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Weniger ESG-Jargon, mehr konkrete Folgen: Forerunners stellt seinen Podcast neu auf

Forerunners ersetzt den Titel „ESG Pioneers“ durch „Good People, Good Stories“. Gastgeber Christoph Mahdalik erklärt den Relaunch anhand prägender Stimmen aus früheren Folgen. Die neue Klammer soll Verantwortung verständlicher machen – vom Umgang mit Regulierung bis zu Inklusion, regionalem Essen und Ideen für Europas Infrastruktur.

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Podcast11.03.2026

„Verantwortung heißt Antwort geben.“ Der Satz von Gabriele Faber-Wiener dauert im Rückblick nur wenige Sekunden. Er fasst aber ziemlich genau zusammen, worauf der neu aufgestellte Forerunners-Podcast hinauswill: Wer etwas verändern möchte, muss sagen können, welche Folgen das eigene Handeln hat.

Gastgeber Christoph Mahdalik kündigt in der Relaunch-Folge deshalb keinen radikalen Themenwechsel an. Umwelt, Energie und Mobilität bleiben. Hinzu kommen beziehungsweise sichtbarer werden Menschlichkeit, Inklusion, Diversität, Transparenz und Antikorruption. Geändert wird vor allem die Sprache, mit der diese Themen zusammengehalten werden. Der bisherige Titel „ESG Pioneers“ weicht dem einfacheren Versprechen „Good People, Good Stories“.

Das klingt zunächst nach einer freundlicheren Verpackung. Die Rückschau auf frühere Gespräche macht jedoch deutlich, dass die redaktionelle Entscheidung mehr verlangt als gute Nachrichten. Eine positive Geschichte trägt nur dann, wenn sie Konflikte nicht ausblendet und konkrete Antworten findet.

Verantwortung beginnt vor dem Regelwerk

Faber-Wiener formuliert dafür den klarsten Prüfstein der Episode. Ein Unternehmen müsse Verantwortung für seine Auswirkungen auf die Gesellschaft übernehmen. Dazu gehöre, positive Wirkungen zu vergrößern und negative zu beseitigen. Im Zweifelsfall könne das auch bedeuten, Produkte zu verändern.

Der Gedanke rückt den Zweck vor die Fachbegriffe. CSR, ESG oder SDGs können Orientierung geben, entbinden aber niemanden von der Frage, was eine Entscheidung tatsächlich auslöst. Genau darin liegt die Stärke des neuen Claims: Er übersetzt abstrakte Kategorien in Handlungen von Menschen und Organisationen.

Ein Gegenargument ist damit nicht erledigt. Banker Stefan Selden kritisiert im eingespielten Ausschnitt die Komplexität europäischer ESG-Regeln. Eine Wirtschaft mit tausenden Seiten bis ins Einzelne zu definieren, verursache Aufwand für Lesen, Umsetzung, Prüfung und Dokumentation. Er stellt dem einen einfacheren CO2-Preis gegenüber und fragt, ob Regulierung nicht mit weniger Detailtiefe auskommen könnte.

Die Folge entscheidet diesen Konflikt nicht. Sie stellt zwei Positionen nebeneinander, die sich nicht zwangsläufig widersprechen: Verantwortung braucht klare Ziele, Regeln können aber so umfangreich werden, dass die Umsetzung selbst zum Problem wird. „Good People, Good Stories“ bedeutet hier nicht, Kritik wegzulächeln. Es bedeutet, die Auseinandersetzung so zu führen, dass das eigentliche Problem noch erkennbar bleibt.

Wandel wird sichtbar, wenn jemand damit anfängt

Nach der Debatte über unternehmerische Verantwortung wechselt die Episode zu persönlichen Erfahrungen. Outdoor-Coach Georg Krewenka beschreibt, was für ihn am Ende eines Tages zählt: Menschen kommen mit ihren Alltagslasten und verlassen den gemeinsamen Weg in der Natur mit einem Lächeln. Passiert sei äußerlich wenig. Die Gruppe sei gegangen, habe sich bewegt und achtsam wahrgenommen.

Das Beispiel ist klein im Vergleich zu Klimapolitik oder Finanzregulierung. Gerade deshalb passt es zur neuen redaktionellen Klammer. Veränderung muss nicht immer als Großprojekt beginnen. Sie kann daran erkennbar werden, dass jemand eine konkrete Situation anders gestaltet und die Wirkung bei anderen Menschen beobachten kann.

Auch die Entstehung großer Ideen wirkt in der Rückschau erstaunlich handfest. Stefan Frankenberger erzählt, wie ihn der japanische Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen zur Frage brachte, ob ein ähnlich verbindendes Netz in Europa möglich wäre. Zurück in Wien setzte er sich mit einem Atlas hin und zeichnete Linien zwischen Städten. Aus einer spontan formulierten Frage wurde so der Entwurf für eine europäische Bahnvision.

Der Podcast behandelt diese Idee ausdrücklich als Vision, nicht als bereits umgesetztes Infrastrukturprojekt. Sie bekommt Platz, weil sie zeigt, wie ein Gedanke vom Staunen über ein bestehendes System zur eigenen Skizze weiterwandert. Fortschritt erscheint dadurch weniger als fertige Lösung und mehr als Arbeit, die jemand überhaupt erst beginnt.

Inklusion zeigt sich daran, wer wirklich teilnehmen kann

Besonders deutlich wird der neue Zugang beim Thema Inklusion. Robert Kaspar erzählt von der Geburt seiner Tochter Leonie mit Down-Syndrom und von der frühen Entscheidung seiner Familie, keine Grenzen als selbstverständlich hinzunehmen. Leonie sei bei Reisen, Sport und anderen Teilen des Familienlebens dabei. Daraus leitet Kaspar einen Appell ab: Türen und Köpfe für Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu öffnen.

Harald J. Mayer bringt denselben Gedanken in einem Satz auf den Alltag des Sports: Inklusion sei erreicht, wenn alle mitmachen dürfen. Beim Radfahren sollen alle dazugehören. Die Aussage ist einfach, aber überprüfbar. Entscheidend ist nicht, ob eine Organisation Inklusion als Wert nennt, sondern ob Menschen tatsächlich Zugang haben und teilnehmen können.

Rita Isiba erweitert diese Perspektive. Diversität sei ohnehin in jedem Unternehmen vorhanden, weil sich Menschen durch Lebenssituation, Ausbildung, soziale Herkunft, Gesundheit und viele andere Erfahrungen unterscheiden. Aus ihrer Sicht geht es daher weniger darum, Vielfalt erst zu erzeugen. Organisationen müssen erkennen, welche Vielfalt bereits da ist und wie sie damit umgehen.

In diesen Passagen wird aus einem großen Gesellschaftsbegriff eine praktische Frage: Wer ist dabei, wer bleibt draußen, und welche Entscheidung ändert das? Damit erfüllt die Folge ihren eigenen Anspruch am überzeugendsten.

Gute Geschichten dürfen Widersprüche behalten

Der Themenbogen der Rückschau ist breit. KI-Forscherin Jivka Ovtcharova spricht über Daten als Grundlage einer digitalen Welt und zugleich darüber, dass nicht alle Daten geschützt werden können. Christian Ebenbauer verbindet die soziale Verantwortung des Profifußballs mit Glaubwürdigkeit im Umgang mit Rassismus und Diversität. Peter Tichatschek beschreibt regional erzeugten Fisch als bewusst gewähltes Luxusgut, das nicht täglich auf dem Teller liegen müsse.

Diese Beispiele liefern keine gemeinsame Patentlösung. Sie zeigen verschiedene Arten, Verantwortung zu konkretisieren: den Umgang mit Daten abwägen, Werte im Sport vorleben oder beim Essen Herkunft und Häufigkeit mitdenken. Der neue Claim hält diese Unterschiede besser aus als ein enger Fachbegriff. Er birgt allerdings auch eine Gefahr: Wird nur die Person bewundert, kann die Wirkung ihrer Idee zur Nebensache werden.

Die Relaunch-Folge setzt deshalb einen brauchbaren Maßstab, auch wenn sie ihn nicht ausdrücklich als Regel formuliert. Eine Person wird für das Publikum dann interessant, wenn an ihrem Beispiel eine Entscheidung, ein Konflikt oder eine Veränderung sichtbar wird. Sympathie allein reicht nicht.

Ein Relaunch als redaktionelles Versprechen

Künftig sollen neue Podcastfolgen im Zwei-Wochen-Rhythmus erscheinen. Dazu kommen Videocasts, kurze Meldungen, Artikel und Masterclasses. Mahdalik kündigt unter anderem Gespräche über den Wiener Mitmachsupermarkt MILA und über eine Heurigenwirtin an, die nachhaltiges Leben mit ihrem Betrieb verbindet.

Das größere Versprechen liegt aber nicht im Takt oder in zusätzlichen Formaten. Forerunners will weg von einer Bezeichnung, die erst erklärt werden muss, und näher an Geschichten, deren Bedeutung sich aus konkreten Folgen ergibt. Das kann eine neue Regel für Unternehmen sein, eine offene Tür im Sport oder eine bunte Linie in einem Atlas.

Ob „Good People, Good Stories“ mehr als ein freundlicher Claim wird, entscheidet sich damit bei jeder Folge neu. Die Menschen stehen im Mittelpunkt. Der journalistische Wert entsteht dort, wo ihre Antworten nachvollziehbar werden und auch die schwierigen Fragen im Raum bleiben.


Transkript

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Hinweis: Das Transkript wurde automatisiert erstellt. Trotz redaktioneller Prüfung können einzelne Namen oder Fachbegriffe abweichen.

[00:00] Hallo und gratuliere dir. Du bist bei Forerunners Network gelandet. Good People, Good Stories statt täglich neuer Skandale. Also, besuche unsere Homepage. Dort triffst du viel mehr gute Dinge als sonst irgendwo. Lösungen, Ideen und Innovationen, Masterclasses und die besten Stories zum Wandel. Werde auch du ein Forerunner und besuche uns auf forerunners.network. Und jetzt viel Spaß beim Podcast. Wie sieht die Infrastruktur von morgen in Österreich aus? Straßen, Schienen, digitale Netze, aber auch Energieversorgung und Bildung. Wer sind die Menschen, die heute schon an morgen denken? Welche Herausforderungen warten auf uns? Und in welche Richtung wollen wir uns bewegen? Sei dabei und lass uns unsere Zukunft gemeinsam gestalten. Auf Forerunners Network der ESG und Infrastruktur Plattform. Herzlich Willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer von Forerunners Network, von unseren Podcasts. Vieles, vieles neu. Erstens einmal haben wir uns unsere Podcasts durchgesehen, neu aufgenommen und die wollen wir euch vorstellen. Wir haben Forerunners Network ein wenig reformiert, nämlich diesen sperrigen Titel ESG Pioneers. Den ersetzen wir in Bälle auf unserer Homepage mit Good People and Good Stories.

[01:24] Und darum dreht es sich ja. Es sind gute Leute, Menschen, die neue Wege gehen, die eben Lösungen finden, wie wir auf unserem Planeten weiterkommen. Jetzt nicht nur in Sachen Umwelt, nicht nur in Sachen Neuer Energien, nicht nur in Sachen Neuer Mobilität, sondern auch in Dingen wie Menschlichkeit, Inklusion, Diversität, Transparenz, Antikorruption. Das sind Themen, die ganz einfach die Welt beschäftigen. Zum Großteil natürlich im Negativen, aber bei uns seht ihr die positiven Beispiele und im Idealfall werdet ihr selbst ein solches positives Beispiel. Oder seid es bereits, dann meldet euch bei uns und kommt zu uns auf einen Podcast, auf einen Videocast oder gebt vielleicht sogar einen Masterclass. Und auch das ist neu. Aber steigen wir einmal ein mit einem Satz für Unternehmen, nämlich mit Gabi Faber-Wiener, einer der renommiertesten Beraterinnen des Landes für Corporate Social Responsibility. Was redet die Unternehmen und was redet die ihren Studenten und Studentinnen?

[02:38] Wo man wirklich genau das tut, hinterfragen, was ist jetzt richtig und was ist falsch? Was sind meine Auswirkungen? Das sagt ja auch die EU-Definition zum Beispiel von CSR. Die ist ganz simpel und ich sage allen meinen Studis, wenn ihr euch nur diesen einen Satz merkt, von meiner ganzen 30- oder 60-stündigen Vorlesung, dann bin ich happy. Und dieser Satz lautet, ich übernehme, also als Unternehmen, Verantwortung für meine Auswirkungen auf die Gesellschaft. Das ist ganz simpel. Da brauche ich keine Regularien, keine ISGs, keine SDGs und wie sie alle heißen, sondern ich muss nur überlegen, was ist meine Verantwortung? Was sind meine Auswirkungen? Positiv und negativ. Das heißt, die Positiven maximieren und die Negativen eliminieren. Das ist ganz simpel. Das geht natürlich so weit, dass ich auch Produkte ändern muss. Ganz simpel und ganz simpel einfach nachhören. Verantwortung heißt Antwort geben. Gabi Faber-Wiener auf unserer Homepage und natürlich auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen,

[03:44] auf denen ihr so unterwegs seid. Gehen wir weiter. Einer der ersten, die bei uns einen Podcast gegeben haben, das war Stefan Selden. Damals noch selbstständiger ESG-Beratungsunternehmer mit 720 Restructuring. Mittlerweile ist der Vorstand der Wiener Privatbank immer wieder mit Podcasts bei uns zu Gast. Ja und wir haben einen Zweiteiler gemacht, nämlich überholt sich Europa mit seinen ESG-Regeln selbst. Hören wir da einmal rein, was Stefan zu sagen hatte. Und ja, man wird sich vielleicht gar nicht vorstellen können, wie spannend ein Bankdirektor antworten kann. Der Kritik übt, der sagt, ihr seid ja alle angesoffen. Wir können ja nicht 14.000 Seiten und alles da durchdefinieren. Und vor allem, die Wirtschaft ist so komplex, du kannst nicht alles im Einzelnen durchdefinieren. Machen wir es viel einfacher, machen wir einfach einen CO2-Preis. Also das ist, glaube ich, eine ganz starke Diskussion. Sollen wir regulieren? Wenn ja, dann kommt man in solche Logiken rein.

[04:50] Dann habe ich dann 14.000 Seiten, die muss irgendwer lesen, die muss irgendwer umsetzen, die müssen geprüft werden, die müssen irgendwie dokumentiert sein. Oder ich sage, geht es nicht einfacher? Und die EU hat irgendwie für sich beschlossen, ich glaube nicht, dass es einfacher geht. Und da sind aber nicht alle der Meinung von der EU. Und ich glaube, das ist ein großer Disput, der momentan läuft. Und der wahrscheinlich schon diskutiert gehört. Weil mit Überstülpen wird nicht funktionieren. Ja, Stefan sagt es gerade heraus, warum vielleicht auch ESG ein wenig Ödfahrt oder negativ konnotiert. Völlig zu Unrecht. Aber ja, mit 14.000 Seiten möchte ich wissen, ob es überhaupt einen gibt, der sich alle durchgelesen haben. Weil da wird ja der ein paar Tausende, der ein paar Hundert und die ein paar Tausend Seiten dazu beigetragen haben. Gibt es jemanden, der alles gelesen hat? Das wissen wir nicht.

[05:42] In jedem Fall. Good people, good stories. Das ist etwas, was wir uns als glühende Europäer, ich hoffe, euch geht es da gleich wie mir, ganz einfach wünschen, hier ein wenig einen Durchbruch zu schaffen. Und wir haben auch immer wieder, und schaut da bitte auch auf unsere Artikel- und Berichterstattungen, Dinge, die ganz einfach zeigen, was denn nicht alles Positives, Ermutigendes von guten Personen in Europa angestoßen und auch realisiert wird. Gehen wir einmal weg von europäischen Problemen, gehen wir auf die einzelnen Personen, auf Forerunner, die etwas verändern. Und wenn es nur bei Ihnen einmal beginnt. Ich habe mit einem Mann vor das Mikrofon geholt, Georg Krewenker, ein begnadeter Eventler, Naturfilmer. Aber da, wo er so richtig seine Domäne als Vorausgeher auslebt, das ist es, wenn er Outdoor-Coachings in der Natur macht. Hören wir uns an, wie Georg nicht nur eine Last auf sich nimmt, das ist anstrengend, viele Menschen in einem positiven Zustand zu versetzen,

[06:53] sondern er holt sich auch ganz gehörig für sich etwas raus. Das ist am Ende des Tages für mich das größte Geschenk, wenn ich Teilnehmer am Parkplatz verabschiede und sehe, die sind gekommen mit ihren Alltagslasten am Rücken und gehen dann mit einem Strahlen und Lächeln im Gesicht. Und es ist eigentlich nichts anderes passiert, als dass wir uns in der Natur vielleicht gehend bewegt haben und dazu achtsam waren. Ja, mit Menschen wie Georg Krewenker oder Stefan Selden oder Gabi Faberwiner als Botschafterinnen hat sich voran das Network natürlich herumgesprochen. Und viele Menschen haben sich auch an uns gewandert und gesagt, ich würde gerne mal zu dir auf einen Podcast kommen. Der Ruf ging sogar bis nach Karlsruhe. In dem Fall war es eine Pionierin aus der KI-Ecke, das uns natürlich ein geläufiges Thema ist. Und bei uns herrscht in unseren Studios, wir haben ein TV-Studio, ein Podcast-Studio, ein Radiostudio und so weiter.

[07:54] Ja, und bei uns können dann solche Leute wie Cifka Ovtcharova eine Kapazität im Thema KI-Forschung, die gemeinsam mit Martin Drexler bei uns gewesen ist, auch schon einmal zu Philosophin werden. Wenn man auf unsere Erde aus der Mondperspektive schaut, ist unsere Erde umhüllt wirklich von mehreren Satelliten und die generieren diese wirklich lückenlose Internetverbindung. In manchen Ländern ist es lückenlos, in manchen nicht. Aber anyhow, das sieht man wirklich wie eine digitale Atmosphäre. Und die Daten sind der digitale Sauerstoff. Das heißt, keine Daten, kein Leben. Das muss man einfach nur begreifen. Aber man kann wirklich nicht alle Daten schützen. Ja, das war Cifka Ovtcharova als KI-Philosophin, hervorgerufen durch die Atmosphäre bei den Forerunners. Unser Themenbogen ist sehr breit. Gute Geschichten passieren in so vielen Bereichen auf unserer Welt. Und wir kümmern uns auch um Dinge, um die sich eigentlich weniger kümmern. Wir sind jetzt beim Thema Barrierefreiheit.

[09:06] Wir sind beim Thema Diversität. Wir sind beim Thema Inklusion. Wir sind bei dem Thema Special Needs. Und da durfte ich bei der Arbeit an den Olympischen Spielen schon vor längerer Zeit den Robert Kasper kennenlernen. Einer der ausgewiesensten Olympia-Experten Europas. Ein ganz, ganz toller Kerl. Und auch er hatte im Leben eben ein Erlebnis, das ganz einschneidend für ihn war. Nämlich die Geburt seiner Tochter. Und da zeigte er oder seine Familie, dass sie wahre Vorranner sind. Hören wir einmal den Robert Kasper zu. Naja, es war am 30. März 2007, wo meine Tochter, die Leonie, in Krems geboren wurde mit dem Down-Syndrom. Und nach dem ersten Moment, was ist das eigentlich? Was heißt das für unser Leben? Am dritten Tag nach der Geburt, sie war im Spital. Sie war dann sogar auf der Intensivstation, nach Operationen. Also es war keine leichte Zeit. Am dritten Tag, ohne mich mit dem Thema Inklusion sehr beschäftigt zu haben, habe ich gesagt,

[10:17] wir werden ein Leben leben, wie alle anderen mit anderen Kindern leben werden. Und wir haben sie vom ersten Tag, wo sie aus dem Spital heraußen war, überall hin mitgenommen. Und es hat für uns nie Grenzen gegeben. Beziehungsweise wir haben keine Grenzen gesehen oder keine Grenzen akzeptiert. Und die Leonie kennt auch keine Grenzen. Es gibt nichts, wo sie nicht mitkann. Es gibt nichts, wo sie nicht dabei ist. Und sie kennt die Welt. Sie reist gern. Sie macht Sport gern. Und das ist sicher ein Appell, den ihr jedem da mitgehen kann. Für jeden Menschen mit irgendeinem besonderen Bedürfnis, einer Schwierigkeit im Leben, einfach die Türen und die Köpfe aufzumachen, um allen Menschen mit besonderen Bedürfnissen alle Möglichkeiten aufzumachen. Schöne Worte, lieber Robert, wenn du das hörst. Meine allerliebsten Grüße in die Ramsau. Gehen wir weiter in unseren bunten Bogen an guten Geschichten, die wir euch präsentiert haben

[11:17] und auch noch präsentieren werden in der nächsten Zeit. Gehen wir einmal zu Stefan Frankenberger. Kennen Sie nicht? Die Idee kennen Sie. Vielleicht haben schon viele Medien darüber berichtet. Kaum einer so intensiv wie wir in unserem Podcast mit Stefan. Der Mann hat ganz einfach ein U-Bahn-Netz über ganz Europa entworfen. Sicherlich eine Fiktion, aber eine große Vision. Und ohne große Visionen entsteht überhaupt nichts. Wird die Welt nicht moderner, nicht scheiter und nicht besser. Aber woher kommen diese Ideen? Manche kommen ganz plötzlich. Hören wir, was Stefan Frankenberger zum Ursprung der Idee mit Europa sagt. Vom Shinkansen, von dem japanischen Superschnellzug, der unglaublich pünktlich, zuverlässig und eben extrem schnell die Städte dort verbindet. Und ich habe dann einfach so die Frage in den Raum gestellt, was denn wäre, wenn es sowas in Europa gäbe. Und schon war die Grundidee da. Solche Ideen hatten wir ja schnell einmal.

[12:24] Aber ich habe mich dann, als ich wieder zurück war in Wien, mich dann hingesetzt und habe dann die ersten Skizzen niedergelegt auf Papier, welche Städte dabei sein müssen und wie die Linien laufen. Und habe mich dann mit einem Atlas hingesetzt, ganz klassisch, und habe in diesem Atlas angefangen, so bunte Linien zu ziehen. Ja, bunte Linien beschreibt Stefan Frankenberger und weiße Linien begrenzen einen Raum, der für viele der Hauptinhalt des Lebens ist, nämlich das Fußballfeld. Heuer ist eine WM. Wir haben eine ganz, ganz spannende Bundesliga-Saison, sowohl bei den Damen als auch bei den Herren in der österreichischen Bundesliga. Und bei mir war Christian Ebenbauer und ich habe ihn gefragt, wie es denn mit der Bundesliga in Sachen Nachhaltigkeit und ihren Regeln ausschaut. Vor allem natürlich zum Thema Rassismus und zum Thema Diversität. Ganz wichtig. Also die Bundesliga, und ich sage jetzt die Bundesliga als Gemeinschaft der 28 Mannschaften, die in ihr mitspielen und mit der Geschäftsstelle auch zusammen,

[13:34] ist eben wesentlich die soziale Verantwortung. In der ESG, wo wir noch mehrere Punkte auch haben, habe ich gerade in diesem Bereich, wenn es um Diversitäts- und Rassismus-Themen geht, Vorreiterrolle. Ganz, ganz wichtig. Glaubwürdigkeit, Authentizität, dass man die zeigt, dass man die vorlebt und dass sie auch passiert. Das war Stefan Ebenbauer und wir hatten zum Thema jetzt Barrierefreiheit. Einen Mann bei uns, den Präsident des österreichischen Radsportverbandes Cycling Austria, Harald Mayer. Und das, was er sagt, dauert nur ein paar Sekunden, aber zeigt, wie einfach es eigentlich ist, wenn man einen Leitsatz sein Eigen nennen kann. Vor Augen halte, was bedeutet Inklusion eigentlich? Dann bedeutet es, dass jeder Mensch ganz natürlich dazugehört. Oder anders, Inklusion ist, wenn alle mitmachen dürfen. Und beim Radfahren dürfen alle mitmachen und sollen alle mitmachen. Wir dürfen alle mitmachen, wir sollen alle mitmachen. Alle haben die gleiche Chancen im Leben.

[14:46] So hoffen wir und so soll sich das Leben hin entwickeln. Wie soll sich das Leben in der Ernährung weiterentwickeln? Und wir hatten da, das ist natürlich ein Riesenthema, hatten da einen ganz, ganz profunden Journalisten, Moderator bei uns, den ihr sicherlich kennt in seiner Funktion auch als ehemaliger Willkommen Österreich-Moderator, als immer noch Moderator bei Radio Wien, einer der bekanntesten Stimmen des Landes. Seine Passionen sind Golf, aber die allergrößte dreht sich bei ihm ums Essen. Ja, darum haben wir einen Podcast übers Essen gemacht und schauen wir einmal, was der Peter Dichercheck dazu sagen hatte. Also klar kann ich mir den Yukon-Lachs gefroren, abgepackt aus dem Supermarkt holen. Muss ich aber nicht, wenn es in meiner Region, in meinem Umfeld, zum Beispiel in Niederösterreich, im Pilachtal, einen Bio-Seesaibling-Produzenten gibt. Oliver Burres ist wirklich ein toller Fischproduzent, der eine bereits bestehende Fischteichanlage übernommen hat,

[15:53] top modernisiert hat und jetzt wirklich feinste Bio-Seesaiblinge, die ordentlich gehalten werden, die gewisse Größe haben dürfen, die nur biologisch gefüttert werden, produziert. Und das ist so für mich ein Beispiel, da kann ich mir aus meiner Regionalität ein Luxusgut nach Hause holen. Kostet ein bisschen Geld, keine Frage, aber es muss ja auch nicht täglich sein. Und wenn man sich gewisse Lebensmittel eben so ein bisschen als das ist mein Luxusgut definiert, dann kann man den einen oder anderen Euro dafür auch mehr zahlen. Ja, Peter Tichercheck denkt regional und ich möchte auf etwas ganz, ganz Regionales, nämlich auf dem Bezirk Meidling jetzt schon einen Spoiler machen. Bei uns war Brigitte Reisenberger, sie ist die Sprecherin des Mieler Supermarktes, dem ersten Genossenschafts- oder Mitmach-Supermarkt in Wien, der seit Jahresbeginn geöffnet hat. Und dieser Podcast erscheint nach dem 3. März. Also bitte immer wieder zurückhören auf die Forerunners-Podcasts.

[16:59] Und ihr werdet etwas hören, das erstaunlich ist, nämlich wie kann denn eine Gemeinschaft von hunderten Menschen einen eigenen Supermarkt betreiben. Ganz, ganz spannendes Thema wird erscheinen nach dem 3. März auf forerunners.network. Und wenn ihr es versäumt, dann bitte abonniert den Newsletter, dann bekommt ihr einfach die Infos, wo ihr nachhören könnt. Ja, Forerunners und Podcasts. Forerunners und Frauen. Wir haben eine Quote, da könnte sich jeder österreichische Vorstand eine Scheibe abschneiden. Es sind Minimum 50 Prozent Frauen, die bei uns den Ton angeben, im wahrsten Sinne des Podcast-Wortes. Und einer unserer absoluten Lieblinge ist Rita Isiba. Sie ist die Gründerin des Ithropian-Instituts gewesen, Unternehmensberaterin, schwarzes Kind aus Herrnals, das in Wien aufgewachsen ist und in London dann ihre Karriere gestartet hat. Und sie war bei uns als Diversitätscoaching und hat uns darüber Aufkunft gegeben. Diversität ist der Hebel zum Erfolg. Heute ist sie die Chefin des ZARA-Integrationsnetzwerkes hier in Wien, in Österreich.

[18:33] Und wir werden morgen wahrscheinlich auch wieder ihr neuestes Projekt kennenlernen. Ich bin schon neugierig, was das ist, lieber Rita, wenn du das hörst. Aber in jedem Fall werden wir es auf Forerunners Network featuren. Ja, und auch sie erklärt, wie einfach Diversität ist und wie vorteilhaft Diversität ist. Also keine Angst vor Diversität. Rita Isiba, bitte macht das Mikro auf. Richtig. Ich lehne mich eher mehr an der Inklusion an. Also Diversity gibt es ja so und so. Jede Firma hat eine Art von Diversität. Und das ist das Erste, was ich immer angebe. Wir sind alle divers. Und dann breche ich sie mal runter, warum wir alle divers sind. Also es ist nicht nur das Externe, sondern auch das Intrinsische. Zum Beispiel eine Person ist entweder ledig oder verheiratet. Diese Person hat Kinder oder diese hat keine. Du hast eine Hochschulausbildung. Du hast überhaupt keine Ausbildung.

[19:36] Du bist in einer Arbeiterklasse aufgewachsen. Du nicht. Du leidest an Depressionen oder du hast eine offensichtliche Behinderung. Also jeder ist divers. Bleiben wir bei den Powerfrauen. Eine andere, die wir zweimal schon zu Gast hatten, ist Sandra Manich. Sie nennt sich Better Life Coach. Sie ist eine profunde Beraterin, oft eben auch von Führungspersönlichkeiten. Hat uns einen Podcast geliefert, mein Weihnachtspodcast 24, auf der Suche nach Potenzialen in der Wüste, als sie dort mit Frauen einen einwöchigen Marsch machte. Ich habe sie aber auch sehr gerne gehört zum PERMA-Prinzip in Sachen Positive Leadership. Das brauchen wir zum Thema Governance. Es gibt zu wenig Positive Leaders in Österreich. Ein LinkedIn-Post allein macht auch aus dir noch keinen positiven Leader oder eine positive Chefin. Hören wir einmal, was Sandra Manich zum PERMA-Prinzip zu sagen hat. Wir haben sechs Tage überhaupt kein WLAN gehabt, zwei jährlich. Und die haben mit GPS navigiert vorne.

[20:53] Das heißt, wenn die einen Fehler gemacht haben, bist du auch unter Umständen mal eine Stunde weitergegangen als geplant. Aber nein, es war okay. Also es war auch Teil der ganzen Übung. Ja, das war eine weitere Ansage zum Thema Sehen wir das Leben doch positiv? Und wenn wir das jeden Tag so tun, vielleicht gleich beim Aufwachen, dann wird es einfach schöner, auf diesem Planeten zu leben. Und wann soll ich das machen? Immer, jeden Tag, jeden Tag positiv sein. Wir sind good people, good stories. Und wir bleiben bei Powerfrauen. Und wir bleiben beim Thema Intensität. Hört vielleicht auch einmal in den Podcast mit Martina Reuter hinein. Also Pause ist ein Wort, das brauche ich nicht. Wenn ich Pause habe, habe ich tausend neue Ideen. Schreibe ich ein neues Buch, schreibe ich irgendwie ein neues Konzept. Oder machst du einen Podcast. Oder mache einen Podcast, genau.

[21:52] Ich weiß nicht, ich habe immer das Gefühl, wenn ich länger als einen halben Tag nichts mache, dass ich irgendwas verpasse. Ja, keine Pause. Pausen machen uns ganz einfach narisch. Wir sprechen da mit den Worten einer unserer Powerfrauen auf Forerunners Network, nämlich Martina Reuter. Resümieren wir, was ist alles neu bei Forerunners Network? Statt ESG Pioneers ein anderes Satz darunter, nämlich good people, good stories. Aber, wie gesagt, das ist unser Credo schon seit vielen Jahren. Da bleiben wir gleich. Nur wir machen es uns einfacher in der Erklärung. Unsere Podcasts erscheinen ab jetzt 14-tägig neu. Der nächste, den ihr bekommt, ist dann der von Brigitte Reisenberger und dem Mila Supermarkt. Und der übernächste ist der einer ganz, ganz, wie soll ich sagen, innovativen Heurigenwirtin. Was kann man aus einem Heurigen für das nachhaltige Leben herausziehen? Ganz, ganz spannend, was Loretta Pflaum uns da erzählen wird, noch diesen Monat.

[23:08] Es gibt die Masterclasses, die erste mit Martina Reuter könnt ihr unter Forerunners Masterclasses euch bereits besorgen. Ja, und es gibt, wie gesagt, jede Menge frischer Motivation, frischer Videocasts, jeden Tag neue Kurzmeldungen, mehrmals in der Woche neue Stories. Es macht Sinn für euch, bei Forerunners Network zuzuhören, zuzusehen und selbst mal versuchen, den Hintern in die Höhe zu kriegen und Wege zu gehen, die noch keiner vor euch gegangen ist. Ich wünsche euch dabei viel Vergnügen. Wir hören, sehen uns wieder, lesen uns wieder auf Forerunners Network. Euer Christoph Maderlik. Tschüss und Baba. Und da haben wir natürlich einen wunderschönen Schluss und da haben wir wieder mal in die Konserve gegriffen. Stefan Selden, bitte. Ja, ich freue mich auf die Fortsetzung, weil es hat noch nicht alles gesagt, glaube ich. So tun wir hier auf Forerunners Network. Danke, Stefan. Dankeschön. Danke, Stefan.

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