Wenn „Bombenstimmung“ plötzlich nicht mehr harmlos klingt
Wörter wie „zuschlagen“, „in die Offensive gehen“ oder „ein Ziel anvisieren“ gehören zum Alltag. Für die Logopädin, Stimmcoachin und Autorin Sanne Stria sind sie dennoch nicht neutral. Im Podcast erklärt sie, warum ihr die Begegnung mit einer ukrainischen Familie den militärischen Anteil unserer Sprache vor Augen geführt hat – und wie sich Ausdruck, Stimme und Verständlichkeit ohne große Übungen bewusster gestalten lassen.
„Es war eine Bombenstimmung.“ Für viele ist das eine gewöhnliche Redewendung. Sanne Stria blieb daran hängen. Eine Bombe, sagt sie im Gespräch, sei eine Katastrophe und nichts Positives. Warum also verwenden wir das Wort ausgerechnet für eine gelungene Feier?
Aus dieser Irritation entstand ihr Blogbeitrag „Ausgesprochen martialisch“ und daraus wiederum das Gespräch im Forerunners-Podcast. Es geht darin nicht um eine Sprachpolizei und auch nicht um eine Liste verbotener Wörter. Stria lenkt den Blick vielmehr auf Bilder, die so vertraut geworden sind, dass ihr Ursprung kaum noch auffällt. Das reicht von der „Offensive“ im Berufsleben bis zum Sonderangebot, bei dem man „zuschlagen“ müsse.
Eine Familie macht die Bedeutung der Wörter wieder sichtbar
Dass Stria diese Ausdrücke nicht mehr gedankenlos hört, hat mit einer persönlichen Begegnung zu tun. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stellte sie einer geflüchteten Familie Wohnräume neben ihrem Studio zur Verfügung. Die Mutter war mit ihren beiden Töchtern nach Österreich gekommen, der Vater blieb in der Ukraine. Später kehrten auch Mutter und Kinder zurück. Der Kontakt blieb bestehen.
Über die Nachrichten dieser Familie bekam Stria eine konkrete Vorstellung davon, wie sehr Krieg einen Alltag bestimmt. Im Podcast erzählt sie von einem Kindergarten, der nach der Nähe zu einem Luftschutzkeller ausgesucht wurde. Treffen der älteren Tochter sollten nur in Reichweite eines Schutzraums stattfinden. Ein Rucksack für den Luftschutzkeller war stets gepackt. In manchen Phasen, schrieb die Mutter, sei wegen der nächtlichen Angriffe kaum Schlaf möglich gewesen.
Vor diesem Hintergrund verändert sich das vermeintlich harmlose Wort „Bombenstimmung“. Stria will niemandem unterstellen, mit solchen Redewendungen Gewalt gutzuheißen. Sie fragt aber, ob Sprache abstumpft, wenn Begriffe aus Krieg und Zerstörung laufend als Verstärker für Erfolg, Spaß oder Leistung dienen.
Martialische Bilder sitzen tief im Alltag
Die Beispiele kommen schnell zusammen. Im Freibad kündigen Kinder eine „Bombe“ an, bevor sie ins Wasser springen. Ein günstiges Produkt verleitet zum „Zuschlagen“. Ein Projekt wird „in Angriff genommen“, eine Organisation „geht in die Offensive“, ein Ziel wird „anvisiert“. Im Management-Sprech werden solche Bilder oft noch als besonders entschlossen oder motivierend verkauft.
Strias Vorschlag ist unspektakulär: kurz überlegen, was tatsächlich gemeint ist. Wer ein Angebot nutzen will, kann es kaufen oder zugreifen. Wer ein Vorhaben beginnt, kann es planen oder umsetzen. Aus „in die Offensive gehen“ kann „aktiv gestalten“ werden, aus „mit voller Wucht“ schlicht „mit voller Energie“. Beim Sprung ins Wasser würde auch ein großer Platsch genügen.
Nicht jede Alternative hat dieselbe Kürze oder denselben Nachdruck. Genau das wird im Podcast nicht beschönigt. Kriegerische Metaphern sind auch deshalb so langlebig, weil sie sofort ein starkes Bild erzeugen. Eine friedlichere Sprache verlangt daher Aufmerksamkeit und manchmal etwas Erfindungsgeist. Sie beginnt nicht mit Perfektion, sondern damit, die gewohnte Formulierung überhaupt zu bemerken.
Stimme ist mehr als das, was aus dem Mund kommt
Stria nähert sich Kommunikation nicht nur über den Inhalt. Als Logopädin begleitet sie Menschen mit Problemen beim Sprechen und mit der Stimme. Ihr Arbeitsfeld reicht laut ihrer Schilderung von neurologischen Erkrankungen und Stimmproblemen bis zu Stottern. Seit ihrer Ausbildung hat sie sich auf Stimme spezialisiert; später verlagerte sie ihren Schwerpunkt stärker auf Stimmtherapie und Stimmcoaching für Jugendliche und Erwachsene, darunter Menschen in Sprechberufen.
Sprechberufe sind für sie nicht auf Radio, Fernsehen, Schauspiel oder Gesang beschränkt. Auch Juristinnen, Vortragende und viele andere Menschen verbringen einen großen Teil ihres Berufs mit Kommunikation. Oft wird die Bedeutung der Stimme erst dann sichtbar, wenn sie versagt: Der Hals kratzt nach wenigen Minuten, die Stimme wird heiser oder ein Vortrag lässt sich nicht mehr mühelos bewältigen.
Im Training betrachtet Stria Sprache und Sprechen, Stimme, Atmung und Haltung gemeinsam. Die Bereiche beeinflussen einander. Eine zusammengesunkene Haltung gibt der Stimme wenig Raum. Wer undeutlich artikuliert, muss bei Lautstärke stärker arbeiten. Rasches Sprechen lässt kaum Zeit für Modulation und kann dadurch monoton und schwer verständlich werden. Stimmarbeit ist deshalb keine isolierte Übung am Kehlkopf.
Das Handy wird zum einfachsten Kontrollinstrument
Für eine erste Selbstbeobachtung braucht es laut Stria keine aufwendige Ausrüstung. Das Smartphone reicht. Wer sich selbst aufnimmt und anschließend ehrlich zuhört, kann einige grundlegende Fragen prüfen: Sind die Konsonanten verständlich? Ist das Tempo angenehm? Bleibt Zeit für Betonung? Klingt die Stimme abwechslungsreich oder durchgehend gleich?
Ein deutlicher Hinweis kommt oft von außen. Wenn Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner wiederholt „Was hast du gesagt?“ fragen, kann das an zu hohem Tempo, undeutlicher Aussprache oder fehlender Modulation liegen. Statt sich nur über das Nachfragen zu ärgern, lässt sich die Aufnahme mit diesem Feedback vergleichen.
Verbesserung entsteht dann durch tatsächliches Sprechen. Wer bei einem Laut Schwierigkeiten hat, muss ihn in vielen Wörtern üben, bis er auch im schnellen, alltäglichen Redefluss funktioniert. Stria hat dafür ein Arbeitsbuch erstellt, weil die vorhandenen Übungen aus ihrer Sicht für intensives Training nicht ausreichten. Entscheidend ist die Wiederholung, nicht das bloße Lesen einer Regel.
Friedlicher sprechen heißt genauer sprechen
Die beiden Ebenen des Gesprächs gehören zusammen. Wer die eigene Stimme bewusster einsetzt, hört eher, wie etwas beim Gegenüber ankommt. Wer die Bilder hinter den eigenen Wörtern wahrnimmt, kann genauer entscheiden, welchen Ton eine Aussage bekommen soll.
Stria fordert keine weichgespülte Kommunikation. „Aktiv gestalten“ kann ebenso entschlossen sein wie „in die Offensive gehen“, setzt aber ein anderes Bild in den Kopf. Friedlicher zu sprechen bedeutet in diesem Sinn nicht, Konflikte zu vermeiden. Es bedeutet, Absicht, Tempo, Wortwahl und Wirkung nicht dem Automatismus zu überlassen.
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[00:00] Wie sieht die Infrastruktur von morgen in Österreich aus? Straßen, Schienen, digitale Netze. Aber auch Energieversorgung und Bildung! Wer sind die Menschen, die heute schon an morgen denken? Welche Herausforderungen warten auf uns? Und in welche Richtung wollen wir uns bewegen? Sei dabei – und lass unsere Zukunft gemeinsam gestalten! Auf Forerunners Network der ESG- und Infrastrukturplattform. Herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörern! Heute ein rein akustischer Podcast. Kein Videokast, denn die Jägerwaldstudies sind dick besetzt. Aber… …die Stimme, die Sie jetzt hören? Ja es geht um Stimme. Die wird sie davon überzeugen. Podcast-Hören das ist wirklich die Königsdisziplin. Ich heiße euch herzlich Willkommen bei unserer Nachhaltigkeitsplattform. heute. ein Podcast mit einem Tiefgang, nämlich die Sprache des Friedens wie wir Gewalt aus der Kommunikation nehmen können. und bei mir sitzt hier die Sanestria. Sie ist Autorin sie ist Logopädin sie isst Stimmcoaching also all das was so aus unserem Zwerchfell und aus unserer Kehle herauskommt.
[01:15] ist ihre Domäne. schön dass du bei uns bist Samme. Danke für die Einladung freue mich sehr. Der Anlass für den Podcast war eigentlich, dass ein gemeinsamer Freund gesagt hat, mit der solltest du einmal reden. Ich liebe deine Podcasts und die Sanne hat etwas zu sagen. Und dann habe ich so auf meiner Homepage gesurft, die heißt Ausgesprochen Gut AT und da habe ich eine Story gefunden wo ich mir gedacht habe Die Mussoff For Runners Network. sie heißt ausgesprochen marzialisch. Wir haben das natürlich jetzt umgedreht. und was ist? das Gegenteil von Marzialisch? kommt vom Marsgott des Krieges, ja? Das ist der Friedenpacks! Und wir wollen heute mit der Sanne darüber sprechen wie bekommen wir mehr Frieden in unsere Sprache hinein uns an, ich glaube das sind wir uns einig. Es wäre reichlich an der Zeit dafür. Absolut! Absolut es ist wirklich die Zeit wo man schauen muss dass man eben positiv denkt und positiv spricht.
[02:24] Ja ja die Frage die alle hassen oder wenn ich sage erzählst du in zwei Sätzen deinen Werdegang von der Kinderstube frage wo? bis hierher ins Studio L-Vierzigwin. Alles klar, in zwei Sätzen kein Problem! Ich finde es schön dass ich mich eben vorstellen darf auch um meinen Beruf die Logopädin näher zu beschreiben weil viele nach wie vor mit einer Logopädin jemanden verbinden die mit kleinen Kindern oder den kleinen Kindern sprechen lernt. und Logopédie ist aber so ein umfassendes Feld eben von Geburt weg, bis ins hohe Alter. Begleiten wir Menschen wenn sie ein Problem haben im Sprechen mit der Stimme sprich neurologische Erkrankungen, Stimmprobleme, Posttraumatische Probleme, Stottern ja also ein Riesenfeld und ich habe von Beginn an mich auf die Stimme spezialisiert. das hat mir in der Ausbildung schon wahnsinnig gefallen und habe mich jetzt ja die ganzen Jahre immer wieder um Stimme und Sprechen, Stimtherapie, Stimmcoaching gekümmert.
[03:45] Und die Logopädie ist eng verbunden mit der medizinischen Ausbildung. Und vor circa zwanzig Jahren habe ich gefunden es ist gut mit diesen Krankheitsbildern Ich höre gerne mit gesunderen oder gesundsten Stimmen arbeiten. Die Plattform Stimme.at, das ist eine Online-Plattform für Stimmexpertinnen europaweit aus der Wirtschaft, aus dem Schauspiel und aus dem Sprechberuf zu meiner Plattform gefunden um mich ein bisschen über den Tellerrand zu bewegen und weiterzuschauen. Und aus dem heraus habe ich jetzt eben hauptsächlich StimmpatientInnen, StimmklientInnen Jugendliche und Jugendliche Erwachsene. Und da betrifft es eben nicht immer nur die Stimme, sondern auch Sprechen, Haltung, Atmung. Genau! Wir wollen ja das unter dem Fokus der Kommunikation untereinander betrachten. Das hast du als Autorin von diesem Blockbeitrag. ausgesprochen martialisch getan, nähen uns einmal die Säulen der Kommunikation. Was gehört denn da alles körperlich technisch gesehen dazu? Ja ich habe es eh jetzt gerade schon angesprochen.
[05:09] das sind eben diese vier Säule. das eine ist Sprache sprechen Stimme Atmung und Haltung. Jetzt jemand zu mir kommt oder eben zu einem Stimmcoach, dann wird einmal eine Anamnese gemacht und geschaut, woran hakt es? Und welche dieser für Säulen braucht besondere Aufmerksamkeit. Weil wenn die Stimme ein Problem hat, spricht leicht heiser ist, wenig kraftvoll leidet auch die Atmung darunter. Wenn die Haltung eine zusammengekrümte ist kann sich die Stimmung nicht entfalten. Wenn ich nicht deutlich spreche bzw. wenn meine Sprechwerkzeuge zu immobil sind, zu wenig trainiert sind leidet die Stimme weil dann muss die Stimmen bei Lautstärke zum Beispiel mehr arbeiten ist anschließend erschöpft macht wieder Auswirkungen auf die Atmung. also es verzahnen sich diese vier Zäulen und so ein Stimmtraining Verknüpft diese vier Säulen wieder harmonisch, damit eben die Stimme, die im Grunde das Wichtigste ist von diesen vier S säulen weil sie das was wir denken und sprechen klanglich transportiert eben unterstützt.
[06:36] Jetzt sprichst du natürlich professionell mit Menschen und natürlich auch als Mensch als Frau mit anderen Menschen Von zehn Österreicherinnen und Österreichern, wer nützt sein Potenzial aus diesen vier Säulen Stimme, Haltung, Sprache, Atmung zu hundert Prozent aus? Im Grunde die Menschen, die es trainiert haben und in einem Sprechberuf sind. Und das sind weitaus mehr als man denkt Weil jeder Jurist ist einem Sprechberuf, also mit Sprechenberufen verbindet man häufig Fernsehsprecher, Radiomoderatorin Schauspielerinnen und Sängerinnen natürlich. Aber in unserem Kommunikationszeitalter ist es ein Großteil der Menschen die im Grunde in einem Kommunikation beruf sind, in einem Sprechtberuf sind. Und in dem Moment wo die Stimme weg bleibt Wo bei einem Vortrag Die der Vortragende merkt nach zehn Minuten, uuh es kratzt im Hals wird eben Hilfe gesucht. Das dauert dann schon noch eine Weile bis sie zum richtigen Person kommen aber dann lernen Sie's zu hundert Prozent und sind ja meistens total happy dass sie jetzt wieder ihre Vorträge halten können oder ihren Arbeitsalltag gut bewältigen.
[08:04] Das heißt, dein Klientel ist mehr jetzt im professionellen Bereich zu suchen. oder bist du auch noch Kinderlogopädin? Ich bin keine Kinder-Logopädin. Überhaupt nicht mehr! Also meine Klientelle beginnt mit jugendlichem Erwachsenenalter. also ich werde meinen Achtzehnneunzen dann weiter hinauf und professionell. ja Treue, also ich arbeite ist glaube ich so bessere Ausdruck. Ich arbeite zurzeit sehr viel mit Menschen die im mehr oder weniger öffentlichen Leben stehen, sei es jetzt Schauspielerinnen oder Sängerinnen oder Vortragende im weitesten Sinn ja. Gehen wir vielleicht einmal zum Ausgangspunkt unseres Podcast und zu dieser Geschichte, die dich bewegt hat und gehen wir zum Frieden in der Sprache. Wie ist es zu dem Blogbeitrag ausgesprochen martialisch auf deiner ausgesprochen Gut Homepage gekommen? Mir ist aufgefallen dass eben unsere Sprache immer mehr verrotet und die Intro für diesen blog Beitrag war, dass jemand erzählt hat auf die Frage wie waren denn die Party?
[09:31] Geantwortet hat es war eine Bombenstimmung. Dann habe ich mir gedacht das passt nicht zusammen. Bombe ist gar keine positive oder kein positiv konnotiertes Wort. bombe ist Katastrophe und das hat in mir weiter gearbeitet Und wir haben im Zuge des Angriffskriegs Russland-Ukraine einer Familie die Möglichkeit gegeben, neben meinem Studio die Wohnräume zu bewohnen wie sie geflüchtet sind. Und durch diese Familie habe ich im Grunde die Ukraine erst kennengelernt. Die Mutter der Kinder hat zwei Studien hinter sich Sprache und Gesang und Kunst Gymnasium und in der Volksschule. Der Ehemann blieb zu, die ganze Zeit in der Ukraine ist Architekt. also das heißt es eine wohl situierte Familie in der Ukraine und wurden von einem Tag auf den anderen aus ihrem komplett normalen Leben dass man mit eben einer österreichisch-wohl gesituierten Familie vergleichen kann herausgerissen haben mal mitgefiebert und gehofft, dass eben dieser Krieg bald vorbei ist.
[10:54] Die Tochter hat wahnsinnig drunter gelitten, ist im Sommer dann zurück in die Ukraine zu ihrem Vater und hat gefunden nach diesem Sommer sie möchte in der Ukraine bleiben. Schwere Entscheidungen für die Mutter, also Mutter- und jüngere Tochter sind auch zurück in den Ukrainer gegangen. Wir haben ja wie vor Kontakt Und durch die Mutter erfahre ich was das heißt in Lemberg in Krieg zu leben. Der Kindergarten für die jüngere Tochter wurde ausgesucht nach der Nähe eines Luftschutzkellers, die der Tochter ebenso wenn die Tochter mit ihren Freundinnen unterwegs sein wollte hieß es nur in der Nähen eines Luft-Schutzbunkers. also das Leben wurde eben dem Krieg nach ausgerichtet. sie haben gelernt wie die diversen Bomben heißen Plattformen sich zu vernetzen, um zu erfahren wann ein Einschlag zu erwarten ist. Der gepackte Rucksack und Dinge die man eben im Luftschutzkeller braucht war immer gepackt.
[12:03] und sie hat mir teilweise geschrieben Sie schlafen seit zwei Wochen überhaupt nicht mehr weil jede Nacht einen Angriff zu erwartern ist. Und diese Nähe Zu Krieg Hat mich dann eben dazu gebracht diesen Blogbeitrag zu schreiben um eben aufzurütteln und zu zeigen, dass in Zeiten wie diesen wo ja nicht nur in der Ukraine Krieg stattfindet diese marzialische Ausdrucksweise wie eben es war eine Bombenstimmung mal zu überdenken. Und das war der Hauptgrund dafür. Es ist übrigens heute der zweite Juli, und als ich heute in der Früh so Meldungen gesurft habe stand wieder. das heißt wir sprechen nicht von der Vergangenheit sondern von der Gegenwart von vielen Menschen. Heute wieder oder in den nachten Bombenangriff auf Kiew wieder auf die Hauptstadt also allgegenwärtig und in der Nähe von uns und wir selber stumpfen ab. Toll, dass du jetzt auch die Initiative gemacht hast diese Familie aufzunehmen.
[13:16] Kenne ich auch etliche Familien daheim. aber toll das du darüber weiter nachgedacht hast und da wollen wir uns vielleicht kurz aufhalten bei den marzialischen Beispielen die in unserer Sprache einzugehalten haben wie selbverständlich klingen die oft ja sogar leistungsmäßig positiv aufgeladen sind, wie in die Offensive gehen. Da kommt es aus dem Fußball aber eigentlich kommt ja auch die Offensive aus Schlachten in Wirklichkeit und du hast dich auch darum bemüht Gegenteile einer Art friedlicheren Sprache oder ein Sprach des Friedens dazu definieren, kannst du vielleicht ein paar von denen aufzählen? Also jetzt im Sommer finde ich halt es wirklich sehr bedenklich wenn im Freibad noch immer geschrien wird. Ich mache jetzt eine Bombe. ja das ist alter gebracht. Ja Es ist vollkommen Normal, dass Kinder ins Wasser springen und schreiben Bombe. Und andere animieren eine noch größere Bombe zu machen. Da sollte man mal drüber nachdenken!
[14:42] Man könnte ja ein anderes Wort dafür verwenden – einen Riesenblattsch oder irgendetwas in diese Art und Weise. Bei uns ist das der Familie heißt… Fluraccia. Entwickelt er sich aus der Babysprache, meine Sohne eigentlich? Perfekt! Ich hätte mir gedacht so großer Platsch oder so Blitzplatsche irgendetwas das eben mit einem Sprung ins Wasser verbunden wird und nicht dieses Wort. Es gibt andere Dinge die auch im Alltag gesprochen werden, wenn man zum Beispiel ein tolles Angebot in irgendeinem Supermarkt sieht. Da muss man doch zuschlagen! Ja hallo? Man muss überhaupt nicht zuschlagen. Man soll sich es dringend kaufen oder man möchte sich's dringende kaufen oder jetzt möchte ich mir das kaufen weil sie im Angebot ist. aber ich muss nicht zuschlagen. Stimmt schon gar nicht wann die Semmeln immer hin und zwei Kroschen weniger kosten seit ersten Juli Genau, also da eben im Alltag… Zu greifen
[15:50] wäre das schon ein friedlicheres Wort. Ja ja genau. Zu langen sagen wir bei uns nicht? Das ist zu deutsch oder zu langen? Ich kaufe es, reicht ja auch schon! Also wenn man dann drüber nachdringt kommt man schon auf einiges drauf. ich nehme etwas in Angriff Ehe, wir wissen alle was damit gemeint ist. Aber man kann auch sagen ja das habe ich jetzt vor und werde es planen und das möchte ich machen. Ziel anvisieren! Ja, wie gesagt das ist altergebracht und zielanvisieren kommt auch leicht von der Zunge? Wenn man drüber nachdenkt, dann weise ich. Also würde ich mir wünschen… Sniper hätten schützen, dass wir auch wieder bei ganz grauslichen Dingen Bosnienkrieg und so weiter sind wir auch in nächster Nähe da eigentlich, Gott sei Dank nicht miterlebt aber mitbekommen haben. Und ich sage es ist ja teilweise diese Art von Sprache durch wahrscheinlich auch die Leistungsgesellschaft, durch den teilweise unsäglichen Management-Speecher bei auf jeder zweiten Kino oder fast jeder Kino der von irgendeinem Führungspersonal egal ob männlich oder weiblich sag ich mal.
[17:22] Oder vielleicht doch ja männlich kommen eben diese Worte vor und werden als motivierend relativ selbstverständlich auch so gefressen. Ja genau, gut wär's wenn das eben nicht mehr so selbstverständlich ist. und ja bevor man es ausspricht dann mal ein Knopf in der Zunge ist und der Kopf mit denkt ob man das eben nichts anderes formulieren kann. Ich hab da gesehen in die Offensive gehen hast du zum Beispiel übersetzt mit Aktivgestalten. Das hat für mich doch auch einen Impact, weil gestalten kommt vom Malen, vom Künstlerischen und vom Bildnerischen. Da schafft man ja auch etwas. Genau! Und bei der Offensive weißt du auch gar nicht ob es vielleicht in die falsche Richtung läuft. Ja oder eben mit voller Wucht muss auch nichts sein. Mit voller Energie funktioniert auch gut. Also man kann, wenn man auf dieses Wörding einmal aufmerksam wird sich überlegen wie kann ich denn diese Dinge positiv umgestalten?
[18:39] Naja. Man kann sich über legen die Menschen sind ja sehr verwöhnt und hätten oft gerne das jemand für sie überlegt. Aber ich schätze, dass die auch ein bisschen martialischer geprägt sind. All diese Kis durch diesen Überhang der Sprache. Man gibt es dann von dir mal einen längeren Block oder vielleicht zu klein Buch zum Thema mehr Frieden in der Sprach. Weil das ist nicht so leicht! Sag ich einmal einen ähnlichen Impact, eine ähnliche Wirkung zu erzielen mit Worten die eher friedlich positiv konnotiert sind. Genauso wie in Zeitungen. nur das schlechte Nachricht ist ein guter Nachricht. So eine Aufgabe Sanne? Ja, fange ich mal mit einem weiteren Blog-Beitrag an. Du kannst ja auch deine Leserinnen und Lesern mit einbeziehen. Natürlich! Du meinst nicht nur ich soll mir Gedanken machen sondern auch meine Leserin und Leser. Sobald dieser Blog steht das verspreche ich wieder vor Runners verbreitet Da suchen wir uns auch Menschen von draußen, die sagen ok ersetzt man das Martialische in der Sprache durch schöne
[20:18] bessere Ausdrücke. Lette Sunshine Inn! Ja ja es ist. auf diesen Blogbeitrag habe ich auch ziemlich viele Kommentare erhalten die ich jetzt nicht alle auf der Website dann veröffentlicht habe, weil ich sie persönlich bekommen habe. Aber es waren sehr viele dabei, die sich erschreckenderweise alte Ältere und alte Herrschaften, die da eben gelesen haben an so die Zeit des vor dem Zweiten Weltkrieg erinnert haben – wo auch scheinbar Ich war ja nicht dabei. Die Sprache sehr, sehr rüde wurde und sehr restriktiv und negativ und ausgrenzend. Und eine hat eben so richtig gemeint das macht für sie Angst für die Zukunft. Das Ganze multipliziert sich und setzt sich erfordert auch in den sozialen Medien Dinge ja gar nicht programmiert sind. Da darf man halt nichts mit Sex, whatever sagen was eigentlich völlig krank ist. Aber darauf sind diese Algorithmen überhaupt nicht spezialisiert und schlimmerweise dadurch dass jeder pausenlos sich irgendwo versucht in den sozialen Medien sondern multipliziert sich ja auch diese martialische Sprache, weil sie heute quasi die schlechte Nachricht ist, die besser gelesen wird.
[22:09] Ja vielleicht sollte ich mal da nach Wasser und schauen wo es dann nicht so eine Korrektur gäbe. Ich glaube schon dass teilweise Beiträge als sehr kritisch betrachtet werden von jüngt einem Auge von außen für diese sozialen Medien, die Frage ist hier nur ob es dann eben eine Handhabe gibt. Ob diese Beiträge gelöscht werden können aus dem Netz genommen werden können? Ja das finde ich ja mal ne Aufgabe dass man sich danach schaut wie das jetzt. Da machen sich die Politik in Europa tagtäglich Gedanken drüber, aber hätten wir eigene soziale Medien dann wäre es wahrscheinlich ein wenig leichter. Ja das stimmt. Aber gehen wir jetzt einmal so zurück. verlassen wir mal die Welt des Krieg und Frieden damit Thomas Mann zu sprechen glaube ich. Ich muss jetzt nachdenken. bitte wenn ich einen Fehler gemacht habe beim Auto korrigiert mich ja und schreibt uns an offizietforrunners.network, gehen wir vielleicht wieder zur
[23:23] Stimme und zur Sprache zu deiner Passion zurück. das habe ich vorher vergessen zu sagen. ja weil vor nicht allzu lange Zeit warst du noch ein junges Mädchen. wie bist Du übrigens zu diesem Beruf gekommen? hat deine Eltern gesagt so Wenn es nicht rechts anwältend wäre, dann wäre es zumindest Logopädie. Wie war das eigentlich? Nein, die haben gesagt bevor du Psychologin wirst nach was anderes. Ja also bei uns gab's so eine Berufsberatung im Matura-Ja und da wurde Logopädie vorgestellt. Das gehört, was man da macht und es war mir vollkommen klar das mache ich. Und bin mit einer kompletten Unbeschwertheit und Unbedarftheit in diesen ganzen Aufnahme-Rhythmus hineingegangen. nicht wissen dass sich weiß Gott wie viele und das waren zu damaligen Zeitpunkt sicher an die Zweihundertfünfzig heutzutage nicht mehr so viel ist, weil es viel, viel mehr Anwärterinnen gibt. Damals waren zweihundertfünfzig viele und das wurden zehn genommen.
[24:35] Und ich war Gott sei Dank komplett naiv. Wir haben gedacht da geht man hin macht diesen Aufnahmetest und macht diese Ausbildung. Ich habe Glück gehabt genauso was Es hätte auch anders ausgehen können. Gut! Ich hätte sie genervt. Ich wäre jedes Jahr wieder hingegangen bis Sie mich endlich nehmen. Ja, so bin ich zu diesem Beruf gekommen und er macht noch immer unwahrscheinlich Spaß weil jeder Mensch seine eigene Geschichte mitnimmt. Es wird nicht Fahrt! Weil jeder hat andere Anliegen, andere Voraussetzungen, andere Ideen und Ziele die eben mit meinen Klientinnen herauszuarbeiten und zu finden, uns ein bisschen dediktivisch zu forschen. Was passt denn am besten zu dieser Person? Ja das macht mir nach wie vor wahnsinnigen Spaß! So jetzt um in der Supermarktsprache zu bleiben mache ich euch ihr Leben da draußen kennen Bombenangebot, sondern ein sehr schönes Angebot. Ich werde jetzt einfach die Sonne so ein zwei drei Sachen fragen ja für dir normalerweise wahrscheinlich zahlen müsstet oder sogar sicher weil die Sonnen muss ich auch von etwas leben.
[25:58] wie werde ich mir besser meiner Stimme und Sprache bewusst? hast du da ein paar Tipps zur Selbstbeobachtung? oder soll ich mir Feedback von außen geben lassen? Der erkläre kostenlos und das ist kein Bombenangebot der unseren Hörerinnen hören, wie sie einmal so die ersten Steps den vier Säulen machen können. Die Frage ist ja Nummer eins bin nicht eh schon zufrieden mit meiner Stimme. Meistens sind die Menschen ganz happy damit, aber es gibt dann doch ein Feedback von außen. Ich nehme jetzt gar nicht zu die Stimme sondern was sehr häufig vorkommt. Was hast du gesagt? Dreimaliges Nachfragen, Verwaschenen, genuschelte Aussprache… Da würde ich mir als eben Betroffenen nähern oder Nähe mal Gedanken machen dass da irgendwas nicht stimmt. und der erste Schritt ist Wirklich heutzutage ist das ja kein Problem, am Handy sich mal selber aufzunehmen und zu kontrollieren. wie verstehe ich mich denn?
[27:16] Habe ich wirklich sämtliche Konsonanten deutlich formuliert, nehme ich mir Zeit. Und aus dem heraus wird man dann schon so ein eigenes Feedback finden und merken da könnte man etwas machen. es kann auch Das Gefühl sein, irgendwie klingt meine Stimme zu hoch. Das gefällt mir eigentlich auch nicht so. oder ich bin zu monoton. und das wäre dann im Grunde wenn jemand immer wieder nachgefragt wird was hast du gesagt? Wäre für mich als Profit das logische Ergebnis Du sprichst einfach zur rasch. Wenn du rasch sprichst, sprichest du Monoton. Weil du hast ja gar keine Zeit zu modulieren und wenn du raschs und monotons sprichste kannst du auch nicht deutlich sprechen Du wirst undeutlich sprechen. Und aus diesen drei Komponenten heraus ergibt sich das der Zuhör, den Zuhäurerinnen sich denkt hab ich schon wieder nicht verstanden. Gehen so diese großartige Szene. es grünt So grün, wenn Spaniens Blüten blühen.
[28:38] Genau! Ist das nicht so mehr oder weniger ein Kultfilm? My Fair Lady? übrigens, ein Musiker und Film müsste eigentlich bei den Logopäden eine Art Kult sein, oder? Ja wobei mein… Die Szene zumindest, gell?! Die Szener ja, wobei meine Kult-Video, das habe ich auch auf dem Blogbeitrag ausgesprochen. deutlich nehme ich an dass A und O der Sprache Da gibt es von Gene Kelly, Moses Supposes und eine Tanz-Szene die wirklich aus dem Setting laufenden Szene darstellt bei einem Sprach. Coaching. Also diese auf meiner Website zu sehen, die finde ich ja wirklich sehr, sehr lustig weil sie sich über diese Aussprache lustig machen auch dieses Grün-zu-Grün wenn Spaniens Blüten blühen hat er auch so ein bisschen, wenn man es sich anschaut so Ja ist eigentlich lustig. Sprechtraining betrifft aber sowas Es wie Ingrid Amon Die Sprechtrainerin immer wieder sagt und nicht nur Sie sondern alle, die mich sprechen und Trainings zu tun haben.
[30:00] Sprechen lernt man nur durchsprechen. Das heißt wenn ich jetzt einen Laut habe mit dem ich mir schwer tue, nehmen wir das … weiß nicht… Sch! Ja? Das schee. Dann kann ich das nur üben indem ich ganz ganz viele Wörter mitsch spreche und nachdem Die ganzen angebotenen Bücher, die es eben am Markt gibt, viel zu wenig waren um zu üben. Weil mit fünfmal Sprächen kann ich's noch nicht! Da gehören wirklich viele, viele, vielen, viele Wörter dazu. Habe ich eben vor ein paar Jahren einen Arbeitsbuch dazu verfasst und wenn ich mich recht erinnere allein da laut schee umfasst was weiß ich zwölf Seiten Und das sind nur Wörter. Das ist ein Arbeitsbuch, wo man sich hinsetzen kann und eben ganz intensiv an den Lauten die zu üben sind trainieren kann. Zum Beispiel Schaumschläger und viele andere Wörte… Also so trainiert man auch ja?
[31:13] Es ist so! Man übt den zuübenden Laut intensiv damit er dann im Sprechen rasch da ist und gut funktioniert? Naja, wir haben jetzt einunddreißig Minuten gesprochen. Tatsache! Eine klassische wunderbare Podcastlänge. Und was ist daraus geworden Sanne? Wir haben uns einmal über den Frieden in der Sprache unterhalten Über unsere Sehnsucht nach Frieden per See Und ihr liebe Hörerinnen und Hörern da draußen habt so ein paar kleine Kniffe oder zumindest einmal die Anleitung bekommen, wie man sich seiner eigenen besseren Stimme seinem Ausdruck nähern kann. Wenn ihr mehr dazu wissen wollt, Sahne wo kann man dich überall erreichen? Man kann mich über Facebook erreichen ausgesprochen Gut, kann man nicht erreichen. Weil eben mein Buch auch so heißt ausgesprochen gut. dieses Augenzwinkern. Das heisst auf allen Kanälen mit ausgesprochen gut über meine Website oder schlichtweg Sanestria im Netz eingeben und man kann mich auch anrufen.
[32:34] Also das war genug Werbung! Das ist kein bezahlter Podcast sondern ein Fan-Podcast von Forerunners die sich mehr Frieden in der Sprache wünschen. Und ich würde sagen, das war eigentlich ein… Ja, stimmt! Danke dir dafür! Ich danke dir auch, Samu! Tschüss!
