro hätte ich mir

[38:25] den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich mache in der Früh immer so, ich habe meine eigenen Übungen für mich, wo ich mit dem Universum in Kontakt trete, mit dem kleinen Philipp, mit dem selbstwertigen Vertrauen, der Hilflosigkeit, der Angst, mit dem bin ich ständig in Kontakt, wir sind ein Team, wir halten zusammen. Atmung ist zum Beispiel auch so ein Thema, diese Dinge auch mit der Atmung dementsprechend zu bearbeiten und ich bin sehr, eigentlich dankbar, ich muss ja mir dankbar sein, ich bin mir dankbar, dass ich diesen Schritt mit der Therapie gemacht habe und ich kann es jedem empfehlen, weil es hilft. Ich verstehe natürlich auch Menschen, die bei einer Therapie aussteigen, weil es halt sehr fordernd ist, weil es anstrengend ist, weil du Dinge wieder aufarbeitest, aber ich denke, das brauchst du und das war für mich der Schlüssel, um aus dieser Krise

[39:17] gestärkt hervorzukommen. Natürlich gab es Momente, wo ich daheim gesessen bin, ich habe gebläht wie ein Schlosshund. So wie du selber sagst, du bist am einen Tag bist du da hier und am nächsten Tag bist du da Bässe und du hast aber keine Chance, du hast, wenn die wollen, vernichten die dich, du kannst nichts dagegen tun. Ich habe mir dann auch gesagt, sag gar nichts, weil das macht die Schöneberger und der Rab, die sagen auch nichts und wenn irgendwas Arges kommt, dann glaubst du dich immer und es bringt dir nichts. Wenn du was sagst, lieferst du wieder Kanonenfutter, das ist am besten, du sagst gar nichts und ich sage immer, du kannst du dann über etwas urteilen, wenn du selber dabei warst, aber du weißt, die Menschen bilden sich selbst ihre Meinung, einer schreibt irgendwas und ja, wurscht. Da ich ein sehr

[40:00] positiver Mensch bin, habe ich gewusst, ich komme aus dem Loch wieder raus. Natürlich bist du in diesem Moment dann, wo du sagst, Scheiße, wie geht es weiter? Du hast deine Fixkosten, du hast deine Zahlungen, wie geht das Leben weiter? Was wird passieren? Es gab damals zum Glück halt mehrere Anfragen und schlussendlich ist es dann doch die Krone geworden, wofür ich auch sehr dankbar bin, weil ich kann, wie geht es immer darum, meine Mission weiter vorzusetzen? Also man hatte ja damals gesagt, ich hätte ja können, weil ich einen Vertrag hätte, natürlich jetzt noch ein bisschen länger beim ORF bleiben und man hat mir auch ein Angebot gemacht, nur ich habe dann für mich selber gesagt, nein, das ist nicht meins, ich will nicht aufs Abstandgeist gestellt werden, sondern ich habe eine Mission und ich möchte diese weiter… Nämlich auf die Bühne.

[40:49] Nein, nein, nein, nicht die Bühne, sondern mir geht es um die Menschen. Die Menschen, denen ich gegenüber eine Verantwortung habe, die damals über vier Jahre mit mir geturnt haben, denen bin ich verantwortlich und ich habe etwas initiiert, einfach rauszugehen zu den Leuten, dieses Umdenken, in die Prävention zu gehen und da habe ich gesagt, nein, das ziehe ich durch und habe dann einfach damals wirklich, ich bin mit nichts da ausgegangen, weil man dachte, nein, mir ist die Mission wichtiger. Ja. Und die kann ich heute natürlich dank der Krone weiter fortsetzen. Ich meine, wir können jetzt natürlich auswählen, da gab es dazwischen noch andere Geschichten, aber das würde den Rahmen jetzt sprengen. Ja, nein, bleiben wir bei dem, was die Leute auch für sich selber umsetzen können. Nämlich, ich kann mich auch erinnern, Krise, ein so an, nicht unendlich deiner, was mir,

[41:39] die ganz kleine erste Bewegung, die hat mir immer so gut getan, Muskel anspannen, wieder auslassen. Anspannung, Entspannung, ja. Du spürst die Muskeln. Das war ein ganz, ein großartiges Gefühl, da habe ich mich so richtig wieder zurück im Leben gefühlt. Und ich habe damals Einzelpersonen gehabt, die sich um mich gekümmert haben. Die habe ich mir ganz bewusst selbst gesucht, ja, und irgendwie verschreibungstechnisch vorschreiben lassen. Und darum kann ich das so gut nachfühlen, was du machst. Und jetzt planst du ja auch, dass du dein Wissen jetzt nicht nur zig oder Hunderttausenden zur Verfügung stellst, dann, dass du Leuten auch die Chance gibst, mit dir allein in einem Video-Abo zu kommunizieren. Ja, das haben wir beide eigentlich ja ausgebildet, wo wir halt Tipps an die Menschen weitergeben möchten, wie sie am besten aus der Krise rauskommen. Denn ich habe ja gesagt, alles Negative hat auch etwas

[42:36] Positives, auch wenn man es nicht gleich sieht. Ja, und einfach, ich kann ja nur, also Tipps, es sind ja wirklich nur Tipps, ich kann nur anhand meines Weges erklären, was ich getan habe. Und dann kannst du vielleicht was für dich rausziehen, wo du sagst, hey, guter Ansatz, den Weg gehe ich. Ja, es gibt kein Erfolgsrezept, das muss so ehrlich muss man sein. Und natürlich, es ist nicht so, ah, jetzt höre ich mir die Folge an, ah, super, und jetzt bin ich safe. Nein, es ist Arbeit an Tier. Also ich gebe dir einen Input, ich gebe dir einen Tipp, ich sage dir, was ich getan habe, vielleicht kannst du es umsetzen, aber diese Umsetzung selbst erfolgt durch dich, selber. Wir sind alle für uns selber verantwortlich. Und jeder braucht vielleicht was anderes. Der andere sagt, dieses Teil nehme ich mal raus,

[43:21] dann nehme ich mal das raus. Aha, und das passt für mich. Das ist immer unterschiedlicher. Kommt in Kürze auf Forerunners Network, aber jetzt gehen wir einmal wieder zum Philipp, der einen sehr weiten Weg im Auftrag der Bewegung gegangen ist, aber noch lange nicht am Ende. sehr, sehr viel erlebt hat, viel erreicht hat und so als aller vorletzte Frage, weil am Schluss kümmerst du dich wieder um die Hörerinnen und Hörer in dem Fall. Um die kümmern wir uns da. Der nächste Traum, wenn du jetzt so am Radl sitzt und den Wiener Wald und die Donau abfährst und so weiter und die Sonne scheint und du, es kracht so richtig in deinen Emotionen und da fangen die Träume an, die natürlich auch kommen, aber man hat Zeit mit sich selbst. Wovon träumt der Philipp beim beginnenden Frühling in Wien? Also, der Traum ist auch so eine Geschichte.

[44:17] Man kann jeden Traum in die Realität bringen. Das ist diese Fokussierung. Das heißt, ich glaube, das ist auch eine Stärke, die ich habe. Ich konnte das als Kind schon. Ich habe etwas gesehen. Kleines Beispiel. Das Moped vom vier Jahr älteren Gerald, in meinem Vorbild damals. Und dann bin ich geistig damals schon mit dem Moped gefahren und bewusst, das Moped wir irgendwann haben. Und ich hatte es dann auch. Also, dieses Fokussieren, diese Träume zu leben, das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig. Meine Träume. Ich lebe meine Träume. Für mich wäre es schön und da bleibe ich auch dran und ich wäre da wirklich, ja, da gebe ich einfach nicht auf, dass wir von der Reparatur in eine Prävention kommen. Das heißt, dass die Menschen verstehen, Gesundheit ist Eigenverantwortung. Gesundheit ist kein Geschenk. Gesundheit braucht Bewegung. Diese Dinge. Dass sie Selbstverantwortung übernehmen

[45:07] und sich damit auch unabhängiger machen vom Gesundheitssystem. Ich meine, wir brauchen alle Ärzte, alles super wie immer. Aber ich muss halt selber darauf schauen, dass ich fit und gesund bleibe. Und um das geht es. Und das Zweite natürlich, mit den Kindern. Dass wir da wirklich schauen, dass die regelmäßig, jetzt zum Beispiel viele Bewegt in den Schulen machen können. Dass ich durchs Land weiterziehe, die Menschen mitreise. Also, mein Traum ist ja, eine Österreich-Tour von einer Gemeinde in die andere. Dort mit den Menschen gemeinsam turnen, an Spaß haben, zu motivieren. Und bei mir, ich mache wirklich mit allen, wir haben ja zum Beispiel auch gerade das Projekt, dass ich sage, einmal im Monat mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Und die, muss ich sagen, die sind ein Wahnsinn. Also, da bekommst du die ungeschönte Wahrheit. Wenn die der nicht mag, dann sagt er dir das.

[45:54] Also, aber wenn da was rüberkommt, dann merkst du, wenn die dich umarmen. Doppelt so viel Liebe. Nein, das ist, das sind, und vor allem, die sitzen dort, da sind welche wirklich schwerstbehindert, aber sie versuchen es, sie versuchen es, sie wollen es einfach machen. Und das sind für mich die wahren Vorbilder. Und an denen, also, da könnt ihr euch alle zehn Finger abschlecken, für die, die nichts machen, sage ich. Die sind einfach, ich liebe sie, und wir reden immer alle von der Integration, oder, wie sagt man schon, Integration, nicht Integration, ist der falsche Ausdruck jetzt da. Inklusion. Danke. Danke. Inklusion, und damit leben wir das. Das heißt, alle gemeinsam, und es ist ja heuer geplant, bei den nationalen Special Olympics, Juni, die größte Turnstunde, schauen wir, Österreichs, Europas, der Welt, wie auch immer, inklusionstechnisch zu machen. Und ich lade auch alle ein,

[46:47] in Zukunft bei mir mitzutunen. 9.05 Uhr, 11.18 Uhr, auf Krone TV, Krone Online, Join, YouTube. Die einfachste Möglichkeit, wie gesagt, einfacher geht es nicht, Unterhosen, Pyjama, was auch immer. Naja, jetzt haben wir eigentlich mit Inklusion begonnen, weil du hast deiner Oma geholfen, über die Stiegen zu steigen, ohne Rollator. Du hast mit Inklusion und Menschen mit besonderen Bedürfnissen geendet. Das war wieder für euch da draußen ein ganz, ganz toller Foreigners Network Podcast mit dem Philipp Jelinek und den Schluss, ich sage auch nachher wirklich nichts mehr, den macht der Philipp Jelinek. Er sagt, was ihr mit der nächsten freien Minute, die ihr habt, nachdem ihr diesen Podcast gehört habt, anfangt. Dann würde ich sagen, legt einmal alles beiseite, setzt euch entspannt hin, atmet ein und atmet aus. Findet euren eigenen Rhythmus, wieder einatmen, ausatmen, schließt die Augen und jetzt stellen wir uns vor,

[48:07] wir sitzen am Strand, angenehme Temperatur, Sonnenschein, wir hören das Meer rauschen und einfach nur sein, wir sind einfach da, genießen das und saugen diese positive Energie auf. Na ja, so schön. In diesem Sinne, alles Liebe und denkt dann, Gesundheit ist Eigenverantwortung. Bis zum nächsten Mal.

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